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WADA-Kommission untersucht Doping-Enthüllungen der ARD

Leichtathletik WADA-Kommission untersucht Doping-Enthüllungen der ARD

Die neuen Doping-Enthüllungen in der Leichtathletik werden nun auch offiziell von einer Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur untersucht. Das bestätigte WADA-Präsident Craig Reedie am 7. August n einer Presseerklärung.

Frankfurt/Main. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF begrüßte diesen Schritt und kündigte ebenfalls in einer Erklärung an, der WADA für ihre Untersuchung eine komplette Datenbank mit Blutproben bis ins Jahr 2009 zur Verfügung zu stellen.

Die Weitergabe des Falls an eine Untersuchungskommission hatte Reedie am vergangenen Wochenende schon kurz nach der Ausstrahlung der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik" angekündigt. Darin präsentierten die ARD und die Zeitung "Sunday Times" die Auswertung von 12 000 Bluttests von rund 5000 Läufern in den Ausdauerdisziplinen 800 Meter bis Marathon. Ihr Ergebnis: Ein Drittel aller Medaillen bei den Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen von 2001 bis 2012 seien von Athleten mit dopingverdächtigen Werten gewonnen worden.

Der Leichtathletik-Weltverband habe der WADA-Kommission seine volle Unterstützung zugesichert, teilte Reedie mit. Die Kommission unter Leitung des früheren WADA-Präsidenten Dick Pound war bereits im vergangenen Dezember zur Untersuchung weiterer ARD-Enthüllungen gegründet worden. Damals deckten die Recherchen systematisches Doping in der russischen Leichtathletik auf.

dpa

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