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HC Leipzig
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Vielversprechender Sieg im Topspiel für den HCL

Handball-Bundesliga Vielversprechender Sieg im Topspiel für den HCL

Lange Zeit war die Partie umkämpft, am Ende wurde es dann aber doch deutlich: Der HC Leipzig hat gegen den Buxtehuder SV am Sonnabend mit 30:21 gewonnen und damit in eigener Halle einen Einstand nach Maß hingelegt. Die ersten Akzente setzten die beiden Kapitäne.

Shenia Minevskaja jubelt beim Heimspielauftakt des HCL gegen Buxtehude.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der Heimspielauftakt in die neue Saison ist geglückt: In einer bis zur 40. Minute heiß umkämpften Partie schlug der HC Leipzig am Samstag den Vizemeister und Pokalsieger Buxtehuder SV mit 30:21 (14:13) und übernimmt die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga. In der Schlussphase ließ das Team von Trainer Norman Rentsch sein Potenzial aufblitzen und verpasste dem BSV vor knapp 2000 eigenen Fans noch eine deutliche Packung. „Der Sieg hat mir viel Freude bereitet, aber wir werden weiterhin Demut zeigen“, sagte der 35-Jährige.

Viel Neues gab es vor der Partie: Der HCL lief im Nebel und zum AC/DC-Song Thunder ein, die Fans hatten eine blau-gelbe Choreografie vorbereitet. Es war also angerichtet. Und die beiden frisch verheirateten Kapitäne setzten die ersten Akzente: Keeperin Katja Kamarczyk leitete die Partie mit einer schönen Parade ein, Karolina Kudlacz-Gloc erzielte per Siebenmeter das erste Tor der Saison in eigener Halle.

Lange Zeit war die Partie umkämpft, am Ende wurde es dann aber doch deutlich: Der HC Leipzig hat gegen den Buxtehuder SV am Sonnabend mit 30:21 gewonnen und damit in eigener Halle einen Einstand nach Maß hingelegt. Fotos: Christian Modla

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Weil Leipzig sich im Anschluss aber zu viele Fehler leistete, die der BSV eiskalt nutzte, stand es nach sieben Minuten 2:5. Trainer Norman Rentsch reagierte sofort mit einer Auszeit. Doch so richtig half die nicht, denn der Gastgeber scheiterte weiterhin viel zu oft an Buxtehudes Torhüterin Antje Lenz.

Auf und Ab bis zur 40. Minute

Mit der Einwechslung von Shenia Minevskaja kam mehr Stabilität in das HCL-Spiel und in der 18. Minute war der Ausgleich beim 8:8 wieder hergestellt. Nun war auf beiden Seiten richtig viel Dampf in der Partie. Beim 12:9 setzten sich die Blau-Gelben erstmals ein wenig ab. „Wir haben viele Persönlichkeiten vor der Saison verloren und zudem noch einige Verletzungssorgen“, erklärte BSV-Coach Leun den späteren Leistungsabfall seines Teams.

Auch einige Sportprominenz saß im Publikum und ließ sich den Auftakt des HCL nicht entgehen: RB-Kapitän Dominik Kaiser, die halbe Mannschaft des SC DHfK und Ex-THC-sowie Nationalspielerin Anja Althaus waren gekommen.

Die Gäste steckten nicht auf und zogen kurz nach der Pause beim 15:16 wieder vorbei. Buxtehude war bis dato weder die Auftaktniederlage gegen Metzingen noch das Fehlen von Kapitän Isabell Klein anzumerken. Doch dann folgte die entscheidende Phase des Spiels, in der Leipzig auf 24:18 davon zog. Glück für den HCL, dass da auch drei vergebene 100-prozentige Chancen nicht ins Gewicht fielen.

Nur acht Gegentore in Halbzeit zwei

Am Ende wurde es richtig deutlich, bei Leipzig klappte alles, bei den Gästen fast nichts mehr. Trainer Rentsch konnte in der Schlussphase fleißig wechseln. „Was wir in der zweiten Halbzeit in der Abwehr gezeigt haben, war sensationell. Wir haben nur sieben Tore in 28 Minuten zugelassen“, verdeutlichte der Coach.

Überraschung kurz vor Schluss: Luisa Schulze sieht die Rote Karte.

Überraschung kurz vor Schluss: Luisa Schulze sieht die Rote Karte.

Quelle: Christian Modla

Einziger Wermutstropfen: Luisa Schulze sah Sekunden vor dem Abpfiff noch die Rote Karte. „Das ist eine neue Regel, ich habe den Ball festgehalten. Das darf man in den letzten 30 Sekunden nicht. Ich bin aber zum Glück nicht gesperrt für das nächste Spiel“, erklärte die Kreisläuferin. Über eines freute sie sich nach der Partie besonders: Der Thüringer HC gab im zweiten Saisonspiel gegen den VfL Oldenburg beim 31:31 den ersten Punkt ab. „Da sieht man, wie ausgeglichen die Liga dieses Jahr ist. Das wird richtig spannend“, kündigte Schulze an.

Statistik

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco 5, Peter 1, Hertlein 2, Schulze 4, Kludlacz-Gloc 5, Hubinger 3, Lang 5, Reimer 1, Minevskaja 4, Reißberg, Urbicht

BSV: Lenz, Gronemann, Grell, Schultze, Fischer 7, Bülau 4, Schulz, Zelmel 1, Gubernatis 2, Podpolinski 1, Oldenburg 4, Bölk, Schneider 1, Hayn 1, Prior

Siebenmeter: HCL: 4/3 BSV: 4/3

Zuschauer: 1899

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