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Zu viele Gegentore und müde Beine – HC Leipzig verliert erneut in der Champions League

Zu viele Gegentore und müde Beine – HC Leipzig verliert erneut in der Champions League

Leipzig. Zweite Niederlage in der Königsklasse: Der HC Leipzig musste sich am Samstag dem schwedischen Dauermeister IK Sävehof mit 28:34 (15:18) geschlagen geben.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Örneborg konnte vor fast 2500 Zuschauern in der Leipziger Arena den Ausfall von drei verletzten Nationalspielerinnen nicht kompensieren.

 

„Ohne Anne Müller, Luisa Schulze und Anne Hubinger sind wir natürlich schwächer, aber wir sollten das nicht als Ausrede nutzen“, sagte Kapitänin Karolina Kudlacz enttäuscht und fügte hinzu: „34 Gegentore sind einfach zu viel.“

 

Zu Beginn war es ein Duell auf Augenhöhe. Was sich Leipzig im Angriff hart erarbeitete, war durch rasche Gegentore der Schwedinnen schnell wieder egalisiert. Doch allein in den ersten zehn Minuten traf der HCL dreimal den Pfosten. Diese Einladung ließ sich Sävehof nicht entgehen und setzte sich zum 8:5 ab. Örneborg nahm eine Auszeit.

 

Die Gäste waren nun gnadenlos im Abschluss und beherrschten eine Viertelstunde lang das Geschehen auf dem Parkett. HCL-Torhüterin Melanie Herrmann brachte ihre Mannschaft mit drei Paraden am Stück ab der 23. Minute wieder in die Partie. Weil Leipzig aber in der ersten Halbzeit auch dreimal vom Punkt scheiterte, konnte Sävehof sein Tore-Polster verteidigen.

 

Den Siebenmeter-Fluch brach Susann Müller mit dem ersten Treffer nach der Pause zum 16:18. Insgesamt war die Ausbeute vom Punkt aber kläglich. Nur vier von neun Versuchen konnte der HCL im Tor des Gegners unterbringen. Auch weil die Deckung zweitweise löchrig wie ein Schweizer Käse war, kamen die Leipzigerinnen nie näher als auf ein Tor heran. „Die Defensive war unser Hauptproblem. Sävehof hat aus allen Positionen getroffen. Meiner Mannschaft hat nach 13 Spielen in sechs Wochen teilweise die nötige Kraft gefehlt“, sagte Örneborg. Als die Schwedin Ida Oden in der 51. Minute zum 28:23 traf, war die Vorentscheidung gefallen.

 

In der Champions-League-Vorrunde sind nun drei von sechs Partien gespielt. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen steht der HCL auf Platz drei. „Nun geht es in jedem Spiel um alles“, sagt Herrmann. Denn um sich für die nächste Runde zu qualifizieren, „müssen wir hoffen, dass Krim alles gewinnt und wir in den Rückspielen gegen Metz und Sävehof erfolgreich sind“, rechnet Örneborg vor.  

 

Doch es gab am Samstag auch eine gute Nachricht. Anne Hubinger konnte nach ihrer OP an der rechten Hand schon wieder lächeln und sagte: „Ich hatte Glück, dass es nicht meine Wurfhand erwischt hat. In zwei Wochen kann ich schon wieder ein bisschen mit dem Training anfangen und hoffe, dass ich so schnell wie möglich wieder dabei sein kann.“

 

Statistik:

 

HCL:

Herrmann, Plöger, Visser 2, Mazzucco , Augsburg 4, Bont 2, Kudlacz 1, Lang 3, Szwed Örneborg 6, Müller S. 8, Urbicht , Rösike 2

 

Sävehof:

Haraldsdottir, Blohm 2, Sand 1, Fogelström 3, Oden 9, Roberts 6, Tegstedt 2, Wikensten, Dafe 3, Idehn, Karlsson, Alm 8, Sundberg, Granberg

 

7 Meter: HCL: 9/4  Sävehof: 5/4

 

Zuschauer:

2491

Anne Grimm

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