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Abschied in Barcelona - Gladbacher sollen sich "beweisen"

Fußball Abschied in Barcelona - Gladbacher sollen sich "beweisen"

Borussia Mönchengladbach verabschiedet sich beim FC Barcelona aus der Champions League. Wehmut schwingt bei den Verantwortlichen und Spielern kaum mit. Das Spiel beim Weltklasseteam um Lionel Messi soll in der tiefen sportlichen Krise neuen Schwung geben.

Borussia Mönchengladbach tritt am 6. Dezember beim FC Barcelona an.

Quelle: Maja Hitij/dpa

Barcelona. Die Abschiedsvorstellung in der Champions League beim fünfmaligen Titelträger FC Barcelona am Dienstag soll den gebeutelten Fußballprofis von Borussia Mönchengladbach nach dem Absturz in der Bundesliga neuen Schwung geben.

Dem tristen Alltag entfliehen und sich an großer Stätte verloren gegangenes Selbstvertrauen holen: Großen Elan lebte vor allem der unter Druck stehende Trainer André Schubert vor. "Ich freue mich riesig. Wir haben viel investiert, damit wir in der Champions League dabei sind. Wir haben das Spiel nicht auf der Kirmes gewonnen", sagte er.

Ob am spanischen Verfassungstag im fast 100 000 Zuschauer fassenden Stadion Camp Nou ein Mutmacher für das nächste Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Mainz gelingt, ist fraglich. Schubert und sein Team traten die Reise in die katalanische Metropole unter dem Eindruck des deprimierenden 1:4 in Dortmund und der Serie von acht Ligaspielen ohne Sieg an.

André Hahn, der gute Chancen hat, in die Startelf zu rücken, gab seinem Coach Rückendeckung. "Der Trainer gibt sein Bestes, damit wir den Schalter umlegen", sagte der Stürmer. "Die Mannschaft folgt ihm und steht zu hundert Prozent hinter ihm."

Die Borussia will sich so teuer wie möglich verkaufen. "Wir wollen zeigen, dass wir es besser machen können als in Dortmund. Ein solches Spiel ist das Nonplusultra", sagte Defensivspieler Julian Korb. Gladbach hat als Dritter der Gruppe C die Zwischenrunde der Europa League bereits sicher, Barcelona steht als Gruppensieger fest. Vielleicht motiviert es zusätzlich, dass Bundestrainer Joachim Löw unter den Zuschauern ist. Dabei wird er wohl auch ein Auge auf den Ex-Gladbacher und Barça-Torwart Marc-André ter Stegen werfen.

Barcelonas Trainer Luis Enrique kündigte zwei Tage nach dem 1:1 seines Teams gegen Real Madrid an, dass Lionel Messi von Beginn an spielen werde. Man wolle den Fans etwas bieten. Messi hatte im Hinspiel gefehlt. Schubert muss schon seit Wochen Ausfälle wie Alvaro Dominguez, Patrick Herrmann oder Ibrahima Traoré kompensieren. Der Coach schloss personelle Veränderungen nicht aus. So könnte etwa Abwehr-Hüne Jannik Vestergaard neben Hahn in die Anfangsformation rücken.

Mut in der Misere der Gladbacher machen die Auftritte in der Königsklasse wie im Hinspiel gegen Barcelona (1:2) - und die Fans. Die hatten die Mannschaft in Dortmund nach dem Schlusspfiff in bemerkenswerter Art und Weise unterstützt. Für Eberl hat das Spiel bei Barça auch einen "sportlichen Wert". Denn als einer der vier besten Dritten nach Abschluss der Gruppenphase wäre Gladbach bei der Auslosung am 12. Dezember in Topf 1 und hätte in der Europa-League-Zwischenrunde Heimrecht im Rückspiel.

"Und nebenbei geht es noch um 1,5 Millionen Euro Siegprämie, die für Gladbach deutlich mehr Wert besitzen als vielleicht für andere Vereine", betonte Eberl. Insgesamt nahm die Borussia in der Gruppenphase mit Startgeld und Punktprämien mehr als 15 Millionen Euro ein, dazu kommt noch Geld aus dem Marktpool und Ticketverkauf.

"Ein, zwei oder drei Jahre" ohne Champions League hält Eberl nach zwei fetten Jahren für möglich. Für ihn sind die drei erreichten K.o.-Phasen im Europacup in vier Versuchen eine "bemerkenswerte Entwicklung". Deswegen schwinge keine Wehmut im Camp Nou mit. "Es ist ein Abschluss der Champions-League-Saison, aber das Spiel bietet genug Ansporn, es wieder schaffen zu wollen", sagte Eberl.

Voraussichtliche Aufstellungen:

FC Barcelona: ter Stegen - Sergi Roberto, Piqué, Mascherano, Jordi Alba - Busquets - Turan, Iniesta - Messi, Suraez, Alcacer

Borussia Dortmund: Sommer - Elvedi, Christensen, Jantschke - Korb, Wendt - Kramer, Strobl - Dahoud - Hahn, Raffael

Schiedsrichter: Karasew (Russland)

dpa

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