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Glandorf und Flensburg im Duell mit der Supermacht Paris

Handball Glandorf und Flensburg im Duell mit der Supermacht Paris

Zum Champions-League-Auftakt treffen die Flensburger gleich auf den Top-Favoriten aus Paris. Aber Flensburgs Linkshänder Glandorf hat trotz der beiden letzten Niederlagen in der Bundesliga keine Angst vor der Millionen-Truppe: "Warum sollen wir die nicht schlagen?"

Flensburg. hat keine Angst vor großen Namen. Dass er mit Handball-Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt gleich zum Champions-League-Auftakt auf das Starensemble von Paris St. Germain trifft, ficht den ehemaligen Nationalspieler nicht an.

Im Gegenteil: Es spornt ihn an. "Warum sollen wir die nicht schlagen?", meinte der wurfgewaltige Rückraumspieler vor dem Gastspiel des französischen Meisters beim DHB-Pokalsieger am Samstag forsch.

Sucht man den personifizierten Gegensatz zwischen den Teams, landet man schnell bei Glandorf. Bodenständig, bescheiden, stets freundlich - das sind die Charakterzüge des gebürtigen Osnabrückers, der seit 2011 das SG-Trikot trägt. Auf dem Feld jedoch zeigt der Linkshänder sein anderes Gesicht. Aus der zweiten Reihe ist der 1,97-Meter-Mann ebenso gefährlich wie aus der Nahdistanz, wenn er sich ohne Rücksicht auf Verluste wie eine Schlange durch die gegnerische Abwehr windet.

Auch am größten Erfolg in der Flensburger Vereinsgeschichte, dem Gewinn der Champions League 2013, hatte der Weltmeister von 2007 entscheidenden Anteil. Ein Glandorf-Tor zwei Sekunden vor Ende der Verlängerung rettete die SG im Halbfinale gegen den FC Barcelona ins Siebenmeterwerfen, das die Flensburger gewannen. Am Endspiel-Triumph über den THW Kiel war Glandorf dann mit fünf Treffern beteiligt.

Nun geht es gegen die PSG-Weltauswahl, die von vielen Experten auf den Favoritenschild für den Sieg in Europas Königsklasse gehoben wird. Das sieht neben Coach Ljubomir Vranjes ("eine Übermannschaft") auch Glandorf so, der nach seinem Achillessehnenriss im Dezember nun fast wieder bei 100 Prozent Leistungsvermögen angekommen ist: "Paris hatte schon vorher eine absolute Weltklassemannschaft. Und jetzt haben sie sich mit Nikola und Luka Karabatic super verstärkt."

Der vom FC Barcelona gekommene Nikola Karabatic hatte sich im französischen Supercup gegen Saint Raphael einen Wangenknochen gebrochen, ist seit kurzem aber wieder voll im Einsatz. Somit steht dem Champions-League-Debüt mit Bruder Luka im Team von Noka Serdarusic nichts im Wege. Der ehemalige Erfolgstrainer des THW Kiel war von 1990 bis 1993 auch auf Flensburgs Bank verantwortlich. 

Finanziell spielen die Franzosen in Europa in einer eigenen Liga. Der Jahresetat, vor allem gespeist durch Geld aus dem Wüstenemirat Katar, liegt bei 16,55 Millionen Euro. Damit liegen die Handballer aus der französischen Hauptstadt deutlich über dem, was Kiel (9,5 Millionen) und Flensburg (6,5) als die Top-Zwei aus der Bundesliga aufwenden.

Und auch wenn die SG-Formkurve zuletzt gegen Melsungen (32:33) und in Wetzlar (21:24) unerwartet nach unten gezeigt hat, gibt sich Glandorf kämpferisch: "Das Spiel gegen Paris wollen wir einfach nur genießen. Wir werden alles geben, und dann halte ich alles für möglich."

dpa

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