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Trotz couragiertem Auftritt und viel Kampf: HC Leipzig verliert gegen Vardar Skopje

Trotz couragiertem Auftritt und viel Kampf: HC Leipzig verliert gegen Vardar Skopje

Der HC Leipzig hat in der Handball-Champions League der Damen eine 20:26-Niederlage gegen das favorisierte Team aus Skopje erlitten. Die mit mehreren Topstars gespickte Mannschaft aus Mazedonien konnte sich gegen beherzt kämpfende Leipzigerinnen lange nicht entscheidend absetzen.

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Torfrau Katka Schülke zeigte einige tolle Paraden, konnte die Niederlage aber nicht abwenden.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Erst am Ende zog Skopje davon und warf den Sieg heraus.

Die Leipziger Handballdamen mussten vor der Partie am Samstagabend einige Reisestrapazen auf sich nehmen. Erst am frühen Donnerstagmorgen kehrte man vom Auswärtsspiel in Trier zurück, nicht einmal 24 Stunden später ging es schon in Richtung Südeuropa weiter.

Beim HCL kam mit Saskia Lang eine wichtige Leistungsträgerin nach ihrer Verletzung wieder zurück in die Mannschaft. Die Leipzigerinnen starteten vor 15 mitgereisten Fans  gegen das Starensemble aus der mazedonischen Hauptstadt mit Schülke, Schulze, Kudlacz, Mazzucco, Müller, Lang und Hertlein.

Der Messestädterinnen zeigten sich zu Anfang unbeeindruckt von der ohrenbetäubenden Kulisse in Skopje. Torfrau Schülke glänzte mit einer Parade, Karolina Kudlacz netzte zur 1:0-Führung ein. Doch schon nach wenigen Minuten kam Vardar Skopje ins Rollen: Der HCL leistete sich den Ballverlust, Luisa Schulze foulte Anja Althaus am Kreis, kassierte eine Strafe. Den fälligen Siebenmeter lupfte Nikolic zur 3:1-Führung für Skopje ins Tor.

Doch der HCL ließ sich nicht abschütteln und blieb dran, Trainer Norman Rentsch peitschte sein Team nach vorne. Zwischenstand nach zehn Spielminuten: 4:3 für die Heimmannschaft. Die Leipzigerinnen konnten in der Folge sogar für den 6:6-Ausgleich sorgen, Schulze und Hertlein trafen. Der HCL zeigte eine couragierte kämpferische Einstellung in einer intensiven Partie. Und es wurde noch besser: Anne Müller traf nach tollem Pass von Kudlacz sogar zur Führung.

Knapper Rückstand zur Pause

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HCL-Cheftrainer Norman Rentsch (r.) im Gespräch mit Co- und Techniktrainer Max Berthold. (Archivbild)

Quelle: Sebastian Brauner

Bis zur Halbzeit gelang es dem mazedonischen Topteam jedoch wieder, einen Vorsprung herauszuwerfen. Leipziger Fehler wurden sofort bestraft, Kudlacz vergab einen Siebenmeter. Der HCL blieb in dieser Phase zeitweise lange ohne Torerfolg. Trotzdem blieb es eng, dank zweier Treffer gegen Ende der Halbzeit ging es nur mit einem 9:10-Rückstand in die Pause.

In der zweiten Spielhälfte bot sich ein ähnliches Bild. Skopje konnte sich nicht entscheidend absetzen. Schrecksekunde dann in der 35. Minute: Klikova traf Helena Hertlein mit der Hand im Gesicht, die Leipzigerin musste blutend von der Platte. Das Spiel wogte in der Folge weiter hin und her. Zwischenstand nach 40 Minuten: 12:15 aus Leipziger Sicht. Der HCL robbte sich zeitweilig wieder bis auf einen Treffer an Skopje heran, es blieb spannend.

Bis zur 51. Minute setzte sich Vardar dann bis auf 19:16 ab, die Leipzigerinnen ließen nun zu viele Chancen liegen, trafen Pfosten und Latte. In den letzten Minuten der Partie warf Skopje sogar noch einen deutlichen Erfolg heraus, dem HCL gelang gegen Ende fast gar nichts mehr. Endstand: 26:20. Unter dem Strich vergaben die Leipzigerinnen zu viele Möglichkeiten, zeigten aber eine kämpferische Leistung.

HCL-Manager Kay-Sven Hähner sagte nach dem Spiel: "Wir waren sicher nicht sechs Tore schlechter als Skopje. Das Team hat toll gekämpft, allerdings war der Kräfteverschleiß auch wegen der Reisestrapazen nicht unerheblich. Gegen eine solche Weltauswahl entscheiden die kleinen Dinge. Wir können uns angesichts der gezeigten Leistung Respekt zollen und werden weiter Gas geben. Wir haben noch zwei Spiele und die Chance auf das Weiterkommen."

Am kommenden Mittwoch gastierten die HCL-Damen dann in Bad Wildungen zur nächsten Bundesligapartie. Anwurf ist um 19.30 Uhr.

Marc Bohländer

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