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Nach heißem Kampf: HC Leipzig steht im Final Four des DHB-Pokals

DHB-Pokal Nach heißem Kampf: HC Leipzig steht im Final Four des DHB-Pokals

Packende Partie mit Happy End: Der HC Leipzig biss sich an der TuS Metzingen lange Zeit die Zähne aus. Erst in den letzten zehn Minuten zeigte das Rentsch-Team wahren Siegeswillen und darf weiter vom Pokalsieg träumen.

Der HCL hat sich am Mittwochabend gegen die Tussies aus Metzingen durchgesetzt.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der Jubel kannte nach dem Abpfiff keine Grenzen: Die Handballerinnen des HC Leipzig sind in die Endrunde des DHB-Pokals eingezogen. Im Viertelfinale gewann das Team von Trainer Norman Rentsch in einer lange Zeit spannenden Partie am Mittwoch gegen den Liga-Kontrahenten TuS Metzingen mit 32:27 (14:14). Nun will sich der HCL auch für die Ausrichtung des Endrundenturniers am 21. und 22. Mai bewerben.
 
„Das Final Four war ein großes Ziel, das wir unbedingt erreichen wollten. Verein und Stadt haben vor zwei Jahren bewiesen, dass sie hier etwas tolles auf die Beine stellen können“, sagte HCL-Kapitän Katja Kramarczyk. „Wir werden alles dafür tun, das Turnier zu bekommen“, versicherte Manager Kay-Sven Hähner. „Mit diesem Sieg haben wir uns einen Höhepunkt für das Saisonende geschaffen“, freute sich Coach Rentsch.

Die Handballfrauen des HC Leipzig haben am Mittwochabend im Pokalviertelfinale den TuS Metzingen besiegt und stehen damit im Final Four.

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Wie erwartet war es von Beginn an ein Duell auf Augenhöhe – nach fünf Minuten prangte ein 2:2 auf der Anzeigetafel. Geburtstagskind Michelle Urbicht, die 22 Jahre jung wurde, nahm die starke Nationalspielerin Anna Loerper per kurzer Deckung aus dem Spiel. Doch die Tussies ließen sich nicht beeindrucken und gingen durch zwei Treffer über Rechtsaußen 4:2 in Führung.
 
Weil Metzingen wie eine Wand in der Abwehr stand, hatte der HCL nach zehn Minuten erst drei Tore erzielt, zwei davon vom Siebenmeterpunkt. In Überzahl kamen die Rentsch-Schützlinge wieder auf 7:7 heran. Im Tor bekam Nele Kurzke für die glücklose Kramarczyk ihre Chance. Und prompt stand beim 9:8 die erste Leipziger Führung der Partie zu Buche. Der HCL packte besser in der Abwehr zu und zog durch drei schnelle Konter auf 12:9 davon. Weil der Gastgeber nun aber fast durchweg in Unterzahl agierte, kam Metzingen bis zur Halbzeit wieder auf 14:14 heran.

Trainer Rentsch nimmt die Auszeit
 
Die Tussies kamen frischer aus der Kabine. Der HCL bekam Spielmacherin Loerper einfach nicht in den Griff. Beim Stand von 14:16 hatte die Nationalspielerin mit acht Toren die Hälfte der Gästetreffer erzielt. Coach Rentsch nahm eine Auszeit, als sein Team zwei Konter in Folge kassierte und mit 17:20 ins Hintertreffen geriet. „Wir haben lange nicht besonders gut gespielt, hatten es aber auch schwer, weil wir fast ständig in Unterzahl gespielt haben. Umso grandioser, dass wir so zurückkommen“, freute sich Manager Hähner.
 
Die beiden HCL-Kapitäne setzten nun die Akzente – Kramarczyk hielt einen freien Wurf, Kudlacz-Gloc traf zweimal in Folge – 19:20. Aber die Tussies zogen sogar in Unterzahl wieder auf drei Tore davon. Doch der HCL steckte nicht auf: Beim 23:23 in der 48. Minute standen die Zuschauer auf den Rängen.
 
Nun war die Zeit der Leipzigerinnen gekommen, die ihre Chancen endlich nutzten und auf 27:24 erhöhten. Die Gäste nahmen eine Auszeit. Doch auch in Unterzahl blieben die Blau-Gelben mit drei Treffern vorn. Als Shenia Minevskaja in der 55. Minute per Siebenmeter zum 28:24 traf und kurz darauf auch das 29:25 erzielte, hatte sie ihrem Ex-Verein den Zahn gezogen. „Es war heute ein entscheidendes Spiel für Shenias Entwicklung. Sie hat den Erfolg am Ende mit beeinflusst“, sagte Rentsch.

In einer weiteren Pokalpartie standen sich am Abend Blomberg-Lippe und Neckarsulm gegenüber. Das Heimteam verzeichnete einen 28:22-Sieg und qualifizierte sich damit ebenfalls für das Final Four. Die beiden letzten Viertelfinalbegegnungen werden am 10. Januar (Borussia Dortmund - SVG Celle) und am 23. März (VfL Oldenburg - Thüringer HC) ausgetragen.
 
Statistik

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco 3, Peter, Hertlein, Schulze 3, Kludlacz-Gloc 10, Hubinger 3, Lang 4, Reimer, Minevskaja 8/6, Reißberg, Urbicht 1

TuS: Stockhorst, Kubasta, Stefani, Loerper 10/4, Loseth, Dinkel 3, Großmann 3, Weigel, Vollebregt 5, Michielsen, Temes 3, Behnke 3

Siebenmeter: HCL: 6/6 TuS: 5/4

Zuschauer: 1490

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