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Flensburg mit Erfolg: "Nummer eins im Land sind wir!"

Handball Flensburg mit Erfolg: "Nummer eins im Land sind wir!"

Der Titelverteidiger demütigt im DHB-Pokal Rekordmeister THW Kiel in dessen Halle. Nach dem 34:27 im 86. Schleswig-Holstein-Derby fährt die SG zum Endturnier. Kiel ist zum dritten Mal nacheinander nur Zuschauer.

Kiel. Ljubomir Vranjes war der historische Augenblick bewusst. "Was soll ich sagen? Nach mindestens zehn Jahren fahre ich mit einem Sieg aus Kiel weg", erklärte der Trainer des Handball-Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt stolz.

Sein Team hatte im Viertelfinale des deutschen Pokals den Nordrivalen und Favoriten THW Kiel mit 34:27 (18:15) gedemütigt. Es war der erste Pflichtspielsieg der Flensburger in der Sparkassen-Arena seit neun Jahren. Der letzte Erfolg in Kiel war das 34:32 im Viertelfinale der Champions League am 4. März 2006. Seither hatten in dem ewigen Kampf immer die Kieler den Ton angegeben.

Während der Titelverteidiger aus Flensburg nun zum sechsten Mal in Serie zum Pokal-Endturnier nach Hamburg fährt, ist der Rekordmeister zum dritten Mal nacheinander im Halbfinale nur Zuschauer. Beim viele Jahre dominierenden THW blättert der Lack. Als der Spielverlauf das Kieler Publikum verstummen ließ, riefen die Flensburger Fans: "Die Nummer eins im Land sind wir!"

THW-Trainer Alfred Gislason bemühte sich, seine Enttäuschung über die Pleite nicht zu sehr zu zeigen: "Großartige Vorwürfe kann ich der Mannschaft nicht machen. Wir haben es einfach nicht geschafft, besser als Flensburg zu spielen."

Dass vor 10 285 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena beim 86. Schleswig-Holstein-Derby nun sogar der höchste Auswärtssieg der Flensburger gelang, war vor allem drei Spielern zu verdanken: Torhüter Mattias Andersson vernagelte seinen Kasten. Rechtsaußen Lasse Svan und Holger Glandorf (je neun Tore) aus dem Rückraum trafen beinahe nach belieben.

"Lasse hat aus kleinen Winkeln getroffen und Holger aus zehn Metern - zum Teil durch den Doppelblock und die Beine des Torwarts hindurch", analysierte Vranjes: "Wir hatten also auch das Glück auf unserer Seite. Der Sieg gehört aber der Abwehr und Mattias Andersson, das war überragend."

Die kurioseste Szene des Spiels lieferte THW-Linksaußen Dominik Klein, der am Mittwoch seinen 32. Geburtstag gefeiert hatte. In der ersten Halbzeit stürmte er bei einem Tempogegenstoß auf das Flensburger Tor zu. SG-Keeper Mattias Andersson lief ihm entgegen. Als der Schwede merkte, dass er zu spät kommen würde, rannte er an Klein vorbei, um eine Rote Karte zu vermeiden. Der Deutsche war dermaßen irritiert, dass er den Ball nicht im leeren Tor unterbrachte, sondern an den Pfosten setzte. Klein erlitt später eine Zerrung des Kreuzbandes im linken Knie und fällt bis zum Jahresende aus.

dpa

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