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Nun auch King: Eaton als Welt-Leichtathlet geehrt

Leichtathletik Nun auch King: Eaton als Welt-Leichtathlet geehrt

Kaum zu glauben: Erstmals überhaupt wird ein Zehnkämpfer zum Welt-Leichtathleten gekürt. US-Star Ashton Eaton fühlt sich geehrt, Supersprinter Usain Bolt geht diesmal leer aus. Königin wird die Äthiopierin Genzebe Dibaba - aber war da nicht mal was?

Monte Carlo. Die große Gala fiel diesmal aus, der Jubel kam nüchtern per E-Mail - doch die glanzlose Fernwahl hatte eine historische Dimension: Ashton Eaton ist als erster Zehnkämpfer überhaupt zum Welt-Leichtathleten des Jahres gekürt worden.

Der König des olympischen Kernsports ist nun auch der King - das hatte es seit der Premiere der Umfrage im Jahr 1988 noch nie gegeben. Als zweite Äthiopierin nach Meseret Defar (2007) schaffte es die Mittel- und Langstreckenläuferin Genzebe Dibaba auf den Thron.

Wie in seinen Wettkämpfen bewies Olympiasieger, Doppel-Weltmeister und Weltrekordler Eaton auch als neuer Welt-Athlet wahre Größe. "Ich nehme diese Auszeichnung im Namen aller US-Athleten an, die lieben, was wir tun", sagte der 27-Jährige aus Portland, der den neuen Typus des Zehnkämpfers verkörpert: Ein wahrer Allrounder, kein Zwei-Meter-Muskelprotz, sondern ein 1,85-Meter-Modellathlet mit dem Idealgewicht von 84 Kilo.

Eaton hatte sein WM-Gold im August in Peking eindrucksvoll mit einem fantastischen Weltrekord (9045 Punkte) verteidigt. Bei der Wahl setzte er sich gegen den fünfmaligen Gewinner Usain Bolt (Sprint/Jamaika) und seinen Landsmann Christian Taylor (Dreisprung/USA) durch. "Ich habe Usain und Christian nicht besiegt, mein Job sieht einfach anders aus", lobte Eaton seine Rivalen, die es von einer Liste mit neun Athleten ins Finale der Top-3 geschafft hatten. Der Superstar wurde zudem für die Zeit von 2016 bis 2019 in die IAAF-Athletenkommission gewählt.

1500-Meter-Weltrekordlerin und -Weltmeisterin Dibaba setzte sich gegen Sprinterin Dafne Schippers aus den Niederlanden und die überragende Hammerwerferin Anita Wlodarczyk aus Polen durch. Vor allem mit zwei fantastischen Weltrekorden sorgte die Äthiopierin in diesem Jahr für Schlagzeilen - und natürlich gerade in dieser Saison auch für Spekulationen und Gerüchte in puncto Doping.

Beim Hallenmeeting in Stockholm war Dibaba über 5000 Meter in 14:18,86 Minuten um mehr als fünf Sekunden schneller als Meseret Defar bei ihrem Weltrekord. Im Juli knackte die 24-Jährige in Monaco in 3:50,07 Minuten den den 22 Jahre alten 1500-Meter-Weltrekord der Chinesin Qu Yunxia.

Abgestimmt hatte ein zehnköpfiges Gremium von Leichtathletik-Experten aus allen sechs Kontinental-Verbänden der IAAF. Ursprünglich sollten die Sieger am 28. November auf der "World Athletics Gala" in Monte Carlo verkündet werden. Doch wegen des Korruptionsskandals um Ex-Präsident Lamine Diack und der Dopingaffäre in Russland wurde diese Zeremonie abgesagt.

dpa

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