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Starke Schlussphase bringt HCL den Sieg im Achtelfinal-Hinspiel

EHF-Cup Starke Schlussphase bringt HCL den Sieg im Achtelfinal-Hinspiel

Schwere Geburt: Der HC Leipzig lag in eigener Halle gegen den türkischen Club Muratpasa bis eine Viertelstunde vor Schluss hinten. Eine freche Alexandra Mazzucco ebnete mit fünf Toren in fünf Minuten am Ende den Weg für den Erfolg.

Alexandra Mazzucco ebnete mit fünf Toren in fünf Minuten am Ende den Weg für den Erfolg.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. 45 Minuten lang quälte sich der HC Leipzig im Hinspiel des Europapokal-Achtelfinals gegen Muratpasa Belediyesi, um in der Schlussphase dann doch noch einen deutlichen Sieg einzufahren. Vor 2478 Zuschauern in der Arena Leipzig gewann das Team von Trainer Norman Rentsch mit 33:26 (13:16). Erfolgreichste Werferinnen waren dabei die beiden deutschen Nationalspielerinnen Alexandra Mazzucco und Shenia Minevskaja mit je acht Treffern. „Für uns ist es gut, dass wir nach diesem Hinspiel jetzt gewarnt sind“, sagte Coach Rentsch.

Die Partie begann mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten und beim 2:3 geriet der HCL nach einem Treffer der ehemaligen THC-Spielerin Julia Snopova erstmals in Rückstand. Bei den Blau-Gelben lief vor allem im Angriff nicht viel zusammen. Eine vergebene Chance folgte der anderen. Nach zehn Minuten hatte das Rentsch-Team drei seiner vier Tore per Siebenmeter erzielt.

Der HC Leipzig lag in eigener Halle gegen den türkischen Club Muratpasa bis eine Viertelstunde vor Schluss hinten. Doch dann drehte das Team von Trainer Norman Rentsch die Partie noch und gewann mit 33:26. Fotos: Christian Modla

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Mit drei Treffern in Serie kämpfte sich der Gastgeber auf 7:8 heran, auch weil Katja Kramarczyk dreimal in Folge ihren Kasten sauber hielt. Doch beim 9:9 nach 20 Minuten hieß es: Wie gewonnen, so zerronnen. Muratpasa ließ die HC-Abwehr alt aussehen: 9:12. Katastrophal auf HCL-Seite vor allem die Anzahl der leichtfertig vergebenen Konterchancen. Doch auch mit 16 Gegentreffern kassierten die Leipzigerinnen so viele wie lange nicht in einer ersten Halbzeit.

„Nicht so verkrampft sein“

In der Pause wäre sicher jeder gerne Mäuschen in der Kabine des HCL gewesen. Trainer Rentsch hatte reichlich Gründe, um unzufrieden zu sein und seiner Mannschaft die Leviten zu lesen. Saskia Lang verriet: „Er hat an uns appelliert, dass wir in diesem Wettbewerb Spaß haben und nicht so verkrampft sein sollen.“ Rentsch fügte hinzu: „Ich habe versucht, die Mannschaft in der Kabine positiv zu pushen.“

Doch auch der Start in Halbzeit zwei ließ nicht auf eine Kehrtwende hoffen: Nach 40 Minuten lagen die Blau-Gelben immer noch 17:20 zurück. Rentsch nahm beim 19:21 eine Auszeit und probierte es dann im Angriff mit dem taktischen Mittel einer siebenten Feldspielerin. Beim 21:21 gelang der erste Ausgleich seit dem 9:9. Jetzt sollte die Zeit des HCL geschlagen haben: Ein Dreierpack von Alexandra Mazzucco brachte das 25:22. „Ich wusste, dass es an uns selber lag und hatte immer das Gefühl, dass wir es noch wenden können, wenn wir endlich zu unserer Stärke finden“, erklärte Mazzucco.

Gegner im Rückspiel in der Abwehr den Zahn ziehen

Nun war der Wille des Gegners gebrochen. Die schnelle Rechtaußen legte bis zum 28:23 noch zwei weitere Tore nach. „Das tat schon gut, mal wieder so oft zu treffen. Aber wenn man ein Tempospiel aufziehen kann, liegt es immer an der ganzen Mannschaft“, sagte Mazzucco. Am Ende brachte es der HCL noch auf ein Polster von sieben Toren für das Rückspiel kommenden Samstag. „Dort müssen wir dem Gegner gleich in der Abwehr den Zahn ziehen und sie gar nicht erst ins Spiel kommen lassen“, blickte Lang bereits voraus.

Schon am Mittwoch ist der HCL das dritte Mal innerhalb einer Woche zu Hause gefordert. Nach Siegen im DHB-Pokal-Viertelfinale gegen Metzingen und dem Achtelfinal-Hinspiel im EHF-Cup gegen Muratpasa heißt der Gegner in der Bundesliga Bayer Leverkusen.

Von Anne Grimm

Statistik:

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Mazzucco 8, Peter, Hertlein, Schulze 2, Kludlacz-Gloc 6, Hubinger 4, Lang 3, Diehl, Minevskaja 8/6, Reißberg, Urbicht 2, Mietzner

7-Meter: HCL: 6/6 Muratpasa: 3/2

Zuschauer: 2478

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