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HC Leipzig
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Titel-Kampf: HCL bleibt nach Sieg gegen Dortmund im Rennen

Handball-Damen Titel-Kampf: HCL bleibt nach Sieg gegen Dortmund im Rennen

An der Spitze der Handball-Bundesliga bleibt es weiter spannend. Mit einem Heimsieg gegen Dortmund wahrt der HCL die Chance auf die Meisterschaft. Besonders in der zweiten Halbzeit bekamen die Westfalen von den Leipzigerinnen ihre Grenzen aufgezeigt.

Shenia Minevskaja zeigt Durchsetzungsstärke

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Nach der dreiwöchigen Länderspielpause hat der HC Leipzig seine Chancen auf den Meistertitel in der Bundesliga gewahrt und seinen Platz im Führungsquartett gefestigt. In einer vor allem in der ersten Halbzeit hart umkämpften Partie gewann das Team von Trainer Norman Rentsch gegen Borussia Dortmund mit 21:18 (10:10). Nationalspielerin Saskia Lang avancierte gegen den Tabellensechsten mit sechs Treffern zur besten Torschützin.
 
Trotz schönstem Wetter fanden am Ostersamstag 2586 Zuschauer den Weg in die Arena Leipzig. Immerhin war das letzte Heimspiel schon fast zwei Monate her. Eine von der Handball-Bundesliga veröffentlichte Statistik zeigte diese Woche: Im Zuschauerranking der vergangenen fünf Jahre steht der HCL im Ligavergleich mit einem Schnitt von knapp 2000 Fans ganz vorn. Damit das in dieser Saison auch sportlich mal wieder klappt, durfte sich der HCL gegen den starken Aufsteiger BVB keinen Patzer erlauben.
 
Hertlein: „Will aus Leipzig unbedingt noch etwas mitnehmen“
 
Doch der Start ging voll daneben: In der Abwehr zeigten die Dortmunderinnen, dass sie nicht ohne Grund mit Abstand die wenigsten Gegentore kassiert haben. Leipzig brachte es nach zehn Minuten erst auf einen Treffer und lag 1:4 im Hintertreffen. Trainer Rentsch nahm eine Auszeit. „Uns hat in der ersten Halbzeit die Lockerheit gefehlt“, meinte der Coach.

Im Kampf um die Meisterschaft hat der HCL am Ostersamstag die starken Aufsteiger aus Dortmund in der heimischen Arena besiegt. Beste Torschützin auf Seiten der leipziger war Saskia Lang, welche kurz vor Schluss noch eine rote Karte sah. (Bilder: Sebastian Brauner)

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In Überzahl und dank einer starken Helena Hertlein, die dem Gegner in der Abwehr den Zahn zog und vorne zwei freche Heber einnetzte, glich Leipzig beim 4:4 aus. Die Linksaußen wird allerdings nur noch bis zum Saisonende im Trikot des HCL zu sehen sein, folgt ihrem Freund, dem DHfK-Torhüter Felix Storbeck, nach Hamm. Die Medizinstudentin absolviert im Sommer ihr erstes Staatsexamen und will sich nach den Prüfungen im August entscheiden, ob sie in ihrer neuen Heimat weiter Handball spielt. „Ich bin sehr gierig auf die letzten Spiele mit dem HCL und will hier nach den zwei Jahren unbedingt noch etwas mitnehmen“, sagte die 23-Jährige.
 
Kurzke hält HCL den Rücken frei
 
Saskia Lang sorgte beim 5:4 für die erste HCL-Führung. Auch Kapitän Karolina Kudlacz-Gloc stand am Samstag nach ihrem Kieferbruch wieder auf dem Parkett. Das 8:6 war nur ein kurzer Lichtblick für die Blau-Gelben. Die Abwehrschlacht war von vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Dabei hätte der HCL zur Pause bereits einen komfortablen Vorsprung heraus werfen können, doch der Gastgeber ließ zu viele hundertprozentige Chancen ungenutzt – 10:10.
 
Halbzeit zwei begann, wie die erste aufgehört hatte: Leipzig scheiterte bei zwei Kontern an BVB-Keeperin Woltering. Dafür hielt Nele Kurzke dem HCL mit mehreren starken Paraden am Stück den Rücken frei. Zwei schnelle Gegenstöße brachten das 14:11. „Es lief heute einfach gut für mich und wir haben einen Tick mehr den Willen zum Sieg gehabt, als der Gegner“, freute sich Keeperin Kurzke.
 
Die Gäste hatten im Angriff nur noch wenig entgegen zu setzen. Bis zur 45. Minute kassierte Leipzig nur zwei Gegentreffer und baute den Vorsprung vorentscheidend auf 17:12 aus. Als der BVB noch einmal zum 17:14 verkürzte, zog Rentsch die grüne Karte. Nach einem kurzen Tief nahmen die Blau-Gelben das Zepter wieder in die Hand. Als Anne Hubinger mit einem Doppelpack in der 55. Minute für das 20:15 sorgte, war der Erfolg besiegelt. Lang sah nach ihrer dritten Zeitstrafe 40 Sekunden vor Schluss noch die Rote Karte. „In der zweiten Halbzeit sind wir dann in einen Flow gekommen und haben uns endlich belohnt“, freute sich Rentsch. Der Trainer gibt seinen Mädels dafür nun zwei Tage frei.
 
Statistik:

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco, Hertlein 4, Mietzner, Schulze 2, Kudlacz-Gloc, Hubinger 4, Lang 6, Diehl 1, Reimer, Minevskaja 4/2, Urbicht
BVB: Ferenczi, Woltering, Burrekers, Ingenpaß 1, Kramer 3, Grijseels 2, Weisheitel 2, Zimmermann 4, Potocki 1, Schäfer 2, Schmele2/1, Selmeci, Nadgornaja 1, Vaszari

7-Meter: HCL: 3/2 BVB: 2/1

Zuschauer: 2586

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