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Schnell, knapp und hart umkämpft: Der HC Leipzig ringt Blomberg-Lippe nieder

Schnell, knapp und hart umkämpft: Der HC Leipzig ringt Blomberg-Lippe nieder

Im letzten Spiel des Jahres besiegte der HCL in einer packenden und schnellen Partie die HSG-Blomberg Lippe mit 32:28 (14:12). Die Gäste aus der Nähe von Bielefeld boten den Blau-Gelben am Dienstagabend über weite Strecken die Stirn und brachten sie teilweise arg in Bedrängnis.

Leipzig.

Alexandra Mazzucco legte 40 Sekunden nach Anpfiff das 1:0 vor. Fünf Minuten später stand es bereits 4:1. Doch ein durch Laura Magelinskas verwandelter Siebenmeter in der sechsten Minute brachte die Gäste wieder ins Spiel zurück. Hatte der HCL bis dahin die Partie mit hohem Tempo noch dominiert, taten sich nun in der Abwehr große Lücken auf. Katja Schülke im Kasten der Leipziger konnte das Gröbste verhindern, dennoch holte die HSG Blomberg-Lippe sukzessive auf.

Ein weiterer Siebenmeter von Magelinskas in der 10. Minute sorgte für den Ausgleich. Beim HCL ging in dieser Phase des Spiels nichts zusammen: Ballverluste, Fehler im Aufbau und der Deckung. Die HSG ihrerseits verstand es gekonnt, Karolina Kudlacz aus dem Spiel zu nehmen. Beim Stand von 5:9 zog Leipzigs Trainer Rentsch die grüne Karte und nahm eine Auszeit in der 17. Minute. „Für uns war das eine Art Spiel der Wahrheit“, gab der Coach nach Abpfiff zu Protokoll. „Man hat gesehen, dass die Nationalspielerinnen noch etwas müde waren.“

Karolina Kudlacz warf einen Siebenmeter in die Hände von Keeperin Isabell Roch. Die einzige Torfrau, welche die Gäste aus Nordrhein-Westfalen am Dienstag aufbieten konnten. Erst ein Treffer von Alex Mazzucco in der 19. Minute ließ den Knoten beim HCL platzen. Mit einem Mal stand die Abwehr der Blau-Gelben schier unüberwindlich, auch im Angriff fand die Rentsch-Sieben wieder Lösungen. Luisa Schulze und erneut Mazzucco verkürzten. Letztere dergestalt, dass anschließend ein neuer Ball gebraucht wurde.

Anne Hubinger in ungewohnter Rolle - Michelle Urbicht ganz stark

Durch den Ausfall von Saskia Lang und den Weggang von Maura Visser (die am Montag bei Viborg HK unterschrieben hat), kam Anne Hubinger auf deutlich höhere Spielanteile. In der 23. Minute fasste sie sich ein Herz und traf zum 10:10-Ausgleich. Während Schulze die Abwehr dirigierte und Schülke Siebenmeter parierte, lief Michelle Urbicht zu großer Form auf und traf binnen kürzester Zeit drei Mal. Mit 14:12 ging es in die Pause.

Zunächst kam der HCL besser in die zweite Halbzeit, doch mit schnellen, kraftvollen Vorstößen blieb das Team von Trainer André Fuhr auf Tuchfühlung. Über zwei Tore wollte der Vorsprung der Gastgeberinnen zunächst nicht ansteigen. Luisa Schulze jagte schließlich das 20:17 ins Tor. Doch Blomberg hielt weiter dagegen. Die frühere Leipzigerin Gordana Mitrovic spielte im letzten Viertel stark auf: drei Tore in Folge für Blomberg-Lippe. Aber der HCL hielt die Gäste auf Abstand. Erst Xenia Smits konnte den 24:23-Anschlusstreffer einnetzen. Doch Urbicht – ganz stark an diesem Abend – traf gleich darauf zum sechsten Mal. „Es ist schön, dass ich mehr Vertrauen bekomme“, so Urbicht nach der Partie. Sie spüre keinen Druck derzeit. „Es macht Spaß.“

Fünf Minuten vor Abpfiff standen die Leipziger in Unterzahl auf dem Feld und Xenia Smits nutzte die Chance und erzielte den 27:27-Ausgleich. Rentsch nahm eine Auszeit. Karolina Kudlacz traf kurz darauf und ganz knapp lag der HCL wieder in Führung. Anne Hubinger glückte anschließend einer ihrer unzähligen Würfe und schon war die Heimmannschaft wieder in der Spur. Luisa „Schmu“ Schulze setzte noch einen drauf. Karo Kudlacz – mit neun Treffern beste Werferin – markierte in den letzten Sekunden noch das 32:28. Mit vier Toren Vorsprung triumphierte am Ende das Team in Blau-Gelb.

Bereits am den 3. Januar stehen die Damen des HCL wieder zum Heimspiel auf der Platte, wenn auch vor der ungewohnten Kulisse der Ernst-Grube-Halle. In der vierten Pokal-Runde treten die Leipzigerinnen gegen den Liga-Vize VfL Oldenburg an. Dieser hat am Mittwoch denkbar knapp mit 30:29 gegen Buxtehude verloren. Norman Rentsch zur Partie am Samstag: "Wenn wir gewinnen sind wir im Final Four. Wir erwarten einen schweren Januar mit acht Spielen. Das wird sehr sportlich." Angeworfen wird um 14 Uhr.

Statistik:

HC Leipzig:

Katja Schülke (T), Nicole Roth (T), Alexandra Mazzucco (5), Anne Müller, Helena Hertlein (1), Luisa Schulze (7), Karolina Kudlacz (9 - 5/4), Anne Hubinger (4), Kaya Diehl, Nele eimer, Roxana-Alina Ioneac, Michelle Urbricht (6), Isa-Sophia Rösike

Zeitstrafen: 4 x 2 Minuten

Verwarnungen: 3

HSG Blomberg-Lippe:

Isabell Roch (T), Kim Wahle, Laura Rüffieux, Franziska Müller (6), Xenia Smits (7), Leonie Limberg, Noelle Frey (2), Laura Magelinskas (4 - 3/2), Lisa Borman-Rajes, Denise Großheim, Gordana Mitrovic (4), Alicia Stolle (2), Jelena Markovic

Zeitstrafen: 5 x 2 Minuten

Verwarnungen: 4

Zuschauer:

2392

Johannes Angermann

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