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Diack zum Vertuschungs-Vorwurf: "Lächerlich"

Leichtathletik Diack zum Vertuschungs-Vorwurf: "Lächerlich"

Der scheidende IAAF-Präsident Lamine Diack hat Vorwürfe, sein Leichtathletik-Weltverband würde Doping-Fälle vertuschen, als "lächerlich" zurückgewiesen. "Die Glaubwürdigkeit unseres Sports ist nicht geschädigt worden.

Peking. n. Die Beschuldigungen sind falsch und kommen von der Sensationspresse", sagte Diack nach einer Sitzung des IAAF-Councils und des Exekutivkomitees des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Peking.

IOC-Präsident Thomas Bach wollte keine Stellung zu den Vorwürfen nehmen und verwies auf die Ermittlungen einer von der Welt-Anti-Doping-Agentur eingesetzten Untersuchungskommission. "Es wäre deshalb zu früh, über Ergebnisse zu spekulieren", sagte er. "Wir beschuldigen keine Sportler, für die zunächst die Unschuldsvermutung gilt."

Eine ARD-Dokumentation hat die Auswertung einer Liste aus der IAAF-Datenbank mit 12 000 Bluttests von rund 5000 Leichtathleten präsentiert. Danach sollen unter den Sportlern mit dopingverdächtigen Werten 146 Medaillengewinner von WM und Olympischen Spiele gewesen sein - unter ihnen 55 Sieger.

Begrüßt wurde von Bach die Wahl des Briten Sebastian Coe zum Nachfolger von Diack im IAAF-Präsidentenamt. "Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit", sagte er. Der Vorschlag von Coe, eine unabhängige Anti-Doping-Kontrollagentur für die Leichtathletik zu schaffen, würde im Oktober bei einem Treffen in Lausanne diskutiert.

Der IOC-Chef wird einige Tage in Peking verbringen, um sich neben dem Besuch der am Samstag beginnenden Leichtathletik-WM auch von den Chinesen über die Organisation der Olympischen Winterspiele 2022 informieren zu lassen. Peking hatte sich bei der IOC-Wahl gegen Almaty/Kasachstan durchgesetzt.

dpa

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