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Adiós, Pep! Stolzer Coach will feiern: "Wahnsinn, Wahnsinn"

Fußball Adiós, Pep! Stolzer Coach will feiern: "Wahnsinn, Wahnsinn"

Ein "normaler Trainer" sei er nicht gewesen, räumte Pep Guardiola vor seinem letzten Bayern-Spiel in München ein. Dankbar blickte der Katalane nach drei Jahren auf "eine tolle Zeit" zurück. Ein großes Ziel bleibt nach der großen Meistersause.

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Pep Guardiola freut sich auf sein letztes Bundesligaspiel als Bayern-Trainer.

Quelle: Andreas Gebert

München. Weißbierduschen, Meisterschale, Rathausbalkon - und eine große Abschiedsfeier für Pep Guardiola. Nach knapp drei Jahren will der stolze Katalane bei seinem letzten Auftritt in München einen Festtag genießen.

"Wenn du deutscher Meister bist, musst du natürlich eine große Party machen. Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn waren die drei Bundesligajahre", sagte der scheidende Katalane vor seinem letzten Heimspiel.

Es sei nicht leicht für einen ausländischen Trainer "ins Herz der Leute" zu kommen, berichtete Guardiola. "Es war eine tolle Zeit für mich. Ein großer Moment, nie in meinem Leben werde ich das vergessen." Er hoffe, er sei durch die Erfahrungen in München ein besserer Mensch und ein besserer Trainer geworden, schilderte es der 45-Jährige.

Nach einem fest eingeplanten Sieg gegen Absteiger Hannover 96 steigt der Feiermarathon, der am Sonntag auf dem Münchner Rathausbalkon einen Höhepunkt haben wird. Danach wird der deutsche Fußball-Rekordchampion schnell den Fokus auf das letzte Pep-Spiel am kommenden Samstag im Berliner Pokalendspiel gegen Borussia Dortmund richten. "Für das Finale wäre es besser, wenn wir im letzten Ligaspiel eine gute Leistung zeigen würden", betonte Guardiola, der keine Einsätze an Akteure aus der zweiten Reihe verschenken will.

Zum 102. und letzten Mal in der Bundesliga nimmt der 45-jährige Guardiola gegen die Niedersachsen auf der Bayern-Bank Platz - wobei er sich ja sowieso meist an der Linie aufhält. Drei Meistertitel feierte er mit den Münchnern, im ersten Jahr gab es das Double. Club-WM und Europas Supercup bejubelten die Bayern in der Amtszeit des Katalane ebenfalls. Trotz der besten Siegquote eines Trainers in der Bundesliga-Historie (über 80 Prozent) wird Guardiola besonders als der Rekordmeister-Trainer in Erinnerung bleiben, der dreimal nacheinander im Halbfinale der Champions League scheiterte.

An den schmerzhaften K.o. gegen Atlético Madrid wollen die Münchner bei den Feierlichkeiten mit Bierduschen, Böllerschüssen und vor allem der Meisterschale rund um das Spiel gegen den Absteiger nicht erinnert werden. Seit 33 Jahren verloren sie das letzte Heimspiel der Saison nicht mehr.

"Am Samstag wollen wir ein gutes Spiel zeigen, damit die Leute zufrieden sind und ein bisschen feiern können", erklärte Guardiola und klang bei seiner letzten von (laut Verein) rund 200 Pressekonferenzen an der Säbener Straße fast schon wehmütig. "Ich werde vor allem die Spieler vermissen. Ich habe viel gelernt von ihnen", lobte Guardiola die Mentalität des von ihm im Jahr 2013 übernommenen Triplesiegers.

Ein Wiedersehen auf dem Oktoberfest, in der Stadt ("Ich habe hier sehr gut gelebt") oder am liebsten in der Champions League werde hoffentlich kommen, sagte Guardiola. Anders als Jupp Heynckes oder Ottmar Hitzfeld, die zum FC Bayern als Trainer zurückkehrten, schloss der Spanier ein solches Comeback aus. "Ich denke nicht, ich denke nicht." Das wäre nicht gut für den FC Bayern, begründete es Guardiola.

Bei Guardiolas Abschiedsspiel am Samstag in der Münchner Arena werden neben Holger Badstuber und Arjen Robben auch Javi Martínez und Xabi Alonso fehlen. Ob die beiden im Pokalfinale in einer Woche spielen können, bleibt abzuwarten. Robert Lewandowski strebt bei der Bayern- und Pep-Party zum zweiten Mal die Torjägerkrone an und könnte der erste Bundesliga-Profi seit fast vier Jahrzehnten sein, der die 30-Tore-Marke knackt.

"Ich hoffe, dass wir für die Fans und für uns eine gute Show mit vielen Toren zeigen. Es wäre sehr cool, wenn mir dieses eine Tor noch gelingen würde", erklärte der Pole. Gegner Hannover bietet für Treffer eigentlich einen passenden Rahmen. Die letzten neun Pflichtspiele gewannen die Bayern gegen die 96er - und das bei 31:4 Toren.

dpa

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