Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Thüringer HC gewinnt DHB-Pokal - HC Leipzig erkämpft sich bei Jensen-Abschied Platz drei

Thüringer HC gewinnt DHB-Pokal - HC Leipzig erkämpft sich bei Jensen-Abschied Platz drei

Mit einem wahren Handball-Feuerwerk hat der deutsche Frauen-Meister Thüringer HC zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte auch den DHB-Pokal geholt und damit das Double geschafft.

Göppingen. Die Mannschaft von Trainer Herbert Müller gewann am Sonntag vor 2500 Zuschauern, darunter Handball-Legende Bernhard Kempa, in Göppingen die Neuauflage des Bundesligafinales mit 27:25 (14:13) gegen den Buxtehuder SV.

Das Spiel um Platz drei gewann der entthronte deutsche Meister HC Leipzig schmeichelhaft mit 23:22 gegen den Süd-Zweitligisten HSG Bensheim-Auerbach und spielt somit im EHF-Cup der Pokalsieger, da der THC und Buxtehude in der Champions League antreten.

„Unglaublich, das ist der Wahnsinn. Gleich in meinem ersten Jahr das Double, die Mannschaft ist einfach sensationell. Wir wollten unbedingt das Finale gegen Buxtehude und haben auch verdient gewonnen“, sagte THC-Coach Müller, der 2005 und 2006 schon mit dem 1. FC Nürnberg den silbernen Pott holte. Beste Werferinnen beim THC waren die sechsmal erfolgreiche Nadja Nadgornaja sowie Danick Snelder, Kerstin Wohlbold und Idalina Mesquita Borges mit je vier Treffern. Bei Buxtehude trafen Isabell Klein und Friederike Lütz mit jeweils sechs Toren am besten.

php16a02001b4201105221747.jpg

Göppingen. Eine Woche nach dem Gewinn des ersten deutschen Meistertitel haben sich die Handballerinnen des Thüringer HC auch den DHB-Pokal geholt. Die Mannschaft siegte am Sonntag in Göppingen in einem hochklassigen Finale gegen den Buxtehuder SV mit 27:25 (14:13). Das Spiel um Platz drei gewann der entthronte deutsche Meister HC Leipzig und spielt somit im EHF-Cup der Pokalsieger.

Zur Bildergalerie

Wie heftig die Meisterschafts-Feiern im Freistaat waren, zeigte der Ausfall von Pearl van der Wissel, die sich dabei die Schulter ausgekugelt hatte. Bei den Feierlichkeiten nach Schlusspfiff tanzte die Niederländerin auf wieder an vorderster Front. Doch die Thüringerinnen begannen trotz dieses Ausfalls furios und lagen bereits nach acht Minuten mit 5:1 in Front. Selbst der ansonsten ausgeglichene Buxtehude-Coach Dirk Leun reagierte stocksauer mit einer Auszeit. Danach fing sich der BSV und konnte auf 5:7 verkürzen. Doch wie im gesamten Saisonverlauf hatte der THC immer die besseren Personal-Alternativen gerade auf den Rückraumpositionen und konnte somit auch das Tempo hochhalten.

Am Ende hatte der Thüringer HC stets die bessere Antwort, und auch im Tor war diesmal Maike März deutlich stärker als Jana Krause im Buxtehuder Gehäuse. Die Vorentscheidung in der hochklassigen Begegnung fiel in der 53. Minute, als die Brasilianerin Idalina Mesquita Borges aus spitzem Winkel den Ball zum 27:23 ins Tor drehte.

Danach brachen alle Dämme und die THC-Spielerinnen feierten zusammen mit Göppingens Männer-Mannschaft, die am Samstag den EHF-Cup gewonnen hatte, ihren Coup auf dem Podium. „Einen besseren Abschied kann man sich nicht wünschen“, sagte die scheidende Stephanie Subke. THC-Präsident Karsten Döring war sichtlich beeindruckt und meinte nur leise: „Wir haben wohl in dieser Saison vieles richtig gemacht.“

Über Neuzugänge wollte er ebenso wenig reden wie Coach Müller: „Die Namen lassen wir jetzt nicht raus. Jetzt ist es an der Zeit, dieser Mannschaft zu huldigen, das sind die Handball-Königinnen von Deutschland“, betonte Müller und fügte schmunzelnd an: „Eigentlich kann ich meine Zelte in Thüringen wieder abbrechen, wenn ich gleich im ersten Jahr das Double hole.“ Doch die nächste Herausforderung sieht der Meistertrainer wohl auf internationaler Ebene.

Frank Kastner, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte