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Kugelstoßerin Schwanitz siegt mit mäßigen 18,41 Metern

Leichtathletik Kugelstoßerin Schwanitz siegt mit mäßigen 18,41 Metern

Zwei Wochen vor den deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig laufen sich die deutschen Leichtathleten warm. Beim 33. internationalen Meeting in Karlsruhe zeigt unter anderem Hürdenläuferin Cindy Roleder eine starke Frühform.

Christina Schwanitz stieß in Karlsruhe 18,41 Meter. 

Quelle: Uli Deck

Rheinstetten. Kugelstoßerin Christina Schwanitz und Stabhochspringerin Lisa Ryzih haben beim IAAF-Meeting der Leichtathleten in Karlsruhe Siege gefeiert.

Vor 4500 Zuschauern in der Messehalle rannte die Britin Laura Muir Hallen-Europarekord über 3000 Meter und sorgte damit für das Highlight. Die Olympia-Siebte drückte die Bestmarke der Russin Lilia Shobukhowa von Moskau 2006 (8:27,86) auf 8:26,41 Minuten. Die 19-jährige Leverkusenerin Konstanze Klosterhalfen lief dabei als Sechste in 8:51,75 Minuten persönliche Bestzeit.

Für Ryzih war erst der deutsche Hallenrekord von 4,78 Metern zu hoch: Die Vize-Europameisterin vom ABC Ludwigshafen gewann mit 4,67 Metern und setzte sich damit an die diesjährige europäische Spitze. Der dritte Versuch sah schon ganz gut aus. "Die Zeit ist reif, dass er mal fällt. Aber man muss es halt machen, man kriegt nichts geschenkt", sagte Ryzih.

Einen weiteren deutschen Erfolg verpasste Cindy Roleder in einem hochkarätigen 60-Meter-Hürden-Finale nur knapp. Die Europameisterin und Vizeweltmeisterin aus Halle/Saale musste sich als Zweite nur Freiluft-Weltrekordlerin Kendra Harrison geschlagen geben. Die Amerikanerin siegte in 7,76 Sekunden vor Roleder in 7,90 Sekunden. Die Australierin Sally Pearson, Olympiasiegerin von 2012, benötige eine Hundertstelsekunde mehr.

Mit mäßigen 18,41 Metern hatte Weltmeisterin Christina Schwanitz zum Auftakt das Kugelstoßen gewonnen. Die 31-Jährige vom LV 90 Erzgebirge setzte sich knapp vor der Ungarin Anita Marton (18,34) durch. Schwanitz hat unterm Dach eine Bestleistung von 20,05 Metern. Dennoch sagte sie: "Es war ein richtig geiler Wettkampf, wir haben uns von Versuch zu Versuch hochgearbeitet. Ich bin höchst zufrieden." Am Mittwoch in Düsseldorf war sie nur auf 18,13 Meter gekommen.

Offen ließ Schwanitz, ob sie in zwei Wochen bei den deutschen Meisterschaften in Leipzig oder beim IAAF-Sportfest in Birmingham antritt. "Natürlich sind deutsche Meisterschaften wichtig, aber da gibt's nur einen Blumenstrauß."

Bei der World Indoor Tour des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF geht es hingegen um 20 000 US-Dollar (rund 18 590 Euro) für den Gesamt- und 3000 US-Dollar (2780 Euro) für den Tagessieg. "Das muss noch in Euro umgerechnet und versteuert werden. Und dafür muss ich ein halbes Jahr arbeiten", erklärte Schwanitz. Die Tour geht nach Boston, Düsseldorf und Karlsruhe nun am 10. Februar in Torun/Polen und am 14. Februar in Birmingham/Großbritannien weiter.

dpa

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