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Nehemiah verteidigt Gatlin - Fischer: "Eine Farce"

Leichtathletik Nehemiah verteidigt Gatlin - Fischer: "Eine Farce"

Nach der Dauerkritik am früheren Dopingsünder Justin Gatlin hat sich sein Manager Renaldo Nehemiah demonstrativ vor den US-Sprinter gestellt. "Er hat seine Sperre abgesessen, und all diese plötzlich so selbstgerechten Leute, die in ihrem Leben nie etwas Falsches gemacht haben, wollen ihn nun verteufeln", sagte der frühere Weltklasse-Hürdensprinter.

Peking. r.

Auch bei den Athleten ist der 33 Jahre alte Gatlin seit Wochen Zielscheibe der Kritik. "Es ist eine Farce, dass der noch hier ist und mit uns starten darf", sagte die Berliner Diskuswerferin Julia Fischer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking.

Gatlin hatte am Sonntagabend im 100-Meter-Finale denkbar knapp gegen den alten und neuen Weltmeister Usain Bolt (Jamaika) verloren. Auch auf der Pressekonferenz war der Olympiasieger von 2004 wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert worden. Nach zwei Dopingsperren - 2001/2002 und von 2006 bis 2010 - war Gatlin stets auf die Bahn zurückgekehrt. In diesem Jahr war er schneller als je zuvor.

"Die Leute wollen einen Bösewicht kreieren", meinte Nehemiah. "Wieso ist er ein Bösewicht? Was ist mit den anderen Läufern? Über die sprechen sie nicht", schimpfte der ehemalige Weltrekordler über 110 Meter Hürden. Er habe Gatlin gesagt: "Das ist ein Makel, den Du leider nicht ausmerzen kannst." Neben Gatlin haben drei weitere 100-Meter-Finalisten eine Doping-Vergangenheit.

dpa

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