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Botswana-Sprinter Makwala darf doch starten

Leichtathletik Botswana-Sprinter Makwala darf doch starten

Botswanas Weltklasse-Sprinter Isaac Makwala hat nun doch die Chance, sich für das 200-Meter-Finale der WM in London zu qualifizieren.

Der 30-Jährige dürfe nach seiner aufgrund eines Magen-Darm-Virus verordneten Quarantäne am Mittwochabend auf Bahn 7 alleine versuchen, die Qualifikationszeit von 20,53 Sekunden für das Halbfinale zu schaffen, teilte der Leichtathletik-Weltverband IAAF mit.

Isaac Makwala wurde in London Opfer einer Magen-Darm-Erkrankung.

Quelle: Jeon Heon-Kyun

London. Gelingt ihm das, kann er noch am selben Abend im Semifinale laufen. Wegen der ansteckenden Erkrankung hatte Makwala am Montag den Vorlauf verpasst.

Bereits für das Halbfinale qualifizierte Athleten seien von der Entscheidung, der eine ärztliche Untersuchung vorausgegangen sei, nicht betroffen, heißt es in einer Verbandsmitteilung.

Makwala hatte zuvor frustriert und empört auf sein vermeintliches WM-Aus reagiert und den Organisatoren sogar "Sabotage" vorgeworfen. "Sie haben mir nicht mal zugehört. Sie haben nur gesagt: Nein, du kannst nicht laufen, weil du krank bist", hatte der Sprinter dem britischen Fernsehsender ITV in London gesagt. "Manchmal denke ich, das könnte Sabotage sein."

Die IAAF hatte Makwala am Dienstag den Start im 400-Meter-Finale der Leichtathletik-WM untersagt, das schließlich sein großer Rivale Wayde van Niekerk gewann. Der Südafrikaner machte damit den ersten Schritt zum erhofften Gold-Double über 200 und 400 Meter.

Makwala war am Dienstagabend schon am Olympiastadion, wurde aber gestoppt und zurückgewiesen. Das britische Gesundheitsrecht schreibt in Erkrankungs-Fällen wie bei Makwala zwingend eine 48-stündige Quarantäne vor; der Sportler müsse auf seinem Hotelzimmer bleiben - bis Mittwoch 14.00 Uhr Ortszeit.

"Ich frage mich, wie es sein würde, wenn ich ein Brite wäre - hätten sie mir dann nicht erlaubt zu laufen?", meinte Makwala. "Ich glaube nicht, dass sie es mir dann nicht erlaubt hätten. Wenn sie gesehen hätten, der Junge hat Potenzial, hätten sie mir gestattet zu laufen."

Van Niekerk zeigte sich solidarisch mit seinem Rivalen. "Ich würde ihm wünschen, er hätte diese faire Chance gehabt", sagte der 400-Meter-Olympiasieger und zweimalige Weltmeister aus Kapstadt. "Ich glaube, er hätte seine Sache sehr, sehr gut gemacht. Ich habe so viel Sympathie für ihn."

dpa

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