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Trotzreaktion nach Verletzungsmisere: HC Leipzig bezwingt Metzingen mit viel Teamgeist

Trotzreaktion nach Verletzungsmisere: HC Leipzig bezwingt Metzingen mit viel Teamgeist

Leipzig. Der HC Leipzig hat gegen TuS Metzingen zurück in die Erfolgsspur gefunden. Trotz sechs verletzten Stammkräften setzte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Örneborg am Mittwoch in der heimischen Arena deutlich mit 36:25 (17:12) durch.

Vor fast 1200 Zuschauern überzeugten auch die aufgerückten Nachwuchskräfte der Leipzigerinnen.

In der Anfangsphase fanden die Gastgeberinnen keine Mittel gegen Metzingens Topscorerin Shenia Minevskaja. Die deutsche Nationalspielerin erzielte in acht Minuten vier Treffer. Doch beim 8:6 konnte sich der HCL erstmals leicht absetzen, weil Karolina Szwed Örneborg zweimal vom Siebenmeterpunkt die Nerven behielt und Melanie Herrmann im Tor einige starke Paraden zeigte. „Leipzig war heute wie eine kleine Wundertüte und die deutlich bessere Mannschaft“, konstatierte TuS-Spielerin Alexandra Kubasta.

Als der HCL Minevskaja in die Manndeckung nahm, lief bei den Tussies im Angriff nur noch wenig zusammen. Die erst 17-jährige Nicole Roth vom Juniorteam, die nun ins Leipziger Tor gekommen war, krönte ihren ersten Bundesliga-Einsatz mit großartigen Reflexen. Folgerichtig zog die Örneborg-Sieben auf 16:11 davon. „Ich war voll aufgeregt heute, aber habe es zum Glück gut gemeistert“, sagte Nachwuchstorhüterin Roth, von deren Nervosität auf dem Feld rein gar nichts zu sehen war.

 

Auch nach der Pause blieb der HCL hellwach, baute seine Führung auf 20:14 aus. Obwohl nun kaum noch eine Spielerin aus der ersten Garde auf dem Parkett stand, lief es für Leipzig zunächst wie am Schnürchen. Denn auch die jungen Kräfte wie Isa-Sophia Rösike am Kreis, die seit den Verletzungen von Anne Müller und Luisa Schulze auch schon mehrmals in der Champions League auflaufen durfte, zeigten eine überzeugende Vorstellung. „Ich bin in den vergangenen Wochen enorm gereift, bekomme nun immer mehr Sicherheit und Selbstvertrauen“, sagte die 19-Jährige.

 

Als Metzingen eine gute Phase erwischte, nahm Örneborg eine Auszeit. Die fruchtete, denn seine Mannschaft traf nun auch in Unterzahl: Debbie Bont erzielte das 26:21. Der HCL ließ sich den Lohn für seine Arbeit nicht mehr nehmen. Spätestens in der 55. Minute war die Partie beim 32:25 entschieden. „Wir haben uns heute als Team präsentiert. Das macht mich sehr glücklich und zufrieden“, lobte Coach Örneborg.

 

Statistik:

 

HCL:

Herrmann, Roth, Mazzucco, Bont 4, Kudlacz 9, Lang 8, Szwed Örneborg 7, Müller, Urbicht 2, Sturm 1, Rösike 3, Reimer 2, Majer

 

TuS:

Hesel, Lengyel, Mössinger 4, Balogh 2, Covic 1, Kubasta 1, Stefani 2, Geissmann 3, Putzke, Minevskaja 10, Orban-Smideliusz 2, Beddies

 

7-Meter:

HCL: 5/5 , TuS: 3/1

 

Zuschauer:

1191

Anne Grimm

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