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100-Meter-Rekord durch Reus vor Rio: 10,01 Sekunden

Olympia 100-Meter-Rekord durch Reus vor Rio: 10,01 Sekunden

Auf der schnellen Bahn von Mannheim haben die deutschen Leichtathleten kurz vor Olympia noch mal Gas gegeben. Julian Reus fehlt nur noch eine Winzigkeit, um die 100 Meter unter zehn Sekunden zu schaffen.

Mannheim. Sprinter Julian Reus hat unmittelbar vor den Olympischen Spielen den deutschen Rekord über 100 Meter erneut verbessert.

Beim Verabschiedungs-Meeting der Leichtathleten in Mannheim rannte der Wattenscheider 10,01 Sekunden. Der 28-Jährige hatte erst am 24. Juni die Rekordmarke in Zeulenroda auf 10,03 Sekunden gedrückt und kann nun selbstbewusst nach Rio de Janeiro reisen. Raphael Holzdeppe, der lange verletzte Ex-Weltmeister im Stabhochsprung, bestand den Härtetest mit Bravour und bestätigte seine Olympia-Teilnahme.

Die Bedingungen in Mannheim im Sprint waren mit 1,8 Metern pro Sekunde Rückenwind optimal. Im Windschatten von Reus lief auch der Leverkusener Aleixo Platini Menga in 10,15 Sekunden eine persönliche Bestzeit. "Dass ich gut in Form bin, habe ich die ganze Saison gezeigt", sagte Reus. "Man nimmt den Schwung natürlich mit. Ich bin dieses Jahr dreimal unter 10,10 gelaufen, das ist eine unglaubliche Konstanz."

Stark trumpften auch die deutschen Sprinterinnen auf. Tatjana Pinto aus Paderborn rannte in 11,00 Sekunden auf Platz eins und schob sich damit in der ewigen deutschen Bestenliste auf Platz sieben. Dahinter lief die EM-Dritte über 200 Meter, Gina Lückenkemper aus Dortmund, mit 11,04 Sekunden so schnell wie nie zuvor ins Ziel. Die Bestzeiten des Duos standen vorher bei 11,19 beziehungsweise 11,13 Sekunden.

Holzdeppe übersprang trotz starken Seitenwinds 5,70 Meter und war danach total erleichtert. Der 26-Jährige aus Saarbrücken war ohne Norm nominiert worden. Er hatte sich im Februar einen Anriss des Außen- und Innenbandes im Sprunggelenk sowie der Syndesmose zugezogen.

"Raphael Holzdeppe hat unter sehr schwierigen Bedingungen mit der gesprungenen Olympia-Norm von 5,70 Metern gezeigt, dass er bei einer weiteren Entwicklung in Rio an seine alte Leistungen anknüpfen kann", sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen. "Es war eine extrem schwere Generalprobe", sagte Holzdeppe. "Deshalb bin ich super zufrieden. Jetzt kann Rio kommen!"

Zudem glänzten die Hürdenflitzer: Nadine Hildebrand aus Sindelfingen lief über die 100 Meter Hürden in 12,64 Sekunden so schnell wie nie zuvor. Dieses Kunststück gelang auch dem Stuttgarter Gregor Traber in 13,21 Sekunden. So schnell war kein deutscher Spezialist auf dieser Distanz seit Falk Balzer im Jahr 2000.

dpa

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