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HC Leipzig
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Junger HCL knackt gegen Koblenz die 40-Tore-Marke

Schöner Abschluss vor den Fans Junger HCL knackt gegen Koblenz die 40-Tore-Marke

Leipzig. Versöhnlicher Erfolg im letzten Heimspiel der Saison: Der HC Leipzig tat sich am Mittwochabend gegen den Tabellenletzten VL Koblenz/Weibern zunächst schwer, siegte dank einer enormen Steigerung in der zweiten Halbzeit aber noch deutlich 41:29 (18:17).

Luisa Schulze in Aktion.

Quelle: Sebastian Brauner

Damit bleibt das Team von Trainer Norman Rentsch Bundesligavierter und wahrt die Chance auf einen internationalen Startplatz für die kommende Saison. Die VL Koblenz/Weibern stehen mit der Niederlage hingegen als erste Absteiger der Bundesliga fest.

Anne Müller stand überraschend auf dem Protokoll – es hatte aber keine Wunderheilung ihres Muskelabrisses im Oberschenkel gegeben. Zu ihrem letzten Heimspiel nach fünf Jahren im blau-gelben Trikot durfte die Kreisläuferin noch einmal mit dem Team vor den eigenen Fans aufs Parkett laufen, den Anwurf ausführen und nahm anschließend auf der Bank Platz.

„Ich bin echt traurig. Erstens, dass ich gehe und zweitens, dass ich heute nicht spielen konnte. Das ist eigentlich kein schöner Abschied.“ Die 31-Jährige zieht es in der kommenden Saison zum Bundesligaaufsteiger nach Dortmund, vor allem aus beruflichen Gründen. „Auf Anne konnte man sich immer verlassen, ich als Trainer aber auch die Mannschaft. Sie hat eine unheimliche Karriere hier in Leipzig gehabt“, sagte HCL-Coach Rentsch. Müller wird nicht die Einzige sein, die Leipzig verlässt: Auch Nicole Lederer (Zwickau), Isa Rösike (Rödertal) und Roxana Ioneac (unbekannt) gehen.

„In der Abwehr ganz schön geschlafen“

Zum Spiel: Trotz zwei Niederlagen und einem Unentschieden in den vergangenen drei Partien startete der HCL selbstbewusst und ging 2:0 in Führung. Doch auf mehr als zwei Treffer konnte sich der Gastgeber in der ersten Viertelstunde nicht absetzen. Zwar fand Leipzig im Angriff gute Lösungen, doch in der Abwehr funktionierte so gut wie nichts. Katja Schülke war im Tor zumeist machtlos.

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Leipzig. Versöhnlicher Erfolg im letzten Heimspiel der Saison: Der HC Leipzig tat sich am Mittwochabend gegen den Tabellenletzten VL Koblenz/Weibern zunächst schwer, siegte dank einer enormen Steigerung in der zweiten Halbzeit aber noch deutlich 41:29 (18:17). Damit bleibt das Team von Trainer Norman Rentsch Bundesligavierter und wahrt die Chance auf einen internationalen Startplatz für die kommende Saison.

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Die Gäste nahmen Anne Hubinger in die kurze Deckung und stellten Luisa Schulze am Kreis besser zu – so geriet das Offensivspiel ins Stocken. Auch der Wechsel von Nicole Roth für Schülke im Tor brachte nichts. In der 25. Minute glichen die Vulkan-Ladies sogar zum 14:14 aus. Trainer Norman Rentsch nahm seine erste Auszeit. Den Abstieg vor Augen kämpfte Koblenz bis zum Umfallen und fand immer wieder Lücken in der HCL-Abwehr. Zur Pause stand eine knappe 18:17-Führung der Leipzigerinnen auf der Anzeigetafel. „In der ersten Halbzeit haben wir in der Abwehr ganz schön geschlafen. Das ist schade, denn sonst hätten wir noch ein höheres Torverhältnis rausholen können“, sagte Müller.

Der HCL kam dafür hellwach aus der Kabine und erhöhte den Abstand erstmals auf fünf Treffer zum 22:17. Koblenz-Coach Caslav Dincic unterbrach den Lauf mit einer Auszeit. Doch die Blau-Gelben ließen sich nicht beirren, standen nun sicherer in der Abwehr und sorgten vorne für viel Tempo.

„Es gibt viele Dinge, die ich nie vergessen werde“

Bis zur 45. Minute und nach dem Treffer zum 28:20 von Michelle Urbicht war die Partie entschieden. Doch für Leipzig ging es darum, das Torverhältnis weiter aufzubessern. Die weiteren Stationen: 33:25 und 37:27. Am Ende knackte der Gastgeber sogar noch die Marke von 40 Treffern. „Unterm Stich bringen uns die zwölf Tore Abstand heute wahrscheinlich nicht so viel. Wir hätten weit über 15 Treffer rausholen müssen, um wirklich Druck auf Oldenburg aufzubauen. Aber abgesehen davon, hat sich die Mannschaft heute gut präsentiert. Wir können zufrieden sein.“  

Anne Müller war am Mittwochabend die gefragteste HCL-Spielerin nach der Partie. Die 31-Jährige wurde von den Fans gefeiert, nach ihrem Trikot gefragt, um Autogramme gebeten. „Nach außen wirke ich vielleicht cool, aber innerlich sieht das anders aus. Es gibt viele Dinge, die ich nie vergessen werde. Einer der schönsten Momente war der Pokalsieg letztes Jahr in der eigenen Halle. Aber auch die Spiele in der Champions League.“ Die Kreisläuferin wird wieder kommen: „Ich freue mich schon, wenn ich nächste Saison hier auf dem Parkett stehe, auch wenn es dann gegen den HCL ist.“

Statistik:

HCL: Schülke, Roth, Mazzucco 5, Hertlein, Schulze 10, Hubinger 6, Diehl, Reimer 6, Ioneac, Urbicht 5, Rode 5, Plate 3/3, Rösike 1

VL: Grob, Ingenpaß 3, Atanasoska 1, Varga 4, Thomas 3, Thorgeirsdottir 1, Kinlend, Prak 3, Vollebregt 3, Despodovska 8, Sazdovski 3, Winter

7-Meter: HCL: 3/3 VL: 0/0

Zuschauer: 1300

Anne Grimm

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