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Paralympicssieger Rehm holt erneut WM-Gold und Weltrekord

Behindertensport Paralympicssieger Rehm holt erneut WM-Gold und Weltrekord

Markus Rehm springt weiter in seiner eigenen Liga. Der Prothesen-Weitspringer sicherte sich in Doha mit Weltrekord seinen dritten WM-Titel. Ihr erstes WM-Gold verpasste Olympiasiegerin Ilke Wyludda, die im Kugelstoßen Dritte wurde.

Doha. Mit einem fantastischen Weltrekord und dem WM-Titel-Hattrick hat Markus Rehm seine Ausnahmestellung im paralympischen Sport eindrucksvoll unterstrichen.

Der unterschenkelamputierte Leverkusener schraubte bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Behindertensportler in Katar seinen Weitsprung-Weltrekord auf 8,40 Meter und sprang zu seinem dritten WM-Gold nach 2011 und 2013. Für das deutsche Team war es Titel Nummer drei.

Ilke Wyludda, Diskus-Olympiasiegerin von 1996, sicherte sich mit Bronze im Kugelstoßen ihre erste WM-Medaille bei den Sportlern mit Handicap. Die 46-Jährige, der im Dezember 2010 nach einer lebensbedrohlichen Wundinfektion der rechte Unterschenkel amputiert worden war, musste sich am Freitag mit der Saisonbestleistung von 10,95 Metern der siegreichen Stela Eneva (11,14 Meter) aus Bulgarien und der Mexikanerin Angeles Ortiz Hernandez (11,13) geschlagen geben.

"Es ist fantastisch für mich gelaufen, ein toller Wettkampf", sagte Rehm, ehe der 27-Jährige zur Siegerehrung eilte. Seine Trainerin Steffi Nerius war "sehr stolz. Markus war auf den Punkt topfit. Persönliche Bestleistung und Weltrekord beim Saisonhöhepunkt ist überragend. Es waren tolle Bedingungen und eine gute Atmosphäre, für so einen Sprung muss alles passen."

Im dritten Versuch gelang dem Paralympicssieger von London 2012 der perfekte Sprung, mit dem er seine Bestmarke um elf Zentimeter verbesserte. Rehm ist damit seit seinem ersten WM-Titel vor vier Jahren in seiner Paradedisziplin bei Großereignissen ungeschlagen. Youngster Felix Streng wurde mit 6,77 Metern Fünfter.

Franziska Liebhardt aus Leverkusen, die durch eine Bewegungsstörung infolge einer frühkindlichen Hirnschädigung eingeschränkt ist und mit einer transplantierten Lunge und Niere lebt, holte sich im Kugelstoßen Silber. Die 33-Jährige stieß zwischenzeitlich mit 13,39 Metern gar Weltrekord. Doch die Chinesin Mi Na konterte umgehend und schnappte Liebhardt die Bestmarke und Gold mit 13,56 Metern weg.

Nach Gold durch Vanessa Low, die im Weitsprung ebenfalls Weltrekord sprang, und Sebastian Dietz im Kugelstoßen am Vortag haben sich die Deutschen bereits vier Startplätze für die Paralympics im kommenden Jahr in Rio de Janeiro gesichert.

dpa

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