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Island verliert: Deutsche Handballerinnen fahren zur EM

Handball Island verliert: Deutsche Handballerinnen fahren zur EM

Erst grübelten die Handballerinnen bei der Rückfahrt im Bus über ihre vergebenen Chancen, dann machte plötzlich die Nachricht von der geschafften EM-Qualifikation die Runde. Nun kann das Team von Neu-Bundestrainer Biegler entspannt ins Spiel gegen Island gehen.

St. Gallen. Hinter der ersten Mission konnte Michael Biegler kurz vor Mitternacht im Mannschaftsbus einen Haken machen. Stunden nach dem 25:23-Arbeitssieg in der Schweiz sorgte die freudige Nachricht von der geschafften EM-Qualifikation der deutschen Handballerinnen für einen Jubelausbruch.

Denn nach der 16:30-Heimniederlage der Isländerinnen gegen Frankreich am späten Mittwochabend war die Teilnahme für das Kontinentalturnier vom 4. bis 18. Dezember in Schweden perfekt. Das Team von Bundestrainer Biegler kann vor dem letzten Qualifikationsspiel gegen Island am Sonntag (17.00 Uhr) in Stuttgart nicht mehr von Platz zwei verdrängt werden.

"Jetzt bin ich tiefenentspannt", sagte Biegler, der Anfang April den glücklosen Dänen Jakob Vestergaard abgelöst hatte, nach seinem Debüt. Dabei wirkte er beim eigenen Spiel teilweise ganz schön angespannt. Mittelfristig soll der langjährige Männer-Bundesliga-Trainer, der bis Januar neben dem HSV Hamburg auch die polnische Männer-Nationalmannschaft trainiert hatte, die deutschen Handballerinnen bei der Heim-WM 2017 ins Halbfinale führen.

Bereits im Hinblick auf dieses Fernziel hatten Biegler und DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld, der in St. Gallen mit auf der Bank saß, das Team enorm umgekrempelt. Neben vielen Neulingen standen in Kerstin Wohlbold und Svenja Huber (beide vom Meister Thüringer HC) auch zwei Spielerinnen im Fokus, die Vestergaard aussortiert hatte - beide gehörten zu den Sieggaranten. "Ich bin froh, dass ich wieder dabei bin und der Mannschaft helfen konnte", sagte Spielmacherin Wohlbold.

Deutliche Selbstkritik übte Huber: "Wir haben noch deutlich Luft nach oben, weil wir vieles nicht abgerufen haben, was wir im Training gezeigt hatten." Die Rechtsaußen, die zu Borussia Dortmund wechselt, war mit acht Treffern beste deutsche Werferin.

Spielerisch war der knappe Sieg noch kein Schritt nach vorne. Wie schon unter allen Vorgängern Bieglers wurden im Angriff zahllose hundertprozentige Chancen vergeben, anfangs stimmte auch die Abstimmung der neuformierten Abwehr nicht. Dennoch zog Biegler nach der ersten Lehrgangswoche seiner Amtszeit ein positives Fazit: "Ich bin total begeistert von der Art und Weise, wie fokussiert die Spielerinnen sind, wie sie mitgezogen haben. Sie gehen jedes Training emotional und leidenschaftlich an."

dpa

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