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Flensburg holt Derbysieg gegen Kiel - Löwen bezwingen SCM

Handball Flensburg holt Derbysieg gegen Kiel - Löwen bezwingen SCM

Die SG Flensburg-Handewitt setzt ein erstes Zeichen in der Handball-Bundesliga: Der Pokalsieger schlägt den Meister THW Kiel und startet mit drei Siegen in drei Spielen in die Saison. Auch der MT Melsungen ist wie die Rhein-Neckar Löwen noch verlustpunktfrei.

Leipzig. Das erste Gigantentreffen in der Handball-Bundesliga hat die SG Flensburg-Handewitt für sich entschieden. Der Champions-League-Sieger aus dem Vorjahr bezwang den deutschen Rekordmeister und Titelverteidiger THW Kiel im 84. Schleswig-Holstein-Derby mit 30:25 (15:12).

Damit unterstrichen die Flensburger ihre Ambitionen auf den ersten Titelgewinn seit der Saison 2003/2004. Der deutsche Pokalsieger legte mit 6:0-Punkten einen perfekten Saisonstart hin und setzte in der mit 6300 Zuschauern ausverkauften Flens-Arena ein erstes Ausrufezeichen im Kampf um die Meisterschaft.

Beste Werfer waren die Flensburger Lasse Svan und Anders Eggert (je 9) sowie Domagoj Duvnjak (5) für den THW, dessen Trainer Alfred Gislason am Montag seinen 56. Geburtstag feiert. Er monierte die mangelnde Konzentration seiner Spieler, die selbst die Rote Karte für Flensburgs Henrik Toft Hansen (dritte Zeitstrafe nach einem Foul an seinem Bruder Rene im THW-Trikot/56.) nicht ausnutzen konnten.

Im zweiten Spitzenspiel siegten die Rhein-Neckar Löwen beim SC Magdeburg glücklich mit 24:23 (12:14). Dabei lagen die Elbestädter über 55 Minuten in Führung. Der Mannheimer Alexander Petersson erzielte neun Sekunden vor Schluss die Führung. Zwar hatte der SCM noch einen Freiwurf, doch Michael Damgaard verfehlte das Löwen-Tor. Bester Werfer beim Gastgeber war Robert Weber mit acht Treffern, allerdings ebnete er kurz vor Schluss mit einem vergebenen Siebenmeter den Sieg für die Mannheimer. Bei den Gästen trafen Uwe Gensheimer und Petersson jeweils fünfmal.

Ebenfalls einen idealen Auftakt in die 50. Bundesliga-Saison erwischte Melsungen. Die Handballer der Turngemeinde von 1861 haben nach drei Saisonpartien wie Flensburg 6:0-Punkte. Auch wenn die Ansetzungen vermeintlich leicht aussahen: Doch bei den Aufsteigern DHfK Leipzig und ThSV Eisenach zu gewinnen, die schon Lemgo und Hamburg bezwangen, war nicht selbstverständlich, ebenso nicht der Sieg gegen FrischAuf Göppingen.

Beim bis zum Schluss spannenden 30:27 (12:13)-Erfolg am Samstag in Eisenach mussten die Nordhessen ihr ganzes Können aufbieten. "Das war Handball mit allem, was man sich wünscht. Ich bin froh, dass wir die zwei Punkte geholt haben", meinte Trainer Michael Roth, der den Erfolg der größeren Cleverness seiner Jungs in den letzten Minuten zusprach. Eisenachs Coach Velimir Petkovic dagegen war geschafft:  "Ich bin enttäuscht, wie das gelaufen ist. Das darf nicht passieren, dass man dieses Spiel nach dieser Leistung verliert."

Petkovic sagte voraus, dass diese Melsunger eine große Saison spielen werden. "Sie sind so stark, die werden oben dabeibleiben", erklärte er. Zumindest auch nach vier Spieltagen sollte die Siegbilanz Bestand haben: Am Mittwoch kommt mit dem TVB Stuttgart der dritte Aufsteiger nach Melsungen. Und der hat noch keine Punkte auf dem Konto.

Auch weil die Schwaben am Freitag gegen den HSV Hamburg nach einem intensiven Spiel mit 27:31 (16:16) den Kürzeren gezogen hatten. Der HSV war in der entscheidenden Phase spielstärker.

Die Füchse Berlin, die gegen den SC DHfK Leipzig am Samstag zwar am Ende deutlich mit 34:27 (18:13) gewannen, dabei aber ein Wechselbad der Gefühle durchmachen mussten. Leipzig war in der Anfangsphase das bessere Team und gab sich auch bei einem Sieben-Tore-Rückstand nach der Pause nicht auf. Bis auf einen Treffer kämpften sich die Sachsen heran, ehe sich die individuelle Klasse der Berliner - allen voran der 13-fache Torschütze Petar Nenadic - doch noch durchsetzte.

Die ersten zwei Punkte der Saison sicherte sich der TBV Lemgo mit dem 30:28 (14:11) gegen Balingen-Weilstetten, während Hannover-Burgdorf nach der unglücklichen Niederlage am Mittwoch gegen Kiel den Bergischen HC mit 29:24 (14:13) auf Distanz hielt.

dpa

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