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Supercup vor dem Aus - erneut geringe Kartennachfrage

Handball Supercup vor dem Aus - erneut geringe Kartennachfrage

Mit dem Supercup starten die deutschen Handballer ihre EM-Vorbereitung. Bundestrainer Sigurdsson will noch einmal neues Personal testen. Der Supercup selbst steht dagegen vor dem Aus. Er sei nicht mehr zeitgemäß, heißt es beim DHB.

Kiel. Der seit 1979 ausgetragene Handball-Supercup der Männer ist bald Geschichte. Die diesjährige Auflage des Vier-Nationen-Turniers wird die letzte sein.

"Den Supercup wird es in dieser Form nicht mehr geben. Wir wissen, dass das System überholt und nicht mehr zeitgemäß ist", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning in Kiel.

Der Grund für das Ende der Traditionsveranstaltung ist die erneut geringe Kartennachfrage. "Dieses Format lockt in den großen Städten keinen mehr hinterm Ofen hervor", meinte Hanning. Wie es weitergeht, stehe aber noch nicht fest: "Alles ist offen." Darüber wolle der Deutsche Handballbund (DHB) in Ruhe nachdenken.

Der Supercup findet in diesem Jahr in Flensburg, Hamburg und Kiel statt. Die Deutschen starten mit den Spielen am Freitag gegen Brasilien, am Samstag gegen Serbien und zum Abschluss am Sonntag gegen Slowenien ihre Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Polen im kommenden Januar. Dennoch ist das Interesse der Zuschauer an den Partien bislang unter den Erwartungen des DHB geblieben. "Wir rechnen mit 3000 bis 4000 Zuschauern je Spielort", sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann. Das sei in Städten mit Champions-League-Handball wie Kiel oder Flensburg nicht überraschend. 

Trotz verletzungsbedingter Ausfälle hat Bundestrainer Dagur Sigurdsson für den letzten Supercup den Turniererfolg als klares Ziel ausgegeben. "Wir werden auf Sieg spielen. Probieren und Testen kommt erst an zweiter oder dritter Stelle", sagte er. Im deutschen Team herrsche Spannung sowie jede Menge Konkurrenzkampf.

Gut zwei Monate vor der EM (15. bis 31. Januar 2016) hat Sigurdsson aber einige Baustellen zu bearbeiten. Nach den Ausfällen der beiden Kreisläufer Patrick Wiencek (THW Kiel) und Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar-Löwen) gilt es vor allem, einen neuen Mittelblock zu bilden. "Wir haben mit Erik Schmidt aus Hannover und dem Magdeburger Finn Lemke aber zwei Leute, die vorher schon groß beteiligt waren an unserer 6-0-Abwehr", sagte der Isländer. Er sei deshalb guter Dinge, eine gute Abwehr aufstellen zu können.

Seine junge Mannschaft sei motiviert und sehr aktiv, sagte Sigurdsson. "Das macht Spaß." Auf der halblinken Position sei durch die Verletzung des Berliners Paul Drux nun "etwas Platz offen". Die Lücke könnte in den anstehenden Spielen vor allem Steffen Fäth von der HSG Wetzlar füllen.

dpa

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