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Nationalspielerin Hubinger wirft HCL zum Sieg gegen Buxthude - gutes Omen vor Pokalkracher

Heimerfolg Nationalspielerin Hubinger wirft HCL zum Sieg gegen Buxthude - gutes Omen vor Pokalkracher

Vierter Spieltag, dritter Sieg: Die Handballerinnen des HC Leipzig konnten sich am Mittwoch gegen Tabellennachbarn Buxtehude durchsetzen. Eine Spielerin überzeugte dabei besonders.

Der HCL feiert einen Sieg gegen Tabellennachbarn Buxtehude.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Egal ob vom Punkt oder aus dem Rückraum: Anne Hubinger war am Mittwochabend gegen den Buxtehuder SV kaum zu stoppen. Zwölf Tore erzielte die Linkshänderin und sagte im Anschluss freudestrahlend: „Es lief einfach. Wenn man einmal trifft, dann hört man nicht auf.“

35:32 (18:17) stand am Ende auf der Anzeigetafel – drei Tage vor dem Duell im DHB-Pokal in Buxtehude erstmal ein zufriedenstellendes Ergebnis, meinte die Nationalspielerin und warnte gleichzeitig: „Wir müssen unsere vielen, kleinen Fehler bis zum Samstag abstellen, sonst verlieren wir dort.“ Trainer Norman Rentsch fordert von seinem Team als Titelverteidiger: „Wir wollen den Schwung jetzt mitnehmen.“

Im ersten Aufeinadertreffen der Woche hat der HC Leipzig in der heimischen Arena mit 35:32 gegen den Buxtehuder SV gewonnen. Am Samstag können die Nordlichter im Pokal allerdings eine Revanche klar machen. (Bilder: Christian Modla)

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Der HCL erwischte im Bundesliga-Duell einen denkbar schlechten Start und lag nach drei Minuten 2:5 im Hintertreffen. Trainer Rentsch nahm bereits eine Auszeit. Die Ansage zeigte Wirkung: Mit vier Toren in Folge ging der Gastgeber beim 6:5 erstmals in Führung. Dank einer starken Katja Kramarczyk zwischen den HCL-Pfosten blieb es knapp, aber meist lag Buxtehude mit zwei Treffern in Front. Das Fehlen von Luisa Schulze, die sich mit Rückenproblemen herumplagt, machte sich in der Abwehr bemerkbar – immer wieder versuchten es die Gäste über den Kreis. Zudem kassierte der HCL viele Gegentreffer durch Tempogegenstöße.
 
Doch dann nutzte Leipzig eine Zwei-Minuten-Strafe der Gäste und das leere Tor für zwei Treffer in Folge zur 16:14-Führung. Mit einem knappen Vorsprung aber einer unverständlichen Zeitstrafe gegen Anne Hubinger, die nach einem erfolgreich verwandelten Siebenmeter beim zurück laufen einen Ball an den Rücken bekam, ging es in die Kabine.  

Hubinger neue Siebenmeterschützin 

Die am Mittwoch für die Nationalmannschaft nachnominierte Rückraumspielerin avancierte an diesem Abend zum neuen Siebenmeterkiller. Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb Hubinger vom Punkt zweimal cool. In dieser Saison soll die 23-Jährige als dritte Kraft am Punkt einspringen, wenn es bei Shenia Minevskaja oder Karolina Kudlacz-Gloc mal nicht klappt. „Bei ihr war es nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten platzt und sie Verantwortung übernimmt“, lobte Coach Rentsch. Vorne sorgte die Linkshänderin auch immer wieder aus dem Spiel für Akzente.
 
Leipzig stand nun sicherer in der Deckung, schaffte bis zur 45. Minute ein beruhigendes 28:24-Polster. Die beiden Neuzugänge Tamara Bösch und Hildigunnur Einarsdottir, genauso wie Nachwuchsspielerin Nele Reimer fügten sich an diesem Abend bravourös beim HCL ein. Acht Minuten vor dem Ende versuchte es BSV-Coach Dirk Leun beim 33:28 nochmal mit einer Auszeit, vergeblich. „Der Sieg war gut, weil die Zeit bis zum nächsten Duell nur kurz ist, er gibt uns Selbstvertrauen“, sagte die Frau des Abends.
 
Anne Grimm
 
Statistik :
HCL: Kramarczyk 1, Kurzke, Roth, Mazzucco 1, Einarsdottir 3, Kudlacz-Gloc 4, Bösch 3/1, Hubinger 12/3, Lang 8, Reimer 2, Minevskaja 1, Rode
BSV: Rühter, Gronemann, Meyer 3, Fischer 3/1, Gubernatis 7, Knippenborg, Schirmer 4, Oldenburg 5, Bölk 5/2, Goos 1, Kaiser, Hayn 1, Prior 3
7-Meter: HCL: 7/4 BSV: 4/3
2-Minuten: HCL: 2 BSV: 2
Zuschauer: 1281

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