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Alpin-Ass Dreßen überrascht mit Rang sechs in der Abfahrt

Ski alpin Alpin-Ass Dreßen überrascht mit Rang sechs in der Abfahrt

Bei der WM in St. Moritz war Thomas Dreßen schon eine der positiven Überraschungen im deutschen Team. Im ersten Rennen nach dem Saisonhöhepunkt setzte er nun in der Abfahrt noch einen drauf - und darf sogar vom Weltcup-Finale in den USA träumen.

Thomas Dreßen wurde überraschend Sechster bei der Abfahrt in Kvitfjell.

Quelle: Michael Kappeler

Kvitfjell. Skirennfahrer Thomas Dreßen hat das Selbstvertrauen aus seinen guten Auftritten bei der WM genutzt und bei der Abfahrt in Kvitfjell mit Rang sechs sein bestes Karriere-Resultat verbucht.

Nach seinem ersten Top-10-Ergebnis riss der 23 Jahre alte Sportler vom SC Mittenwald im Ziel die Arme nach oben, brüllte laut und klopfte sich immer wieder auf die Brust. "Ich habe im ersten Moment gedacht, das heißt 16. Ich habe bloß den Sechser gesehen. Das hätte ich nie gedacht", sagte Dreßen am Freitag in Norwegen. "Heute mit dem sechsten Platz, das beste Weltcup-Ergebnis - das ist natürlich Hammer. Geil."

Auf Überraschungssieger Bostjan Kline aus Slowenien fehlten ihm nur 0,38 Sekunden, auf einen Podestplatz gar nur 0,18 Sekunden. Den belegte Norwegens Kjetil Jansrud hinter dem Österreicher Matthias Mayer auf Platz zwei. "Das ist schon noch mal ein Schritt vorwärts, Sechster zu werden in einer Weltcup-Abfahrt", lobte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. "38 Hundertstel Rückstand mit der hohen Startnummer ist schon ein klasse Leistung von ihm."

Mit etwas Glück und einem weiteren guten Ergebnis in der Abfahrt am Samstag kann sich Dreßen sogar noch für das Weltcup-Finale in Aspen qualifizieren. Dazu muss er elf Punkte aufholen und sich in der Disziplin-Wertung auf Rang 25 vorarbeiten. "Spekulieren darf man schon darauf", sagte Maier. Dreßen dagegen will sich damit noch nicht beschäftigen. "Ganz ehrlich, im Moment mache ich mir noch keine Gedanken über Aspen", sagte er. "Bei der ganzen Rechnerei, da verkopfe ich mich bloß. So konzentriere ich mich lieber auf mich. Das ist denke ich der beste Weg."

Schon bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz hatte der Bayer mit starken Leistungen überzeugt und seine Einladung trotz fehlender Qualifikationsnorm mehr als gerechtfertigt. In der Spezialabfahrt gelang ihm mit Rang zwölf das bis dato beste Ergebnis seiner Karriere. In der Kombinationsabfahrt überraschte er mit Rang drei und durfte für ein paar Stunden von einer WM-Medaille träumen. Nach dem Slalom belegte er schließlich Platz 14.

Andreas Sander hatte die gute Fahrt des Teamkollegen schon im Vorfeld erahnt. "Er darf heute gerne besser sein als wir, das kann er", hatte Sander prophezeit, nachdem er sich über seinen eigenen Auftritt auf der etwas verkürzten Strecke geärgert hatte. Wie Josef Ferstl kam er mit 0,85 Sekunden Rückstand auf den geteilten 17. Platz.

"Ich habe mich sehr über mich aufgeregt. Ich wollte einen draufsetzen zu gestern", sagte Sander mit Blick auf Rang neun im Training. "Ich habe es einfach nicht durchgezogen. Da habe ich mich sehr geärgert." Ferstl war mit seinem Auftritt dagegen einverstanden: "Jetzt habe ich es mal gut ins Ziel gebracht. Darauf kann man aufbauen."

Am Samstag folgt in Kvitfjell die letzte Abfahrt des WM-Winters, am Sonntag steht ein Super-G im Kalender. Das Rennen vom Freitag war das Ersatzrennen für den ursprünglich in Lake Louise geplanten Wettkampf.

dpa

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