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Flensburg bleibt HBL-Primus - Auch Kiel und Löwen siegen

Handball Flensburg bleibt HBL-Primus - Auch Kiel und Löwen siegen

Aus dem Spitzenquartett der Handball-Bundesliga leisten sich vor der Länderspielpause nur die Füchse Berlin einen kleinen Stolperer. Tabellenführer Flensburg baut seine Rekord-Siegesserie aus, auch die Titel-Konkurrenz aus Kiel und Mannheim gewinnt.

Die SG Flensburg-Handewitt hat noch eine weiße Weste in der Bundesliga.

Quelle: Benjamin Nolte

Frankfurt/Main. Die SG Flensburg-Handewitt führt die Handball-Bundesliga weiter ungeschlagen an, Nordrivale THW Kiel und Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen bleiben dran.

Vor der Länderspielpause mit den EM-Qualifikationsspielen der DHB-Auswahl gegen Portugal und die Schweiz erfüllten die Topanwärter auf die Meisterschale auf nationalem Parkett problemlos ihre Pflichtaufgaben. Spitzenreiter Flensburg baute seine Rekord-Siegesserie vor heimischer Kulisse mit einem ungefährdeten 27:21 (15:10) gegen Frisch Auf Göppingen aus und weist eine makellose Bilanz von 18:0 Punkten auf. Dahinter folgen die Kieler (18:2), die bereits am Vortag beim Aufsteiger HC Erlangen mit 33:26 gewannen.

Mit einem Spiel weniger lauern die Rhein-Neckar Löwen (16:2) auf Rang vier. Der deutsche Meister setzte sich gegen die HSG Wetzlar auch dank je fünf Toren von Alexander Petersson und Andy Schmid mit 24:20 (13:10) durch. Aus dem Spitzenquartett gerieten lediglich die Füchse Berlin (17:3) leicht ins Stolpern. Der Tabellendritte rettete beim SC Magdeburg nach einem Vier-Tore-Rückstand zur Pause noch ein 29:29 und damit zumindest einen Punkt. Fünfter bleibt der SC DHfK Leipzig (13:5) nach einem 25:20 gegen TVB 1898 Stuttgart.

Beim ungefährdeten Sieg der Flensburger, die saisonübergreifend sogar 15 Mal nacheinander gewonnen haben, überzeugte Lasse Svan als bester Schütze mit sechs Toren und einer hundertprozentigen Trefferquote. Der EHF-Cup-Sieger aus Göppingen, für den Adrian Pfahl am häufigsten traf, konnte den Bundesliga-Primus nur bis zur 23. Minute fordern. Dann zogen die Hausherren vom 9:10 auf 21:10 davon.

Bereits am Samstag hatte Flensburgs Erzrivale Kiel seine Pflichtaufgabe in Erlangen nach Anlaufschwierigkeiten souverän gelöst. "Wir wissen, dass wir in der Liga nicht verlieren dürfen", kommentierte Trainer Alfred Gislason die konzentrierte Vorstellung seines Teams.

Beste Werfer beim Sieger waren Kapitän Domagoj Duvniak mit neun Toren und Raul Santos mit acht. Ein Extra-Lob verdiente sich aber Marko Vujin, der nach der Pause sechs Mal traf. "Unser Angriff war sehr stark, vor allem was Vujin gemacht hat, der in der ersten Halbzeit gar nicht gespielt hat. Er hat den Ausschlag gegeben", sagte Gislason.

Er hofft nun wie seine Trainerkollegen, dass die zahlreichen Auswahlspieler ohne Blessuren von der in der kommenden Woche anstehenden EM-Qualifikation zurückkehren. "Es ist immer ein Hoffen und Bangen, dass die Spieler gesund bleiben", sagte Gislason.

Allein für die DHB-Auswahl stellen die Kieler vier Spieler ab - genauso viele wie die Füchse Berlin. Die hatten in Magdeburg einen Kraftakt zu bewältigen. Petar Nenadic erzielte in der 56. Minute beim 27:26 die erstmalige Gäste-Führung. Zehn Sekunden vor Schluss glich der Pokalsieger zum 29:29 aus. Beste Werfer vor 7121 Zuschauern waren Bjarki Mar Elisson (7/2) für Berlin und der dänische Olympiasieger Michael Damgaard (6) bei den Gastgebern.

dpa

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