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Löwen wollen am Boden bleiben: "Aus Fehlern lernen"

Handball Löwen wollen am Boden bleiben: "Aus Fehlern lernen"

Durch den Sieg im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga liegen die Rhein-Neckar Löwen weit vorne. Titelverteidiger THW Kiel gibt aber nicht auf.

Mannheim. Der ewige Zweite hat sich abgesetzt. Doch trotz großem Jubel nach dem 24:20 (13:7) über Rekordmeister THW Kiel redete bei den Rhein-Neckar Löwen niemand von einer Meisterfeier.

In der Handball-Bundesliga sind die Mannheimer mit neun Siegen aus neun Spielen zwar unangefochten Tabellenführer. Aber Team-Manager Oliver Roggisch sprach vom Thema Meisterschaft so, wie er als Aktiver agierte: energisch defensiv. "Der Weg ist noch ewig lang. Wir müssen weiter hart arbeiten und genau so weiter machen wie die letzten Spiele", sagte der blonde Hüne.

Allerdings stehen die Chancen auf den ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte nach dem Erfolg gegen den Titelverteidiger gut. Doch Roggisch warnte: "Wir sehen, was in Kiel passiert, wenn ein paar Leute verletzt sind. Sowas kann uns theoretisch auch passieren."

Mit 18:0-Punkten sind die Löwen perfekt gestartet. Flensburg als Zweiter hat fünf Minuspunkte, Kiel sogar bereits sechs. Für die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen folgt nach dem Champions-League-Spiel am Samstag in Skopje die nächste Bundesliga-Partie am kommenden Mittwoch bei der HBW Balingen-Weilstetten. Kiel empfängt Eisenach.

Den Norddeutschen fehlt dann weiterhin Nationalspieler Patrick Wiencek, der sich vergangenes Wochenende einen Kreuzbandriss zuzog. Doch das Verletzungspech wollten die "Zebras" nicht als Ausrede für die Niederlage in Mannheim anführen. Und auch nicht die wieder extrem massive Defensive der Löwen, die in der ersten Halbzeit nur sieben Tore zuließ. "Wir haben zu viel verworfen. Das war Spazierhandball, wir haben nicht richtig Gas gegeben", kritisierte THW-Kapitän Rene Toft Hansen, der mit seinem Team am Samstag in der Champions League in Polen bei Orlen Wisla Plock antreten muss.

Trotz der Niederlage bleibt der Rekordmeister angriffslustig. "Man darf uns nicht abschreiben", sagte THW-Geschäftsführer Thorsten Storm. "In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel fast gedreht. Wir werden unser Potenzial noch erreichen."

Die Löwen, Vizemeister der vergangenen beiden Spielzeiten, hatten indes wenig zu meckern. An der Abwehrreihe und an Torhüter Mikael Appelgren prallten die Kieler immer wieder ab. Es half auch nichts, dass THW-Trainer Alfred Gislason zeitweise seinen Torwart Niklas Landin für einen siebten Angriffsspieler tauschte. In der Offensive vergaben die Löwen nur selten Chancen.

Den Erfolg erklärte Rückraumspieler Kim Ekdahl Du Rietz damit, dass das Team größtenteils seit Jahren zusammen spielt. "Jeder weiß, was der Nebenmann tut. Dann kann man einfach nach Gefühl spielen."

Die Mannschaft von Jacobsen ist vor allem darauf bedacht, nach dem Traumstart nicht die Ruhe zu verlieren: "Wir wollen aus unseren Fehlern der letzten Jahre lernen", betonte Nationalspieler Stefan Kneer. "Wir müssen in jedes Spiel gehen, als wäre es das letzte der Saison."

dpa

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