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Verletzungsgeschwächter HC Leipzig kassiert Zehn-Tore-Rückstand gegen Oldenburg

Verletzungsgeschwächter HC Leipzig kassiert Zehn-Tore-Rückstand gegen Oldenburg

Der HC Leipzig hat am Sonntag in Oldenburg eine herbe Niederlage einstecken müssen. Die Messestädterinnen unterlagen dem VfL mit 18:28 (9:13). Das verletzungsbedingt stark verjüngte Team von Trainer Norman Rentsch fand gegen stark aufspielende Oldenburgerinnen wenig Mittel, scheiterte vielfach an der gegnerischen Abwehr und kassierte zahlreiche Konter.

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Die Gastgerberinnen vom VfL Oldenburg (in grün) brachten dem HC Leipzig am Sonntag eine herbe Niederlage bei.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Zwar ging der erste Treffer des Spiels durch Luisa Schulze noch auf das Leipziger Konto. Doch danach traten die Nordlichter zum Siegeszug an. Oldenburg übernahm mit dem 2:1 in der siebten Minute die Führung, die von da an zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet war. Nach einer gelben Karte gegen Roxana Aline Ioneac verwandelte der VfL den anschließenden Suebenmeter und setzte sich beim 3:1 erstmals auf zwei Tore ab.

Drei Minuten später konnte Joanna Rode mit einem gelungen Konter kurz noch einmal den Anschluss herstellen. Doch dann wurde die Abwehr der Oldenburgerinnen zunehmend zu stark für die Gäste. Nach 15. Minuten stand es 7:4 für den VfL. Es hagelte Zeitstrafen gegen die jungen Spielerinnen des HCL, die sich von den Gastgeberinnen merklich einschüchtern ließen. Bis zur Pause erhöhten die Niedersächsinnen auf 13:9. Die Leipzigerinnen hatten bis dato acht Strafminuten kassiert.

Auch Hälfte zwei brachte keine Wende. Stattdessen legten die Oldenburgerinnen nach 44 Minuten erst so richtig los und setzten sich beim 20:12 nahezu unerreichbar ab. Zwischenzeitlich erzielte VfL Torhüterin Tess Wester mit einem direkten Wurf über das Feld sogar selbst noch das 15:10. HCL Trainer Rentsch nahm eine Auszeit, die aber wirkungslos blieb. Die Abwehr der Gastgeberinnen stand wie einer Mauer, das junge Team aus Leipzig fand dagegen keine Mittel. „Wenn auf einmal alle Stammspielerinnen verletzt oder krank sind und dann die Jungschen in die Bresche springen müssen, ist das eine andere Mannschaft und eine andere Aufstellung“, benannte Linksaußen Michelle Urbicht das Hauptproblem ihres Teams. „Es ist dann schwierig, da anzuknüpfen, wo Karolina Kudlacz aufgehört hat.“

Trotzdem versuchten die Leipzigerinnen gegen ihre direkten Verfolgerinnen in der Bundesliga wenigstens die Tordifferenz einigermaßen klein zu halten. Luisa Schulze verkürzte in der 47. Minute auf 20:14. Auch Anne Hubinger nahm einige Minuten lang Fahrt auf und erzielte mehrere Treffer. Die Distanz blieb zunächst konstant, nach 49 Minuten stand es 22:16. Der Widerstand währte aber nur kurz. In den drei anschließenden Minuten folgten erneut drei Oldenburger Treffer ohne Gegentore.

Am Ende konnten die Gastgeberinnen ihre Torbilanz mit zehn Zählern Vorsprung kräftig verbessern. „Wir haben nicht geschafft, umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben. Wie haben massig Konter bekommen und sind vorne nicht in die Tiefe gekommen“, fasste eine enttäuschte Urbich am Ende zusammen. Die Leipzigerinnen dürfen sich in den folgenden Spielen nun keinerlei Fehler mehr erlauben, wollen sie sich noch eine Chance auf die Teilnahme am EHF-Cup wahren.

Beste Werferinnen:

HC Leipzig: Luisa Schulze - 7

VfL Oldenburg: Julia Wenzl - 10

chg

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