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ISTAF in Berlin: Bruder-Duell beim ältesten Meeting der Welt

Leichtathletik ISTAF in Berlin: Bruder-Duell beim ältesten Meeting der Welt

Das äußerst seltene Diskus-Duell der Harting-Brüder lockt die Leichtathletik-Fans am Sonntag ins Berliner Olympiastadion. Doch das älteste Leichtathletik-Meeting der Welt hat mehr zu bieten: Acht Weltmeister von London sind bei der EM-Generalprobe dabei.

Treffen im Bruder-Duell in Berlin aufeinander: Die Diskuswerfer Robert (l) und Christoph Harting.

Quelle: Rainer Jensen

Berlin. Ein Tunnel für die Läufer, eine Bühne für die Fans:  Mit einer Premiere wird das Berliner Olympiastadion am Sonntag die Leichtathletik-Fans auf die Europameisterschaften im kommenden August einstimmen.

Acht Weltmeister von London werten das älteste Meeting der Welt auf, obwohl Berlin nicht die großen Startgelder zahlen kann wie die Veranstalter der Diamond League. Rund 45 000 Zuschauer werden sich vor allem für die Duelle die beiden Berliner Diskus-Olympiasieger sowie zwei der Muskelmänner interessieren, die in dieser Saison die Speerwerfer-Szene dominierten.

DAS BRUDERDUELL

Das ist das Highlight. Der äußerst seltene Zweikampf der Diskus-Olympiasieger Robert und Christoph Harting fasziniert. Ihr polnischer Dauerrivale Piotr Malachowski und Weltmeister Andrius Gudzius aus Litauen wollen den Lokalmatadoren das Siegen schwer machen. Nach dem Triumph von Christoph Harting bei den Spielen in Rio hat es erst zwei Duelle gegeben: Sowohl in Oslo wie auch bei der DM in Erfurt siegte Bruder Robert deutlich. "Ich freue mich auf die aufgeheizte Stimmung und den Wettkampf", sagt Christoph zur Revanche.

INNOVATION

Bei der 76. Auflage des Traditionsmeetings erleben die Stars eine Premiere. Erstmals sprinten die Läufer in der Ostkurve durch einen eigens gebauten Tunnel, weil die blaue Bahn mit einer Tribüne überdacht wurde. Die zehn Meter breite und 25 Meter lange Plattform soll zur Begegnungsstätte der Topsportler mit ihren Fans werden.

EM-GENERALPROBE

Acht Jahre nach den Weltmeisterschaften treffen sich die Leichtathleten vom 7. bis 12. August 2018 zu den EM an gleicher Stelle. Für Organisatoren wie Athleten ist das ISTAF eine wichtige Probe für das Event in einem Jahr. Der dreimalige Welt- und zweimalige Europameister Robert Harting will in seinem Wohnzimmer den erfolgreichen Schlusspunkt unter eine große Karriere werden.

ZUSCHAUER-REKORDE

Die erste Auflage des ältesten Leichtathletik-Meetings der Welt fand ein Jahr nach den Olympischen Spielen 1936 statt. Am 1. August 1937 pilgerten 85 000 Zuschauer in das Olympiastadion - ein Zahl die nie wieder erreicht wurde und wegen Umbauten im Stadion auch nicht mehr erreicht werden konnte. Im Vorfeld der WM 2009 wurden Zuschauerzahlen von weit über 60 000 erzielt, zuletzt pegelten sich die Zahlen bei 50 000 ein. In den 80 Jahren ISTAF-Geschichte strömten mehr als zwei Millionen Fans ins Stadion - so viele wie bei keinem anderen Meeting.

TOP 4

Die größten Hoffnungen auf einen deutschen Sieg trägt Weltmeister Johannes Vetter im Speerwerfen. Sechsmal hat er in dieser Saison schon Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena bezwungen, der aber beim Diamond-League-Finale in Zürich als Zweiter den Offenburger Konkurrenten (4.) bezwang. 50 000-Dollar-Jackpot-Gewinner Jakub Vadlejch und Petr Frydrych aus Tschechien vervollkommnen das Klassefeld - damit sind die Top 4 der Jahresbestenliste am Start.

BOLT-NACHFOLGER

Bei der WM 2009 stellte Usain Bolt in 19,19 Sekunden den heute noch gültigen Weltrekord über 200 Meter auf der blauen Laufbahn auf. Nach seinem Rücktritt ist sein Nachfolger auf dem WM-Thron Ramil Guliyev in Berlin dabei. Der in Aserbaidschan geborene Sprinter hatte in London den ersten WM-Titel eines männlichen Leichtathleten für die Türkei geholt und war von Staatspräsident Erdogan mit Ehrungen überschüttet worden. In Berlin wird Guliyev über 100 Meter vom britischen Staffel-Weltmeister Adam Gemili und dem viermaligen Europameister Christophe Lemaitre aus Frankreich gefordert.

WELTREKORDE

sind diesmal zumindest nicht "geplant". Insgesamt 16 Weltbestmarken wurden aber schon in Berlin verbessert. Zu den spektakulärsten zählt der Hochsprung-Weltrekord der Cottbuserin Rosi Ackermann, die vor fast exakt 40 Jahren - am 26. August 1977 - als erste Frau der Welt die 2,00-Meter-Schallmauer durchbrach.

dpa

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