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Tabellenspitze verloren: HC Leipzig unterliegt im Spitzenspiel dem deutschen Meister

Tabellenspitze verloren: HC Leipzig unterliegt im Spitzenspiel dem deutschen Meister

Leipzig. 40 Minuten war es das mit Spannung erwartete Spitzenspiel, dann brach der HC Leipzig gegen den Thüringer HC ein. Die Mannschaft von Thomas Örneborg muss mit der 24:28 (12:15)-Niederlage auch die Tabellenführung an den deutschen Meister abgeben.

Vor einer gigantischen Kulisse von 4361 Zuschauern war es die dritte Heimspielpleite in Folge.

 

„Es ist zum kotzen“, wetterte Maura Visser nach dem Abpfiff. „Wir kriegen es einfach nicht hin, gegen den THC alle 100 Prozent auf das Feld zu bringen“, sagte die HCL-Spielmacherin, die mit fünf Toren neben Karolina Szwed Örneborg am erfolgreichsten war.

Die Partie begann mit einem regelrechten Feuerwerk an Toren. Bereits nach drei Minuten stand es 3:3. Der Meister aus Thüringen legte vor, der Spitzenreiter aus Leipzig zog nach. Beim 5:4 ging der HCL erstmals in Führung und baute diese auf 6:4 aus. Doch dann begann die Zeit der THC-Torgarantin Alexandrina Barbosa. Sie brachte ihr Team mit vier Treffern innerhalb von drei Minuten wieder auf 10:10 heran. Auch Bundestrainer Heine Jensen ließ sich das Duell der Spitzenteams nicht entgehen, resümierte: „Die Partie war von einer enormen Dynamik geprägt. Aber auch die großartige Atmosphäre in der Leipziger Arena hat mich sehr beeindruckt.“

Das rasante Tempo der ersten Viertelstunde konnten beide Mannschaften nicht halten. Trotzdem war es die Werbung für den deutschen Frauen-Handball, die sich HCL-Spielerin Susann Müller gewünscht hatte. Bitter für die Leipzigerinnen: Nach zehn Toren bis zur 15. Minute gelang bis zur Pause im Abschluss nicht mehr viel. Während die Mannschaft von Trainer Örneborg noch zwei Treffer erzielte, brachte die Müller-Sieben noch sechs Tore im Kasten des HCL unter.

Ratlose Leipzigerinnen

Eine gut aufgelegte Maike März hielt dem THC auch in Halbzeit zwei den Rücken frei. Probleme bekamen die Leipzigerinnen außerdem, weil ihnen nicht viel einfiel, als Thüringen Susann Müller in Manndeckung nahm und offensiv verteidigte. „In dieser Phase haben wir keine Lösungen gefunden, zu viele Bälle weggeschmissen. Das hat uns am Ende das Genick gebrochen“, sagte Leipzigs Nationalspielerin Natalie Augsburg.

Der HCL ließ im Angriff zu viele Chancen liegen und kam deshalb nie auf mehr als einen Treffer heran. Das nutzte der THC, um sich bis zur 42. Minute ein Polster von vier Toren zu erarbeiten. Dann brachen die Gastgeberinnen ein. Es war ein ähnliches Bild, wie in den vergangenen zwei Champions-League-Partien gegen Krim Ljubljana und IK Sävehof. Weil der Ausgleich nach der Pause nie gelang, zog der Gegner den Leipzigerinnen irgendwann den Zahn. Der THC fügte dem HCL damit am neunten Spieltag die erste Saison-Niederlage in der Bundesliga zu. „Natürlich bin ich sehr enttäuscht, aber es war nur ein Spiel von vielen. Der THC ist nun einen Punkt vor uns, mehr nicht“, sagte Örneborg.

 

Statistik:

 

HCL: Herrmann, Plöger, Visser 5, Mazzucco, Augsburg 3, Bont 1, Kudlacz 3, Lang 4, Szwed Örneborg 5, Müller 3,

 

THC: Krause, März, Frey 7, Gros, Smeets, Snelder 1, Luzumova 2, Engel, Blase, Mietzner 2,

Jakubisova 6, Wohlbold 2, Barbosa 8

 

Siebenmeter: HCL: 1/1, THC: 4/4

 

Zuschauer: 4361

Anne Grimm

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