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Deutsches Handball-Trio startet in Champions League

Handball Deutsches Handball-Trio startet in Champions League

Die fetten Jahre in der Königsklasse sind für die deutschen Handball-Clubs vorerst vorbei. Die Kräfteverhältnisse in Europa haben sich verschoben. Entsprechend zurückhaltend formulieren Kiel, Flensburg und Mannheim ihre Erwartungen.

Kiels Trainer Alfred Gislason startet bescheiden in die Champions League.

Quelle: Uwe Anspach

Frankfurt/Main. Die 25. Saison der Handball-Champions-League löst beim deutschen Top-Trio keine Feierstimmung aus.

Mit bescheidenen Zielen starten Meister Rhein-Neckar Löwen, Pokalsieger THW Kiel und Vizemeister SG Flensburg-Handewitt an diesem Wochenende in die Königsklasse, die vor einer tiefgreifenden Reform steht. Nachdem im Vorjahr erstmals kein deutscher Verein das Final-Four-Turnier in Köln erreichte, droht in der Jubiläumsspielzeit ein ähnliches Fiasko.

"Die Gefahr, dass das häufiger passiert, ist sehr groß. Die Vereine außerhalb Deutschlands haben viel mehr Möglichkeiten, sich in ihrer Liga zu schonen", erklärte Kiels Trainer Alfred Gislason vor dem Auftakt gegen Vorjahresfinalist Paris St. Germain am Sonntag (17.15 Uhr).

Vor dem Anpfiff will die Europäische Handball-Föderation (EHF) über ihre Zukunftspläne informieren. In einer Europaliga sollen ab 2019 zwölf Mannschaften aus den stärksten Ligen gegeneinander spielen. Nach einer Punkterunde mit Hin- und Rückspielen geht es für die besten acht Teams mit dem Viertelfinale weiter, der Sieger wird wie bisher beim Final Four in Köln gekürt.

Dorthin würden die deutschen Vertreter, die in den vergangenen 15 Jahren immerhin sechsmal triumphierten, in dieser Saison gerne wieder kommen. Zum Favoritenkreis zählen sie jedoch nicht. Erste Anwärter auf den silbernen Pott sind neben Paris vor allem Barcelona, Veszprem, Kielce und Titelverteidiger Skopje. Insgesamt 3,58 Millionen Euro schüttet die EHF an die Vereine aus, der Sieger verdient maximal 665 000 Euro. Mit solchen Summen beschäftigen sich die deutschen Clubs vorerst nicht. Ihr Ziel ist erst einmal das Viertelfinale.

Schon der Auftakt hält für Kiel und die Löwen, die ebenfalls am Sonntag (19.30 Uhr) den FC Barcelona empfangen, Hammeraufgaben bereit. "Paris ist für mich der absolute Topfavorit auf den Titel. Die sind auf jeder Position Weltklasse besetzt", sagte THW-Trainer Gislason über die Weltauswahl um Rückraumstar Nikola Karabatic und DHB-Kapitän Uwe Gensheimer.

Die Kieler Generalprobe gegen den SC DHfK Leipzig (29:26) verlief holprig, nach zuvor zwei Niederlagen aber zumindest siegreich. "Ich bin ein bisschen erleichtert, dass wir langsam in die Gänge kommen", sagte Gislason.

Vorfreude herrscht bei den Rhein-Neckar Löwen. "Der FC Barcelona gehört zu den besten Adressen im internationalen Handball und genießt einen exzellenten Ruf auf der ganzen Welt. Keine Frage: Wir starten sofort mit einem echten Highlight", erklärte Managerin Jennifer Kettemann.

Nur zu gerne würden die Löwen den neunmaligen Gewinner ärgern. Auf Dauer sieht Trainer Nikolaj Jacobsen sein Team wegen der zu hohen Belastung in der Bundesliga aber kaum konkurrenzfähig. "Deswegen entscheiden sich immer mehr Topstars auch dafür, nicht nach Deutschland zu kommen", sagte Jacobsen. Beleg dafür: Am Freitagabend mussten die Löwen in der Liga noch beim VfL Gummersbach ran.

Die Terminhatz zu spüren bekommt gleich zum Start auch die SG Flensburg-Handewitt. Nur 48 Stunden nach dem souveränen 29:21-Sieg gegen Erlangen empfängt der Vizemeister am Samstag den dänischen Meister Aalborg Handball. "Bei der Qualität der Gegner und der Belastung in der Bundesliga kann es für uns nur ums Weiterkommen gehen", sagte Allroundspieler Rasmus Lauge.

dpa

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