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Kein Sieg in drei WM-Tests: DHB-Frauen auf Formsuche

Handball Kein Sieg in drei WM-Tests: DHB-Frauen auf Formsuche

Trotz drei siegloser Testspiele versprühen die deutschen Handballerinnen und der Bundestrainer Optimismus vor der Weltmeisterschaft in Dänemark. Dort will das Team ab Samstag das Ticket für die Olympia-Qualifikation buchen.

Umag. Die Ausbeute war dürftig, die Zuversicht jedoch ist ungebrochen: Ohne einen Sieg in ihren drei Testspielen fahren die deutschen Handball-Frauen zur WM nach Dänemark.

Zum Abschluss setzte es in Umag gegen Gastgeber Kroatien mit dem 24:27 (18:13) die zweite Niederlage, nachdem bereits am Vortag nach deutlicher Führung nur ein 31:31 gegen die Slowakei zu Buche stand. Zum Auftakt der Vorbereitung hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in Leipzig mit 30:31 gegen den WM-Vierten Polen verloren. "Ich reise mit viel Optimismus zur WM, auch wenn ein solches Turnier für unsere junge Mannschaft nicht einfach wird", sagte Bundestrainer Jakob Vestergaard dennoch.

Als die deutschen Spielerinnen nach ihren finalen WM-Tests am Sonntag wieder deutschen Boden betraten, hatten sie neben vielen Erkenntnissen auch ein gehörige Portion Ungewissheit im Gepäck. Vor dem WM-Einstand in Kolding gegen Frankreich stellt sich vor allem eine Frage: Reicht die Zeit für die neu formierte und deutlich verjüngte Mannschaft, um in Form zu kommen? "Ja", sagte Torfrau und Kapitänin Katja Kramarczyk, "wir werden optimal vorbereitet in die Partie gehen, wir werden jedes Training nutzen."

Insbesondere die Tatsache, dass gegen die nicht für die WM qualifizierten Slowakei und Kroatien jeweils Sechs-Tore-Führungen verspielt wurden, muss den Bundestrainer nachdenklich stimmen. "Die erste Hälfte gegen Kroatien war super, da haben wir wirklich gezeigt, was wir können", bilanzierte Vestergaard, "dass wir nicht gewonnen haben, hat mich richtig geärgert."

Der erst seit März amtierende Däne sieht noch viel Arbeit bis zum WM-Start. "Ich hatte - ehrlich gesagt - gedacht, wir wären einen Schritt weiter. Gerade in der Abwehr müssen wir uns erheblich steigern. Zweimal 31 Gegentore sind einfach zu viel, das sah gegen Kroatien schon besser aus." Ähnlich kritisch sieht Kramarczyk die Tests in Umag: "Wir haben zweimal klar geführt, da müssen wir uns natürlich hinterfragen, warum wir uns nicht belohnt haben."

Zwar wurde die Mannschaft im September mit dem Fernziel Heim-WM 2017 neu zusammengestellt, aber auch bei der anstehenden WM zählen nur die Ergebnisse. Denn das Turnier ist die letzte Chance, noch zu den Olympischen Spielen in Rio zu kommen. Um ein Ticket für eines der drei Olympia-Qualifikationsturniere im März 2016 zu buchen, muss die DHB-Auswahl mindestens das Viertelfinale erreichen.

In der Vorrunde warten in Frankreich (5. Dezember), Titelverteidiger Brasilien (8. Dezember) und Asienmeister Südkorea (10. Dezember) drei hohe Hürden, gegen Argentinien (7. Dezember) und Außenseiter Demokratische Republik Kongo muss gewonnen werden, um als eine der vier besten Mannschaften der Gruppe C das Achtelfinale zu erreichen. Und dort warten aus der Parallelgruppe D ausnahmslos Hammergegner auf die deutsche Mannschaft, die die sportliche Qualifikation gegen Russland verpasst hatte und nur dank einer Wildcard des Weltverbandes IHF in Dänemark mitspielen darf.

dpa

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