Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

HC Leipzig
Google+ Instagram YouTube
Trauma besiegt: HC Leipzig fegt THC aus der Halle und zieht ins Pokalfinale ein

DHB-Pokal Trauma besiegt: HC Leipzig fegt THC aus der Halle und zieht ins Pokalfinale ein

Die Revanche vom Meisterschaftsendspiel vor einer Woche gegen den Thüringer HC ist geglückt: Der HCL zieht mit einem beeindruckenden Auftritt ins Pokalfinale ein und kann sich am Samstag gegen Dortmund den Traum vom siebten Pokaltriumph erfüllen.

Der HC Leipzig konnte das Trauma gegen den THC besiegen und steht im Pokalfinale.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Jede Serie ist einmal zu Ende: Nach 13 Spielen und dreieinhalb Jahren ohne Sieg hat der HC Leipzig endlich wieder den Erzrivalen Thüringer HC bezwungen und damit eine lange Leidenszeit beendet. Mit dem 30:23 (15:12)-Sieg vor mehr als 4600 begeisterten Zuschauern ist der HCL in eigener Halle ins Finale des DHB-Pokals eingezogen.

Trauma besiegt: Der HC Leipzig siegt vor heimischem Publikum gegen den THC und zieht ins Pokalfinale ein

Zur Bildergalerie

„Ich bin sprachlos und happy. Wir haben vergangene Woche die richtigen Knöpfe gedrückt. Es war natürlich auch super wichtig für das Turnier in der eigenen Halle, dass wir im Finale stehen. Natürlich wollen wir nun den Pokalsieg“, sagte Manager Kay-Sven Hähner. Trainer Norman Rentsch war nach der Partie völlig „on fire“ und sagte: „Ein riesen Kompliment an die Mannschaft. Heute ist unser Tag.“
 
Nach dem Triumph 2014 in eigener Halle könnten die Blau-Gelben am Samstag, Anpfiff 15.45 Uhr, erneut vor den heimischen Fans die begehrte Trophäe in die Höhe strecken. Gegner der Leipzigerinnen ist Dortmund. Die Borussia besiegte HSG Blomberg-Lippe am Freitagabend mit 29:26 (12:9).
 
THC nur einmal in Führung

Karolina Kudlacz-Gloc traf zum 1:0 und der HCL behielt in der ersten Phase des Spiels das Oberwasser. Auf beiden Seiten ging es hart zur Sache, auch wenn der Schiedsrichter oft sehr kleinliche Entscheidungen traf. Die Leipziger Handballerinnen zeigten eine ganz andere Körpersprache als noch vor einer Woche in Thüringen. Nur einmal lag der Gastgeber in der ersten Halbzeit zurück – beim 6:7. Sogar in Unterzahl traf der HCL den THC-Kasten und setzte sich erstmals auf zwei Treffer zum 9:7 ab.
 
Trainer Rentsch hatte sich einiges überlegt, sein Team setzte die taktischen Vorgaben gut um. Obwohl die Abwehr schon ab der 14. Minute und der zweiten Zeitstrafe gegen Luisa Schulze ohne die Abwehrchefin auskommen musste, stand die Defensive sicher. Zum Pausenpfiff knallte Anne Hubinger das 15:12 in die Maschen.
 
„Ich konnte die Geschichte mit dem THC einfach nicht mehr hören“

Der Knackpunkt in den beiden Bundesligapartien dieser Saison: Der Beginn der zweiten Halbzeit. Im Hinspiel wurde aus einer 13:11-Führung ein 14:17-Rückstand. Im Meisterschaftsendspiel vergangene Woche zog der THC von 13:11 auf 16:11 davon. Doch diesmal blieb der HCL konzentriert und legte selbst zum 18:14 vor. „Wir wussten einfach, dass es nichts bringt, wenn wir uns bemitleiden. Ich konnte die Geschichte mit dem THC einfach nicht mehr hören. Heute haben wir gezeigt, dass die auch nur mit Wasser kochen“, sagte Nationalspielerin Schulze.
 
Die Stimmung in der Arena war so euphorisch wie lange nicht. Vor den Augen des sächsischen Innenministers Markus Ulbig hielt der HCL den THC weiter auf Abstand – 22:17 nach einer Dreiviertelstunde. Da hatte Kudlacz-Gloc bereits ihren elften Treffer erzielt. „Die Revanche war nicht das Ziel, sondern der Pokal. Ich bin sicher, dass wir nun auch morgen einen kühlen Kopf bewahren“, sagte die Kapitänin.
 
In der 54. Minute führte Leipzig noch immer mit fünf Treffern – sollte der Bann diesmal gebrochen werden? Kurz vor Schluss nahm Herbert Müller beim 27:22 noch eine Auszeit. Die Gäste agierten mit einer offensiven Deckung, doch der HCL ließ sich einfach nicht beeindrucken. Ab der 58. Minute hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Plätzen. Beim 29:23 war der Erfolg besiegelt. „Was wir letzte Woche demonstriert haben, hat Leipzig diese Woche gezeigt“, sagte THC-Kapitänin Kerstin Wohlbold.  

Anne Grimm
 
HCL : Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco 3, Mietzner, Hertlein 3, Schulze 2, Kudlacz-Gloc 13/4, Hubinger 5, Lang 2, Diehl, Reimer, Minevskaja 2

THC : Eckerle, Krause, Reshetnikova, van de Wiel, Scheffknecht 5, Frey 1, Pintea 1, Schmelzer 1, Snelder 1, Luzumova 4, Engel 5, Blase, Huber 6/4, Wohlbold

Siebenmeter : HCL: 7/6  THC: 5/4

Zeitstrafen : HCL:  8 Minuten THC: 4 Minuten

Zuschauer : 4689

 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte