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Klare Niederlage: HC Leipzig verpasst den Meistertitel

Thüringer HC feiert Klare Niederlage: HC Leipzig verpasst den Meistertitel

Bittere Niederlage für den HC Leipzig: Die Mannschaft von Trainer Norman Rentsch hat am Sonnabend beim Thüringer HC deutlich mit 20:31 verloren und damit den deutschen Meistertitel verpasst.

Tief enttäuscht: Luisa Schulze.

Quelle: Christian Modla

Bad Langensalza. Was für ein hart umkämpftes Meisterschaftsfinale. Der THC und der HCL haben sich in diesem letzten Bundesligaspiel der Saison 2015/16 nichts geschenkt. Am Ende hat die cleverere Mannschaft mit 31:20 (13:11) gewonnen. „Wir feiern die ganze Nacht, wie reißen mit den Fans die Halle ein. 31:20, ich kann es nicht fassen“, sagte eine überglückliche Kerstin Wohlbold vom THC, die ihren Kolleginnen zum sechsten Mal in Serie den Titel gewinnt. THC-Trainer Herbert Müller war nach dem Abpfiff völlig fertig. „Ich habe keine Stimme mehr, bin völlig heiser. Dieses Ergebnis und die zweite Halbzeit sind einfach unfassbar. Wir haben heute Geschichte geschrieben“, sagte der 53-Jährige, während das goldene Konfetti auf das Parkett regnete.

Die Leipzigerinnen ließen sich zunächst nicht von der Auswärtskulisse beeindrucken und führten schon nach neun Minuten mit 5:2. Das Team von Müller bewahrte aber die Ruhe und kämpfte sich Tor für Tor wieder heran. Nach einer Viertelstunde hieß 9:8 für die Gastgeberinnen.

Der HC Leipzig hat nach einer bitteren 20:31-Niederlage beim Thüringer HC die Deutsche Meisterschaft verspielt.

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Wie angespannt beide Gegner waren, zeigten die vielen technischen Fehler in der ersten Halbzeit. Auffällig beim HCL: Überzahlsituationen bei THC-Zeitstrafen blieben allesamt ungenutzt. Bis zur Pause hielt die Mannschaft von Trainer Norman Rentsch die Partie offen und ging mit einem knappen 11:13-Rückstand in die Kabine. Schön Geste der Leipzigerinnen: Das Trikot der verletzten Michelle Urbicht hing neben der Auswechselbank.

Den Start in den zweiten Durchgang verschlief der HCL dann aber vollkommen und brachte die Thüringerinnen damit auf den Weg zum nächsten Titel. Innerhalb von drei Minuten nach dem Wiederanpfiff zog der THC auf 16:11 davon. Passend zu dieser Phase war auch noch ein vergebener Siebenmeter von Shenia Minevskaja. „Wir haben Anfang der zweiten Halbzeit zu schnell zu viele Tore kassiert. Das darf man sich auf so einem Niveau nicht leisten. Wir brauchen jetzt alle etwas Zeit, um das zu verarbeiten“, sagte HCL-Trainer Norman Rentsch.

Eine Viertelstunde vor dem Ende war bereits an der Körpersprache zu sehen: Dieses Spiel kippt beim Stand von 22:15 nicht mehr. Dinah Eckerle grinste nach einer ihrer vielen Paraden im THC-Tor über das ganze Gesicht. Kurz darauf traf Anne Hubinger zwar für die Leipzigerinnen, lief aber mit gesenktem Blick zurück. "Wir haben heute nicht im Ansatz unsere Leistung gebracht", so HCL-Manager Kay-Sven Hähner.

Trotz der Enttäuschung über die verpasste Meisterschale darf der HC Leipzig mit der Saison zufrieden sein. In einer der spannendsten Spielzeiten der vergangenen Jahre musste er sich erst in der letzten Halbzeit der Saison dem Dauerrivalen geschlagen geben. Gelegenheit zur Revanche gibt es bereits in der kommenden Woche beim Final Four um den Pokal. Dann treffen beide Mannschaften im Halbfinale in Leipzig erneut aufeinander. "Da müssen wir uns deutlich steigern", so Hähner.

Matthias Roth/Anne Grimm

THC: Eckerle 1, Krause – Reshetnikova 1/1, van de Wiel 1, Scheffknecht 7, Frey 1, Pintea, Schmelzer 3, Snelder 3, Luzumova 3, Engel 3, Blase, Huber 5/2, Wohlbold 3

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth – Mazzucco 1, Mietzner 1, Hertlein, Schulze, Kudlac-Gloc 4, Hubinger 4, Lang 5, Diehl 1, Reimer, Minevskaja 4/3

Siebenmeter: THC 3/3, HCL 4/3

Zeitstrafen: THC 8 Minuten, HCL 6 Minuten

Zuschauer: 1100

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