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Kampf nicht belohnt: HC Leipzig verliert gegen den Spitzenreiter

Handball-Bundesliga Kampf nicht belohnt: HC Leipzig verliert gegen den Spitzenreiter

Der HC Leipzig musste am Mittwoch in der Handball-Bundesliga eine Heimniederlage hinnehmen. Die SG BBM Bietigheim gewann in der Arena mit 32:24 (15:8).

Schwere Aufgabe: Am Mittwoch musste der HC Leipzig zuhause gegen den Tabellenersten SG BBM Bietigheim ran.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Es war von Anfang an ein ungleiches Duell vor 2048 Zuschauern. Auf der einen Seite die ersatzgeschwächten Gastgeberinnen vom HC Leipzig und ihnen gegenüber der Meisterschaftsfavorit aus Bietigheim. 20 Minuten hielt die Mannschaft von HCL-Coach Norman Rentsch bis zum 7:7 mit, dann legten die Gäste einen Zwischenspurt ein und gingen mit einer 15:8-Führung in die Halbzeitkabine. "Ich habe trotz der Niederlage viele positive Ansätze gesehen, wir hatten immer den Kopf oben", meinte HCL-Kapitänin Katja Kramarczyk.

Schwere Aufgabe: Am Mittwoch musste der HC Leipzig zuhause gegen den Tabellenersten SG BBM Bietigheim ran.

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Schon beim Blick auf die Aufstellungen war klar, das wird ein ganz schweres Spiel für den HCL. Die verletzten Shenia Minevskaja und Karolina Kudlacz-Gloc fehlten an allen Ecken und Enden. Rentsch vertraute mit Julia Weise und Emely Theilig gleich zwei 16-jährigen Nachwuchsspielerinnen. Ihnen standen eine ganze Reihe Auswahlakteure entgegen. Mit Susann Müller, Nina Müller (ehemals Wörz), Luisa Schulze und Maura Vissa waren vier ehemalige Leipzigerinnen darunter. "Es war schon ungewohnt aus der falschen Kabine einzulaufen. Zum Glück hat mich niemand ausgebuht", sagte Schulze.

Der HCL kämpfte sich in die Partie und ließ sich von den großen Namen zunächst nicht beeindrucken. Bietigheim geriet zwar nie in Rückstand, eine Aktion stand aber besonders für den Einsatzwillen der Gastgeberinnen. In der 20. Minute ließ sich Anne Hubinger auf der rechten Seite nicht abschütteln, holte eine Zeitstrafe sowie einen Siebenmeter heraus und verwandelte gleich selbst zum 7:7. Es war allerdings wie ein Hallo-Wach-Effekt für das Team von SG-Trainer Martin Albertsen. Es gestattete in den nächsten knapp zehn Minuten kein Tor mehr und zog Treffer für Treffer davon. Erst mit der Halbzeitsirene traf Alex Mazzucco noch einmal.

In der zweiten Hälfte das gleiche Bild. Der HCL kämpfte, machte aber kaum Boden gut. Jeder Treffer wurde wie der Ausgleich bejubelt. Bietigheim verwaltete dagegen den Vorsprung nur, brachte sich immer wieder in Unterzahl und leistete sich auch technische Fehler. Knapp acht Minuten vor dem Ende keimte noch einmal beim 21:26 durch Anne Hubinger, die insgesamt zehn Tore erzielte, Hoffnung auf. Näher kam der HCL nicht mehr heran.

Bietigheim bleibt mit dem 32:24 Erfolg in der Bundesliga ungeschlagen. "Wir können trotz der Niederlage stolz sein, was wir heute gemacht haben, war viel wert", sagte Rentsch. Und sein Kollege, der ehemalige HCL-Trainer Martin Albertsen, brach eine Lanze für seinen alten Verein. "Leipzig ist noch immer eine perfekte Mannschaft für die Region, versucht sie weiter zu unterstützen", rief er Fans und Sponsoren zu.

Statistik

HC Leipzig: Kramarczyk, Kurzke, Roth - Mazzucco 2, Mietzner, Einarsdottir, Hubinger 10/3, Lang 7, Reimer 2, Sturm 2, Rode 1, Weise, Theilig

SG BBM Bietigheim: Roch, Salamakha, Wester 1 - Biltoft 1, Visser 9/2, Lauenroth 1, Mack, Müller, N. 3, Smeets 1, Schulze 1, Baun Eriksen, Naidzinavicius 8/3, Hundahl, Müller, S. 1, Malestin 6, Anasttacio

Siebenmeter: HCL 5/5, SG BBM 3/3
Zeitstrafen: HCL 10 Minuten (rote Karte Luisa Sturm), SG BBM 16 Minuten (rote Karte Maura Visser)
Zuschauer: 2048

Matthias Roth

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