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Kantersieg gegen Göppingen: HCL erkämpft Endspiel um den Titel beim THC

Meisterschaft Kantersieg gegen Göppingen: HCL erkämpft Endspiel um den Titel beim THC

Der HC Leipzig ist nur noch einen Sieg vom deutschen Meistertitel entfernt. Am Samstag bezwang das Team von Trainer Norman Rentsch Frisch Auf Göppingen und fiebert nun dem Showdown in einer Woche beim punktgleichen Thüringer HC entgegen.

Shenia Minevskaja und Luisa Schulze vom HC Leipzig jubeln

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der erste Meistertitel nach sechs Jahren ist für die Handballerinnen des HC Leipzig zum Greifen nah. Der 37:27 (20:12)-Erfolg am Samstag gegen Frisch Auf Göppingen beschert dem Team von Trainer Norman Rentsch nun in einer Woche beim Titelverteidiger Thüringer HC ein echtes Endspiel um die deutsche Meisterschaft. „Wir werden mit breiter Brust nach Bad Langensalza fahren und wollen uns für die Saison belohnen“, sagte Coach Rentsch euphorisch und fügte hinzu: „Großen Respekt an das ganze Team, dass wir uns dieses Finale erarbeitet haben. Nach den zwei Niederlagen gegen Metzingen im Februar hatten uns viele schon abgeschrieben.“

Sieg im Endspurt um die deutsche Meisterschaft: Am Samstag hat der HC Leipzig bei seinem letzten Heimspiel der Saison Frisch Auf Göppingen deutlich mit 37:27 geschlagen.

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Kapitän Karolin Kudlacz-Gloc, die nach ihrem Muskelfaserriss in den vergangenen Partien pausieren musste, war glücklich, dass sie gegen Göppingen wieder komplett durchspielen konnte und ist nun heiß auf die Partie gegen den THC: „So ein Spiel ist das Beste was man sich wünschen kann. Wir wollen diesmal unbedingt gewinnen.“
 
Fokussiert mit Finale vor Augen

Der HCL ließ im letzten Heimspiel der Bundesliga-Saison vor knapp 2000 Zuschauern von Beginn an keine Zweifel aufkommen, das er sich für den Endspurt in Meisterschaft und Pokal warm werfen wollte. Nachdem Leipzig in den beiden vorherigen Partien gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte zu viele Gegentore kassierte, hatte Trainer Rentsch gegen die Frisch Auf Frauen eine bessere Abwehrleistung seiner Mannschaft gefordert. Das klappte zu Beginn ganz gut – immer wieder kam der HCL durch Ballgewinne in der Abwehr zu Tempogegenstößen und führte nach zehn Minuten 5:2. „Ich musste heute gar nicht so viel sagen, die Mädels waren sehr fokussiert mit dem Finale vor Augen“, meinte Rentsch.
 
Allerdings haperte es bis dahin noch an der Chancenverwertung. Das sollte sich jedoch ändern: Bis zur 20. Minute war der Gastgeber auf 12:5 davon gezogen. Nele Kurzke machte für die zuletzt erkrankte Katja Kramarczyk eine gute Figur im Tor, die Abwehr stand wie ein Fels in der Brandung. Vor allem Göppingens Topscorerin Michaela Hrbkova kam nicht zum Zug.
 
Rentsch wechselte bereits in Halbzeit eins fleißig durch, doch das tat der dem Spielfluss zunächst keinen Abbruch. Das Polster wuchs bis zur Pause auf beruhigende acht Tore an. Auch das taktische Mittel mit der siebenten Feldspielerin funktionierte ganz nach dem Geschmack des HCL.
 
Dankbar für die Chance

Vielleicht ein gutes Omen, das ausgerechnet Else-Marthe Soerlie Lybekk als Zuschauerin in der Arena saß. Sie holte mit dem HCL 2006 das letzte Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. Sie sagte bereits vor der Partie: „Die Mannschaft muss eigentlich Hunger auf Titel haben. Aber es ist ein großer Schritt nach oben.“
 
Gewarnt durch die Niederlage des THC vor drei Wochen in Göppingen legte der HCL nach der Pause sofort nach und erhöhte auf 22:13. Doch dann kam Leipzig der Torrausch etwas abhanden. Beim 24:17 nahm Rentsch eine Auszeit – die zeigte Wirkung – 26:17.
 
In der Schlussphase bekamen auch noch die ganz jungen ihre Einsatzzeiten. Nicole Roth durfte ins Tor, Nina Reißberg an den Kreis. Ausgerechnet die Kreisläuferin vom Juniorteam erzielte die erste zweistellige Führung zum 33:23 und gleichzeitig ihr Premierentor in der Bundesliga. „Vor drei Wochen sah es noch nicht so aus, als ob wir die Meisterschaft selbst in der Hand haben. Jetzt sind wir sehr dankbar, dass wir die Chance dazu haben“, sagte Anne Hubinger.

Anne Grimm
 
Statistik:

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco 4, Reißberg 1, Mietzner 1, Schulze 4, Kudlacz-Gloc 7, Hubinger 5, Lang 8, Diehl, Reimer 3, Minevskaja 4
Göppingen: Jochims, Lengyel, Brugger 6, Struijs 1, Zrnec, Weißer, Kinlend 8, Hrbkova 5, Guberinic 2, Leppert 1, Krhlikar 4, Petrinja
7-Meter: HCL: 2/1 Göppingen: 4/1
Zuschauer: 1994

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