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DHB-"Ladies" auf gutem Weg zur Heim-WM - Richtung stimmt

Handball DHB-"Ladies" auf gutem Weg zur Heim-WM - Richtung stimmt

Die deutschen Handball-Frauen feiern in Dänemark einen Prestigesieg. Bundestrainer Biegler sieht das WM-Projekt auf dem richtigen Weg, gleichzeitig aber auch noch vier Arbeit vor sich und sein Team.

Deutschlands Torffrau Clara Woltering feiert einen gehaltenen Ball.

Quelle: Axel Heimken

Aarhus. Mit einem guten Gefühl verabschiedeten sich die deutschen Handball-Frauen am Ende einer langen Saison in die kurze Sommerpause.

Der 22:17-Länderspielsieg beim EM-Vierten Dänemark stärkte das Selbstbewusstsein der "Ladies", wie Bundestrainer Michael Biegler sie nennt, auf dem Weg zur Heim-WM vom 1. bis 17. Dezember - auch wenn längst nicht alles rund lief. "Wir können zufrieden in den Urlaub gehen, aber wir wissen natürlich auch, dass noch Potenzial nach oben ist", sagte Torfrau Clara Woltering.

Die Analyse von Biegler fiel zwar gewohnt kritisch aus. "Sie haben nicht alle Maßgaben erfüllen können. Die Anzahl der technischen Fehler war zu hoch, im Passspiel wurde nicht genug Druck aufgebaut", rügte er. Insgesamt war er aber zufrieden: "Die Mannschaft hat in der Deckung über 60 Minuten überragend gearbeitet. Das WM-Projekt läuft in die richtige Richtung."

Die Heim-Weltmeisterschaft ist das große Ziel, dem das Team und der Trainer alles unterordnen. "Wir haben da Großes vor, dafür muss man viel investieren. Dazu sind wir alle bereit. Wir freuen uns tierisch auf die WM, deshalb geben wir immer Vollgas", erklärte Woltering.

Im Anschluss an einen gut einwöchigen Trainingslehrgang, bei dem die Spielerinnen laut Biegler "überragend gearbeitet" hatten, waren die Köpfe und Beine vor 2613 Zuschauern in Aarhus müde. Biegler bezeichnete die hohe Fehlerquote im deutschen Spiel daher als nicht unnormal - auch wenn sie ihm natürlich nicht gefiel. "Wir haben noch Luft nach oben", analysierte der 56-Jährige trocken.

Auch bei seinen "Ladies" kam keine Euphorie auf. "Jeder Sieg gibt Mut und Selbstvertrauen. Aber wir haben viel zu viele technische Fehler gemacht und die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, nicht ausreichend umgesetzt", erklärte Rückraum-Ass Anne Hubinger. "Der Körper hat einfach nicht so mitgemacht."

Die 23-Jährige, die mit vier Toren beste deutsche Werferin war, leitete daraus für die Zukunft ab: "Das müssen wir lernen, denn in einem Turnier geht es ab dem Achtelfinale erst richtig los. Da hat man schon fünf, sechs Spiele in den Beinen, und gerade dann ist es wichtig, klaren Kopf zu behalten. Wir haben noch ein großes Stück Arbeit vor uns."

Aarhus war also nicht mehr als eine Zwischenstation auf dem angestrebten Weg nach Hamburg, wo Mitte Dezember das WM-Halbfinale steigt. Doch für den Kopf war der Dänemark-Trip wichtig. "Einen guten Gegner auswärts besiegt zu haben ist für uns ein Zeichen, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben", erklärte Rückraumspielerin Xenia Smits. Bereits am 2. Juli geht es für die DHB-Auswahl mit einem einwöchigen Athletik-Lehrgang in Sölden weiter. Bis dahin, sagte Biegler, sollen die Spielerinnen "abschalten und ihren Urlaub genießen".

dpa

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