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Ziel erreicht: HC Leipzig erkämpft Europacup-Sieg gegen Toulon - unnötige Spannung am Schluss

Ziel erreicht: HC Leipzig erkämpft Europacup-Sieg gegen Toulon - unnötige Spannung am Schluss

Leipzig. Der HC Leipzig ist ins Achtelfinale des Cup Winners Cup eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Madsen gewann vor 2961 Zuschauern in der Arena Leipzig mit 26:21 (12:8) gegen Toulon Saint Cyr.

Das reichte, um die 27:31-Niederlage aus dem Hinspiel wett zu machen.

Dabei haben es die Leipzigerinnen am Ende noch einmal unnötig spannend gemacht. Denn der mehrfache deutsche Meister lag bereits mit 24:14 in Front. „Wir haben die Partie über 50 Minuten lang 100 Prozent kontrolliert“, sagt Trainer Stefan Madsen. „Doch dann haben wir taktisch unclever gespielt.“ Seine Mannschaft schloss die Angriffe viel zu überhastet ab, so dass sich Toulon in der 59. Minute wieder auf 21:25 herangekämpft hatte. „In dieser Phase müssen wir viel ruhiger spielen und sich nicht alle Würfe nehmen. Dadurch sind wir unter Druck geraten“, erklärt Katja Schülke.

Die Nationaltorhüterin, die gleichzeitig Mannschaftsführerin des HCL ist, war es auch, die maßgeblichen Anteil am Weiterkommen der Leipzigerinnen hatte. Denn die 28-Jährige entschärfte in der zweiten Halbzeit einen Ball um den anderen. Teamkollegin Anne Müller lobte die Leistung ihrer Keeperin: „Wir haben heute so gut gespielt, weil Katja super gehalten hat und wir stark in der Abwehr standen.“

Denn neben der starken Schülke war die aggressive Defensivarbeit am Sonntag der zweite Schlüssel zum Erfolg. „Wir wussten, dass wir uns auf die beiden halben Rückraumspielerinnen fokussieren müssen“, sagt Müller. Dies gelang Leipzig im Gegensatz zum Hinspiel sehr gut. Von Beginn an standen die Spielerinnen kompakt im Verbund. So schaffte es das Team von Stefan Madsen, sich vorzeitig abzusetzen. Bereits in der 14. Minute lagen die Gastgeberinnen mit 7:3 in Führung. Mit mehr als vier Toren konnte der HCL, bei dem Ania Rösler nach mehrwöchiger Pause (Wirbelsäulenverletzung) wieder aufs Parkett zurückkehrte, jedoch nicht davonziehen. Immer wieder waren die körperlich überlegenen Französinnen aus dem Rückraum erfolgreich, verhinderten so einen größeren Rückstand.

Erst in der 25. Minute hatte Leipzig erstmals mit dem 11:6-Treffer den nötigen Vorsprung von fünf Toren erspielt. Diesen bauten die Messestädterinnen nach dem Seitenwechsel durch den Treffer von Natalie Augsburg in der 47. Minute auf 22:12 aus. Alles sah nach einem souveränen Sieg der Leipziger aus – bis zehn Minuten vor Schluss. „Eigentlich will ich gar nicht über diese zehn Minuten sprechen. Ich bin einfach nur froh, dass wir weiter gekommen sind. Wir haben hier wirklich 50 Minuten phantastischen Handball gespielt“, freut sich Schülke.

HCL:

Schülke, Plöger – Haugen, Visser (8/4), Lyksborg (2), Augsburg (3), Müller (2), Meier, Hellriegel, Schulze (1), Rösler (2), Lang (4), Hubinger (4), Windisch.

Toulon:

Santana Oliveira – Flognman, Gnabouyou (5), Islas Helgesson (4), Gaudefroy, Mwasesa (7), Tuvene, Dembele (1), Catani, Bredou Gondo (2), Abdourahim, Maho, Svangaard, Deroin (2).

Zuschauer:

2961

Anne Kunze

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