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Nach Flensburgs "Hammerfight": Vardar als gutes Omen

Handball Nach Flensburgs "Hammerfight": Vardar als gutes Omen

Nur mit Mühe ist Flensburg-Handewitt ins Viertelfinale der Champions League eingezogen. Jetzt wartet Vardar Skopje. Ein Team mit Potenzial. Die Flensburger kramen in der Erinnerung.

Flensburg. Das 28:26 der Flensburger im Achtelfinal-Rückspiel war hart erkämpft. "Das war ein 120-Minuten-Hammerfight. Es hätte auch anders kommen können", bilanzierte Trainer Ljubomir Vranjes die beiden Einsätze. "Man braucht in der entscheidenden Phase der Saison auch das Glück."

Vier Minuten vor Spielende hatte die Zuschauer in der Flens-Arena lähmendes Entsetzen gepackt. Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt war zu diesem Zeitpunkt gegen Meschkow Brest in der Champions League ausgeschieden. Die Weißrussen führten mit zwei Toren, nachdem sie das Hinspiel mit einem Tor verloren hatten. "Ich habe immer daran geglaubt, dass ich ein kleines Geschenk von der Mannschaft bekomme", sagte Geschäftsführer Dierk Schmäschke, der am Sonntag seinen 59. Geburtstag beging. Sein Gefühl trog ihn nicht, wenngleich er lange bangen musste.

Jubilar Schmäschke sieht sich bestätigt: "Es klingt abgedroschen, ist aber so: Im Achtelfinale kann jeder jeden schlagen." Flensburgs Kraftakt beweis erneut, wie breit das Niveau der europäischen Teams in der Spitze geworden ist. Das Aus des Titelverteidigers KS Vive Kielce gegen Montpellier HB, das sich aus einer der schwächeren Gruppen für die K.o.-Phase qualifiziert hatte, spricht Bände.

Im Viertelfinale in drei Wochen muss der Tabellenführer der Bundesliga gegen HC Vardar Skopje ran. Für das Spiel gegen den mazedonischen Meister werden die Flensburger einen höheren Gang einlegen müssen. "Ein absolutes Top-Team", meinte Schmäschke ehrfurchtsvoll. Vardar hatte in der Vorrunde die Top-Gruppe B vor Titelverteidiger Kielce und Pick Szeged gewonnen und spielt eine herausragend starke Saison.

Die Flensburger nehmen die Begegnung mit den Mazedoniern als gutes Omen. Vor drei Jahren kreuzten sich ihre Wege schon einmal im Viertelfinale. Damals war es der berüchtigte Ritt auf der Rasierklinge: Zu Hause gewannen die Norddeutschen mit 24:22, in Skopje verloren sie mit 25:27. Nur über die Auswärtstorregel kam Flensburg weiter. Aber dann: Im anschließenden Final Four eroberte die SG Europas begehrteste Vereinstrophäe.

Zweiter deutscher Vertreter im Wettbewerb ist der THW Kiel, der gegen Rekordsieger FC Barcelona antritt. Beide standen sich im Viertelfinale bislang zweimal gegenüber: 2011 kam Barcelona gegen Titelverteidiger Kiel weiter, 2016 setzte sich der THW gegen Cup-Sieger Barcelona durch. Auch diesmal hat das Champions-League-Gesetz Bestand: Noch nie hat der Titelverteidiger die Trophäe erneut gewonnen.

dpa

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