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Titeltraum geplatzt - Der HCL verliert das Pokal-Halbfinale gegen den Thüringer HC

Titeltraum geplatzt - Der HCL verliert das Pokal-Halbfinale gegen den Thüringer HC

Die Handballerinnen des HC Leipzig haben das Halbfinale im DHB-Pokal gegen den Thüringer HC mit 22:26 (11:14) verloren. Bis kurz nach der Halbzeit konnten die Leipzigerinnen in der EWS-Arena in Göppingen mit dem Deutschen Meister mithalten, doch dann brachen sie ein.

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Quelle: Sebastian Brauner

Göppingen. Letztlich ist der Finaleinzug der Thüringerinnen vor 1500 Zuschauern verdient.

Beste Werferinnen beim THC waren Nadja Nadgornaja (6) und Stephanie Subke (5), bei Leipzig trafen Ania Rösler (6/5) und Karolina Kudlacz (5/1) am besten. Im Endspiel an diesem Sonntag trifft der Thüringer HC auf den Sieger der Halbfinalbegegnung Buxtehuder SV gegen HSG Bensheim-Auerbach.

„Wenn man schon die Chance auf einen Titel hat, dann muss man auch versuchen, sie zu nutzen. Meine Mädels haben absoluten Respekt für diese Leistung verdient. Jetzt müssen wir uns noch mal voll konzentrieren, dann können die Feierlichkeiten vielleicht weiter gehen“, sagte Meister-Trainer Müller, der mit seiner taktischen Vorgabe, den HCL-Rückraum durch Idalina Mesquita Borges phasenweise zu stören, Erfolg hatte: „Das war der Schlüssel zum Sieg.“

Jeder der 1500 Zuschauer, darunter mehr als 300 THC-Fans, erkannte die Überlegenheit des neuen deutschen Meisters, der vor allem mehr Durchschlagskraft aus dem Rückraum aufs Parkett brachte. Mit Nadgornaja, Subke, Nora Reiche (3), Kathrin Engel (4) und Kerstin Wohlbold (2) war das Positionsspiel variantenreicher, schneller und vor allem nicht so fehlerhaft wie auf der Gegenseite.

„Mit so einer hohen Fehlerquote kann man einfach nicht gewinnen“, bilanzierte Leipzigs Manager Kay-Sven Hähner. Sein Coach Heine Jensen, der sich als neuer Bundestrainer nach dreijähriger HCL-Tätigkeit ohne Titel verabschiedet, war unerwartet gefasst: „Man muss sich selbst nicht so wichtig nehmen, doch für meine Mädels hätte ich mich sehr gefreut.“

Das Halbfinale gegen den HC Leipzig verdeutlichte erneut die personellen Vorteile der Thüringerinnen gegenüber dem Rekordmeister, der nun für die kommende Saison etwas aufrüstet. Doch auch beim THC, der seit Saisonbeginn neun Neuzugänge integrieren musste, stehen bereits fünf Abgänge fest. Darunter auch die österreichische Nationalspielerin Subke, die erneut ihre Klasse unter Beweis stellte. „Irgendwann muss mal Schluss sein und ich freue mich, dass das Familienleben nicht mehr vom Handballkalender abhängig ist“, sagte die Spielmacherin, die selbst von der Leistung überrascht war: „Wir haben richtig gut gespielt. Und das nach den heftigen Feierlichkeiten.“

ra/dpa

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