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Trierer Miezen zeigen ihre Krallen: HC Leipzig siegt knapp gegen den Tabellenletzten

Trierer Miezen zeigen ihre Krallen: HC Leipzig siegt knapp gegen den Tabellenletzten

Gut verkauft haben sie sich, die Trierer Miezen: Im Mittwochsspiel des HCL gegen den Tabellenletzten bot der DJK/MJC tapfer die Stirn, doch die Leipzigerinnen ließen nichts anbrennen und gewannen in einer erstaunlich engen Partie mit 29:26 (16:12).

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Anna Atladottir (grün-violett) führte sich mit einer starken Abwehrleistung in das Spiel des HCL ein.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Manager Kay-Sven Hähner erklärte nach dem Abpfiff der Partie: "Wir haben keine Galaform gezeigt, aber das war auch nicht notwendig. Immer dann, wenn es notwendig wurde, haben wir angezogen und das hat funktioniert." Mit dem Sieg klettern seine Damen auf den dritten Tabellenplatz.

In der Abwehr bot HCL-Chefcoach Norman Rentsch erstmals Anna Atladottir auf. Die isländische Nationalspielerin hatte sich in der Saisonvorbereitung verletzt und durfte gegen Trier das erste Mal ran. „Ich habe mich gefreut, dass sie heute spielen konnte. Sie hat über 60 Minuten gute Ansätze gezeigt. Gut in der Abwehr geholfen. Aber klar, nach so einer langen Pause ist da noch Potenzial“, so Rentsch. „Die Schulter ist wieder da, am Wurfverhalten müssen wir aber noch arbeiten. Dem müssen wir noch Monate Zeit geben.“

Die Uhr zeigte noch keine Minute, da jagte die noch leicht angeschlagene Anne Hubinger den Ball in die Maschen der Trierer. Atladottir zeigte kurz darauf eine großartige Abwehr, Nele Reimer konnte den Ballgewinn in eine 2:0-Führung verwandeln. Nach einer Parade von Roth sprintete Alexandra Mazzucco die Platte entlang und traf, doch kurz darauf musste der HCL den ersten Gegentreffer hinnehmen: 1:3.

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Leipzig. Gut verkauft haben sie sich, die Trierer Miezen: Im Mittwochsspiel des HCL gegen den Tabellenletzten bot der DJK/MJC tapfer die Stirn, doch die Leipzigerinnen ließen nichts anbrennen und gewannen in einer erstaunlich engen Partie mit 29:26 (16:12). Dabei bot HCL-Chefcoach Norman Rentsch erstmals Anna Atladottir auf und war auch sonst zum Wechseln aufgelegt.

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In der Folge kassierten die Blau-Gelben mehrere Tore des Tabellenletzten, der mehrmals in Folge in Führung gehen konnte. Doch der HCL blieb dran, glich immer wieder aus und konnte mit einem Tor von Helena Hertlein in der 17. Spielminute an den Miezen vorbeiziehen. Auf Seiten der Trierer zeigte Maxime Struijs eine großartige Leistung. Der Niederländerin gelang es Mal um Mal, die Leipziger Abwehr und eine stark parierende Nicole Roth zu überwinden. Doch es war Judith Derbach, die in der 24. Minute das Tor zum 12:12-Gleichstand markierte.

In Unterzahl – Karolina Kudlacz bekam zwei Minuten aufgebrummt – holte Kaya Diehl die Kohlen aus dem Feuer. Erst gelang ihr die erneute Führung, dann verwandelte sie noch einen Siebenmeterwurf nach einem Foul an Luisa „Schmu“ Schulze souverän. Isa-Sophie Rösike und erneut Kaya Diehl mit einem Siebenmeter – mit 12:16 ging es in die Halbzeitpause.

HCL-Coach Norman Rentsch wechselt fleißig durch

Rentsch war am Mittwoch zum Wechseln aufgelegt. Auf der Platte war permanent Bewegung. „Das sollte nicht nur eine Busfahrt werden, wir wollten heute allen Spielerinnen Einsatzzeit geben, unsere Kräfte einteilen", führte Rentsch aus. So machte zweiten Durchgang Nicole Roth Platz für Katja Schülke im Tor. Katrin Schneider und Struijs jagten der frisch eingewechselten gleich zwei Bälle ins Netz. Aber Karolina Kudlacz konnte die Führung mit ihrem ersten Treffer verteidigen: 17:14 für den HC.

In der 38. Minute war es erneut ganz eng: Schneider errang das 18:18. Anne Müller benötigte exakt 16 Sekunden, und der HCL ging wieder in Front. Die Miezen hielten aber tapfer dagegen, kämpften sich immer wieder heran. Doch gegen Spielerinnen wie Kaya Diehl war kein Kraut gewachsen. Die 22-Jährige eroberte nicht nur die Bälle im Rückraum wie vor dem 20:23, sie agierte auch eiskalt und abgezockt vom Sieben-Meter-Punkt. Das Schiedsrichtergespann erteilte Luisa Schulze eine Zeitstrafe: Die Sieben von Trainerin Cristina Cabeza Gutiérrez konnte in Überzahl nochmals verkürzen. Müller und Hertlein sicherten aber den Vorsprung ab.

Nach einer Auszeit von Rentsch jagte Nele Reimer das Rund in den Torwinkel. Im Gegenzug verkürzte Fran Garcia Almendaris für den DJK/MJC. Mazzucco holte im Gegenzug einen Strafwurf heraus, den Schulze sicher zu verwandeln verstand: 24:28 in der 55. Minute. Die Uhr lief runter und den Miezen die Zeit davon. Noch zwei Mal sollte es im Kasten von Katja Schülke klingeln. Isa-Sophie Rösike traf zum Abschluss: Mit einem knappen 29:26 entschieden die Gäste aus der Messestadt das Spiel für sich. „Zielsetzung war, im Angriff über das Tempo zu kommen, nicht über die Taktik", erklärte Rentsch das Ergebnis. "Das ist uns wegen der häufigen Wechsel nicht so gut gelungen.“

Die Damen aus Leipzig haben nicht nur eine Rückreise quer durch Deutschland vor sich, schon am frühesten Freitagmorgen macht sich das Team auf dem Weg, um via Berlin und Wien nach Skopje zu gelangen. In der mazedonischen Hauptstadt steht am Samstag ab 19 Uhr die Champions-League-Partie gegen WHC Vardar SCBT an. Mit dabei ist auch Saskia Lang, ob es aber für einem Einsatz reicht, ist fraglich. „Es sieht ganz gut aus. Saskia trainiert morgen mit dem Juniorteam. Nachmittags dann noch eine kurze Einheit mit uns", so der Trainer. „Wir hoffen, dass sie am Samstag fit ist. Wir brauchen ihre Qualität und Erfahrung im Rückraum, gerade bei den internationalen Spielen brauchen wir eine Saskia Lang.“

DJK/MJC:

Flöck (T), Kockler (T), Sattler, Mohr, Schneider (7 - 2/3), Houben, Vallet (2), Kordel, Derbach (1), Struijs (9), Solic (2), Garcia Almendaris (5)

Zeitstrafen: 2 Minuten

HCL:

Schülke (T), Roth (T), Mazzucco (1), Atladottir, Müller (5), Hertlein (5), Schulze (5 - 3/3), Kudlacz (1 - 0/1), Hubinger (1), Diehl (5 - 3/3), Reimer (3), Ioneac, Urbicht (1), Rösike (2)

Zuschauer: 600

Johannes Angermann

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