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Kampf und Krampf: HCL ringt Aufsteiger Füchse Berlin nieder - Schulze mit Rot gesperrt

Kampf und Krampf: HCL ringt Aufsteiger Füchse Berlin nieder - Schulze mit Rot gesperrt

Leipzig. Der HC Leipzig ist nach dem Aus im DHB-Pokal in der Handball-Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Der Vizemeister tat sich am Dienstag gegen den Aufsteiger Füchse Berlin lange schwer, gewann aber knapp 25:23 (13:12).

Dank des Erfolgs ist das Team von Trainer Norman Rentsch vom fünften auf den dritten Tabellenplatz geklettert. Vor 1269 Zuschauern war Kapitän Karolina Kudlacz mit sieben Toren am erfolgreichsten.

„In unserer Situation war der Sieg einfach wichtig, damit wir in Ruhe bis zum nächsten Spiel am Samstag in Bietigheim weiter arbeiten können“, sagte Rentsch. Dort wird definitiv Kreisläuferin Luisa Schulze fehlen. Die Nationalspielerin sah in der letzten Minute die Rote Karte und ist nun mindestens eine Partie gesperrt. Dabei sahen die Schiedsrichter ein Foul an Berlins Bianca Trumpf, die nach ihrem Torwurf zu Boden ging und anschließend vom Feld getragen wurde. Im Video war später zu sehen: Schulze hatte ihre Gegenspielerin gar nicht gefoult. Nun hofft der HCL, dass die Entscheider der Liga das auch so bewerten. „Es wäre eine Katastrophe, wenn wir länger auf Luisa verzichten müssten. Sie ist momentan unsere konstanteste Handballerin", sagte Manager Kay-Sven Hähner.

Die Nachholpartie des fünften Spieltags begann mit ordentlichem Tempo – noch nicht einmal eine Minute benötigte der HCL, um mit 2:0 in Führung zu gehen. Berlin zeigte viele Schwächen, die Leipzig gnadenlos ausnutzte. Bereits nach neun Minuten und beim Stand von 7:3 nahm Füchse-Coach Lars Melzer die erste Auszeit.

In der folgenden Phase leisteten sich beide Teams zahlreiche Ungenauigkeiten im Passspiel sowie beim Kontern. Die Gäste nutzten die Chance besser und kamen auf 7:7 heran. HCL-Coach Rentsch reagierte mit dem Time-Out. Doch das brachte nicht viel, beim 8:9 lag Leipzig erstmals hinten.

Als Luisa Schulze nach dem Ausgleich die Zwei-Minuten-Strafe bekam, ließ sich der Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen und erzielte in Unterzahl zwei Tore zum 11:9. Michelle Urbicht durfte an ihrem 21. Geburtstag mehrfach auf der Spielmacher-Position ran. Bis zur Pause behauptete das Rentsch-Team einen knappen Vorsprung.

Plöger und Augsburg setzten ihrem alten Team zu

Der Tabellenzehnte glich in der zweiten Halbzeit sofort aus. Die ehemalige Leipzigerin Julia Plöger parierte einen Siebenmeter. Aber der HCL kämpfte sich wieder ins Spiel und setzte sich bis zur 43. Minute auf 19:15 ab. Die Füchse benötigten mehr als zehn Minuten, bis sie wieder trafen.

Nach dem 19:17-Anschlusstreffer nahm Rentsch die Auszeit. So richtig rund lief es nicht bei seinem Team. „Man hat heute noch eine gewisse Unsicherheit von dem Pokalspiel gegen Oldenburg gespürt“, sagte Torhüterin Katja Schülke. Doch dann sorgte der HCL innerhalb von zwei Minuten für die gefühlte Vorentscheidung und erhöhte auf 22:17.

Aber plötzlich kamen die Gäste in der 59. Minute noch einmal auf 24:22 heran. Rentsch nahm erneut die Auszeit. „Über die letzten zehn Minuten müssen wir reden“, sagte Schülke. Berlin erzielte den Treffer zum 24:23, anschließende sah Schulze wegen des angeblichen Fouls an ihrer Gegenspielerin die Rote Karte. Am Ende stand ein knapper Sieg zu Buche.

Statistik:

HCL:

Schülke, Roth, Mazzucco 3, Müller 4, Hertlein 2, Schulze 3, Kudlacz 7, Hubinger 5, Diehl, Reimer, Ioneac 1, Urbicht

Berlin:

Sviridenko 2, Trumpf 2, Linke, Tegstedt 6, Beier 2, Augsburg 5, Eber, Steinbach 2, Goldhagen,  Nega, Plöger, Hedermann, Busack, Weyland, Koslowski, Gustin 4

7-Meter: HCL: 4/3 Füchse: 4/4

Zuschauer:

1269

Anne Grimm

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