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Rhein-Neckar Löwen feiern - Meister Kiel schlägt Füchse

Handball Rhein-Neckar Löwen feiern - Meister Kiel schlägt Füchse

Mannheim bleibt in der Handball-Bundesliga das Team der Stunde: In einem aufgeladenen Spiel beim HSV Hamburg entscheidet ein Wurf in letzter Sekunde. In zwei Spielen ernten Referees Kritik. Der deutsche Meister Kiel gewinnt das Spiel beim Club-Weltmeister Berlin.

Hamburg. Andy Schmid war kaum einzufangen. Über das ganze Spielfeld flitzte der Schweizer Spielmacher der Rhein-Neckar Löwen, nachdem er am Samstag drei Sekunden vor Schluss den 29:28-Siegtreffer über den HSV Hamburg erzielt hatte.

Die Erleichterung der Mannheimer nach dem Auswärtserfolg vor 8124 Zuschauern über den zwölften Sieg im zwölften Bundesligaspiel und die Tabellenführung war riesengroß. Vor der Nationalmannschaftspause mit dem Supercup von Freitag bis Sonntag ist die SG Flensburg-Handewitt wieder Zweiter. Der DHB-Pokalsieger mühte sich am Sonntag zu einem glücklichen 33:30 (15:14)-Heimsieg gegen den starken SC Magdeburg.

Im packenden Duell deutscher Meister gegen Club-Weltmeister setzte sich der THW Kiel bei den Füchsen Berlin mit 27:24 (11:12) durch. Überragende Spieler bei Kiel waren Torhüter Niklas Landin und Spielmacher Domagoj Duvnjak (8), der vor dem Spiel in der Kabine gesundheitliche Probleme hatte. Unter den Augen von Bundestrainer Dagur Sigurdsson und 9000 Zuschauern traf Fabian Wiede achtmal für Berlin. "Kompliment an die Mannschaft. Wir hatten vor der Partie große Probleme. Duvnjak ist in der Kabine zusammengeklappt und spielt dann so eine zweite Halbzeit", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason im Fernsehsender Sport1 und fügte an: "Und Landin war überragend."

"Wir haben Glück gehabt, dass wir am Schluss die entscheidenden Tore gemacht haben", sagte Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen. "Ich bin froh, dass wir die zwei Punkte gewonnen haben, aber man sieht, dass uns nach den harten Wochen die Frische fehlt." Und Auswahl-Kapitän Uwe Gensheimer befand: "Der Sieg ist nur zwei Punkte wert, aber für uns als Mannschaft und für den Kopf ist es wichtig, dass man ein Spiel, das so auf der Kippe steht, noch gewinnt."

HSV-Trainer Michael Biegler war mit seiner Mannschaft zufrieden. "Heute hat sie unverdient verloren." Unzufrieden war der 54-Jährige mit der Leistung der Unparteiischen. "Es gab von der ersten Minute an eine Schieflage, die so nicht zu akzeptieren ist. Vergleichbare Situationen sind unterschiedlich bewertet worden", zürnte Biegler in Richtung der Schiedsrichter Lars Geipel und Marcus Helbig.

Vor allem die Aktionen des Mannheimer Kreisläufers Rafael Baena hatte der Hamburger Trainer im Visier. Allerdings hatte der HSV mit einigen Pfiffen auch Glück. Gensheimer hatte auf die Frage, ob Hamburg benachteiligt worden sei, eine kurze Antwort parat: "Nein."

Auch die Magdeburger zürnten über die Unparteiischen, weil sie sich in der Schlussphase von Simon Reich und Hanspeter Brodbeck ungerecht behandelt fühlten. "Am Ende war es nicht gerecht", sagte SCM-Rechtsaußen Robert Weber und lobte sein Team: "Wir haben echt ein geiles Spiel gemacht."

Ebenso spannend wie in Hamburg ging es im Kellerduell zwischen dem TVB 1898 Stuttgart und dem TuS N-Lübbecke zu. Der Liga-Verband HBL vermeldete über den Liveticker und Facebook zunächst ein 33:32 für Lübbecke, was der erste Saisonsieg der Ostwestfalen gewesen wäre. Doch in der Schlusssekunde glich Stuttgarts Michael Schweikardt mit seinem elften Tor zum 33:33 (20:13) aus.

Der VfL Gummersbach beendete mit dem 31:27 (14:11) über Frisch Auf Göppingen eine Serie von fünf sieglosen Spielen. Julius Kühn, der seinen Vertrag vor dem Spiel bis 2018 verlängerte, erzielte acht Treffer für die Oberbergischen. Nur in der ersten Halbzeit (15:14) hatte die MT Melsungen Probleme mit dem Bergischen HC. Am Ende stand ein klares 29:22 für die Nordhessen. Souverän mit 32:21 (16:10) löste die HSG Wetzlar die Heimaufgabe gegen den HBW Balingen-Weilstetten.

dpa

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