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Mit Spielfreude und Zeitstrafen: HC Leipzig unterliegt knapp gegen Alba Fehervar

Letztes Spiel im EHF-Cup Mit Spielfreude und Zeitstrafen: HC Leipzig unterliegt knapp gegen Alba Fehervar

Spielfreude und eine über weite Strecken gut sortierte Abwehr reichten dem HC Leipzig im letzten Europacup-Spiel der Saison nicht. Mit nur neun Spielerinnen mussten sich die Blau-Gelben Gastgeber Alba Fehervar am Sonntag mit 29:27 (14:11) geschlagen geben.

Nele Reimer (HCL) huscht an Claudine Mendy (Alba) vorbei (Bild aus dem Hinspiel in Leipzig).

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der HC Leipzig verabschiedet sich mit einer extrem knappen Partie gegen Alba Fehervar aus dieser Europacup-Saison. Das Spiel im ungarischen Szekeszfehervar am Sonntagnachmittag gewannen die Gastgeberinnen mit 29:27 (14:11). Dabei konnte Leipzigs Trainer Norman Rentsch in Ungarn erneut nur auf eine Rumpftruppe zurückgreifen. Das blau-gelbe Lazarett ist nach wie vor gut gefüllt, und auch das Juniorteam war am Sonntag im Einsatz. Mit sieben Feldspielerinnen und zwei Torfrauen waren die Wechseloptionen begrenzt. Doch der HCL legte in der ersten Halbzeit gut vor, ging zwischenzeitlich mehrmals in Führung.

Dass bei den Leipzigerinnen Feuer drin war, veranschaulicht ein Blick auf die Zeitstrafen: Während der ungarische Erstligist ohne Zwei-Minuten-Strafe im ersten Durchgang blieb, waren die Gäste vier Mal in Unterzahl. Auch mit nur sechs Spielerinnen auf der Platte netzte Michelle Urbicht zum 8:10 ein, Alex Mazzucco sicherte sogar einen Drei-Tore-Vorsprung. Da waren noch gut fünf Minuten zu spielen. Dann schickten die Unparteiischen erst Luisa Sturm, kurz darauf beim Stand von 11:11 noch Nele Reimer von der Platte. Ein Treffer von Fehervars Claudine Mendy in der 30. Minute ins leere Tor der Leipziger sorgte für den 14:11-Halbzeitstand.

HCL-Spielerinnen bekommen nur bei Zeitstrafen eine Pause

Nach der Pause kam der HCL druckvoll ins Spiel. Mazzucco verkürzte. Nach knapp fünf Minuten waren Leipzig und Fehervar gleichauf (15:15). Da Luisa Sturm aber eine gegnerische Spielerin unsanft angegangen war, erhielt sie die nächste Zwei-Minuten-Strafe. Insgesamt sollte der HC 12 Zeitstrafen sammeln – zehn mehr als Alba. Im zweiten Durchgang wirkte die Abwehr der Leipziger gut sortiert, die Zuordnung stimmte. Der HCL zeigte am Sonntag große Freude am Spiel.

In der 50. Minute traf eine gut aufgelegte Alex Mazzucco zum zwischenzeitlichen 23:23-Ausgleich. Das Team von Trainerin Rita Deli offenbarte eklatante Abschlussschwächen. Einige Würfe gingen freistehend meterweit am Kasten vorbei. Fünf Minuten vor dem Abpfiff brachte Nele Reimer den HC nach einer halben Stunden wieder in 26:25-Führung. In Unterzahl geriet der HCL aber erneut ins Hintertreffen und musste sich zum Ausgleich kämpfen.

Claudine Mendy überwand 20 Sekunden vor Schluss nochmals Kapitän und Keeperin Katja Kramarczyck. Trainer Rentsch ging danach in die Vollen. „Egal, ob wir hier mit zwei Toren verlieren! Wir wollen den Punkt!“ Der HCL startete den finalen Angriff mit sieben seiner acht mitgereisten Feldspielerinnen. Doch Fehervar kam an den Ball. Dieser landete kurz darauf zum letzten Mal am Sonntag im Leipziger Tor: 29:27 für die Gastgeberinnen. Als Tabellenletzter der Gruppe B im EHF-Cup war das Ausscheiden für die Rentsch-Truppe schon vorher sicher.

Nach dem EHF-Cup: Entspannung im HCL-Spielplan

Das internationale Geschäft hat der HCL in dieser Saison nun hinter sich gebracht. Mit Champions League, später EHF-Cup, teilweisen Einsätzen in der Nationalmannschaft, dazu Pokal und Liga-Alltag kämpften die Leipzigerinnen zuletzt am Rande ihrer Möglichkeiten. Verletzungen und Krankheiten häuften sich, oft musste Trainer Norman Rentsch auf den Juniorenkader zurückgreifen, oder wie am Sonntag mit einer Rumpftruppe auflaufen. Auch wenn sich der Spielplan nun etwas entspannt, Zeit zum Durchatmen bleibt kaum. Denn am Mittwoch reisen die Leipziger nach Göppingen. Mittwoch, 19.30 Uhr, geht es gegen Frisch Auf los.

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