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Saisonfinale: HC Leipzig siegt zuhause gegen Göppingen

Frauen-Handball-Bundesliga Saisonfinale: HC Leipzig siegt zuhause gegen Göppingen

Lizenz, Saisonabschluss, Abschiede: Für die Spielerinnen und das Team des HC Leipzig war das Duell gegen Frisch Auf Göppingen am Sonnabend das Finale einer ereignisreichen und emotionalen Woche. Doch die Handballerinnen erkämpften sich vor heimischer Kulisse einen Heimsieg.

Für den HCL war das Saisonfinale Abschluss einer turbulenten Woche.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Insgesamt war es eine turbulente Woche für den HC Leipzig. Zuerst entschied sich der Leipziger Stadtrat, dem verschuldeten Verein mit einer 200.000 Euro starken Finanzspritze auszuhelfen. Dann erteilte der Ligaverband HBF den Handballerinnen die Lizenz für die kommende Saison – allerdings geknüpft an Bedingungen. Zum Saisonabschluss am Sonnabend schließlich gewann das Team von Trainer Norman Rentsch gegen Frisch Auf Göppingen mit 33:27 (16:13).

Vor 1366 Zuschauern in der heimischen Arena ragte Nationalspielerin Anne Hubinger in ihrer letzten Partie für Leipzig mit zehn Toren heraus. Bei den Gästen aus Göppingen erzielte Michaela Hrbkova acht Treffer. Wie die gesamte Saison gestaltete sich auch der letzte Bundesliga-Spieltag aufregend und emotional. Nach der Partie wurden neben Hubinger auch Shenia Minevskaja, Franziska Mietzner, Karolina Kudlacz-Gloc, Luisa Sturm sowie Saskia Lang verabschiedet – sechs Spielerinnen, die den HCL vor allem aufgrund der ungewissen Zukunft und den Schulden verlassen.

Lizenz, Saisonabschluss, Abschiede: Für die Spielerinnen und das Team des HC Leipzig war das Duell gegen Frisch Auf Göppingen am Sonnabend das Finale einer ereignisreichen und emotionalen Woche.

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Hinein ins Spiel: Den ersten Treffer des Abends setzte Hubinger für die Hausherrinnen, doch Göppingen gelang schnell der Ausgleich. Das Spiel war in den ersten Minuten ausgeglichen, ein ums andere Mal konnten die Gäste nachziehen. Erst durch eine kleine Durstsrecke von Frisch Auf gelang es den Leipzigerinnen, etwas Vorsprung herauszuspielen: Nach einem Doppeltreffer von Hubinger stand es 12:8 (21. Minute).

Trotz Zwei-Minuten-Strafen für Joanna Rode (21.) und Luisa Sturm (23.) konnte sich der HCL zunächst weiter absetzen (15:9). Doch Göppingen zog deutlich an. Kurz vor der Halbzeit nahm Trainer Norman Rentsch dann die Auszeit – denn die zwischenzeitlich klare Führung war in den letzten Spielminuten geschmolzen. Bei einem Stand von 16:13 ging es schließlich in die Pause.

In der zweiten Hälfte konnte sich der HC zunächst nicht weiter absetzen, im Gegenteil: Immer wieder gelang es den Gästen, in Führung zu kommen. Doch auch die Leipzigerinnen ließen sich nicht komplett abschütteln. Erst in der 47. Minute brachte Tamara Bösch den HC wieder nach vorn: 23:22.

Das ließen sich die Hausherrinnen nicht mehr nehmen. Pauline Uhlmann gelang bei ihrem ersten Bundesligaeinsatz in der 57. Minute ihr erster Treffer für die Leipzigerinnen: 31:26. Mit ihrem zehnten Tor macht Hubinger den Sack endgültig zu.

Am Ende trennten sich der HCL und Göppingen 33:27. Damit können sich die Leipzigerinnen über einen versöhnlichen Saisonsabschluss nach einer turbulenten Saison freuen. Doch noch ist unklar, wann die verbleibenden Spielerinnen komplett durchatmen können - und ob der Verein die von der Stadt und dem Ligaverband gestellten Bedingungen erfüllen kann.

jhz (mit dpa)

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