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Siebenkämpferin Ennis-Hill feiert erfolgreiches Comeback

Leichtathletik Siebenkämpferin Ennis-Hill feiert erfolgreiches Comeback

Etwas mehr als ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes meldet sich Jessica Ennis-Hill auf der WM-Bühne zurück. Die britische Olympiasiegerin wird in Peking Weltmeisterin im Siebenkampf. Ein emotionaler Moment für sie.

Peking. Mit Tränen in den Augen ging Jessica Ennis-Hill auf ihre Ehrenrunde. Nur 13 Monate nach der Geburt ihres Sohnes Reggie ist die Olympiasiegerin aus Großbritannien zum zweiten Mal Weltmeisterin im Siebenkampf geworden.

Die 29-Jährige siegte bei der Leichtathletik-WM in Peking mit 6669 Punkten vor der Kanadierin Brianne Theisen-Eaton (6554) und der Lettin Laura Ikauniece-Admidina (6516). "Das ist definitiv einer der größten Momente meiner Karriere", sagte Ennis-Hill. "So zurückzukommen und hier in Peking zu gewinnen, ist großartig. Mein Coach und ich haben unglaublich hart gearbeitet, um an diesen Punkt zu kommen."

Beste Deutsche wurde Claudia Rath, die sich durch einen starken 800-Meter-Lauf zum Abschluss noch auf Platz fünf mit 6441 Punkten verbesserte. "Ich bin sehr zufrieden", meinte die Frankfurterin. "Ich habe zwar keine persönliche Bestleistung geschafft, aber die gute Platzierung macht das mehr als wett."

Ennis-Hill profitierte bei ihrem Erfolg auch davon, dass ihre Teamkollegin und Verfolgerin Katarina Johnson-Thompson zu Beginn des Tages drei ungültige Versuche im Weitsprung hatte. Vor allem bei ihrem dritten und entscheidenden Sprung trat die 22-Jährige nur um wenige Millimeter über. Wäre er gültig gewesen, hätte Johnson-Thompson die späte Siegerin zumindest vorrübergehend vom ersten Platz verdrängt.

Ein ähnliches Missgeschick passierte auch Mitfavoritin Carolin Schäfer vom TV Friedrichstein. Auch sie trat beim Weitsprung dreimal über und sagte in der ARD: "So einsam habe ich mich in einem großen Stadion noch nie gefühlt." Zum abschließenden 800-Meter-Lauf trat sie gar nicht mehr an. Die Leverkusenerin Jennifer Oeser, die wie Ennis-Hill im vergangenen Jahr Mutter geworden war, kam am Ende auf Rang zehn. 6308 Punkte bedeuteten eine Saisonbestleistung für die frühere WM-Zweite.

dpa

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