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Auftrag für DFB-Team gegen Gibraltar: Spaß und Tore

Fußball Auftrag für DFB-Team gegen Gibraltar: Spaß und Tore

Der letzte Auftrag des Bundestrainers für die müden Weltmeister vor dem verschobenen Sommerurlaub ist eindeutig. "Nochmal Spaß haben und ein paar Tore erzielen", gab Joachim Löw das Motto für den Saison-Abschluss der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Gibraltar aus.

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Bundestrainer Joachim Löw erwartet eine motivierte Nationalmannschaft.

Quelle: Arne Dedert

Faro. Je früher das DFB-Team an diesem Samstag (20.45 Uhr) im portugiesischen Faro die erwartete geballte Defensive des Gegners mit dem ersten Treffer durchbricht, "umso besser ist es für unser Spiel", betonte Löw.

Dass die DFB-Elf an der auch bei deutschen Urlaubern beliebten Algarve die nächsten drei Punkte auf dem Weg zur EM 2016 einfährt, daran ließen Löw und seine 19 mitgereisten Profis auch nach dem 1:2 im Test gegen die USA keinen Zweifel. "Das ist ein ganz anderes Spiel, Gibraltar kann nicht so ein Tempo spielen wie die USA", erklärte Löw und verzichtete sogar auf die Auswertung der Niederlage mit der Mannschaft. "Ich möchte nicht von fünf, sechs, sieben Toren sprechen", sagte der Bundestrainer zwar, erwartet aber ein konzentriertes und gutes Spiel von seinen Profis.

In Urlaubsstimmung sei sein Team trotz des Umfeldes mit Meer, Beach und Golfplätzen noch nicht, unterstrich Löw. "Nein, wir sind ein Stück weg vom Strand. In eineinhalb Tagen kommt keine Stimmung auf, als wären wir schon im Urlaub. Die Spieler wissen schon, dass sie nochmal eine gute Leistung abrufen müssen. Das werden wir auch hinkriegen", versprach der 55-Jährige. Dass nur wenige Tausend Zuschauer im Éstadio Algarve sein werden, wo das britische Überseegebiet Gibraltar mangels geeignetem Heimstadion antreten muss, "sollte uns egal sein", ergänzte Löw.

In der Startelf wird es nur wenige Veränderungen gegenüber dem Spiel gegen Jürgen Klinsmanns US-Boys geben, kündigte der Bundestrainer am Freitag im noblen Teamhotel Conrad Algarve an. In der Abwehr beginnt der Münchner Jérome Boateng für den Stuttgarter Antonio Rüdiger. Im Tor steht Roman Weidenfeller. Für den Dortmunder Weltmeister ist sein fünftes wohl zugleich das letzte Länderspiel. Zwar vermied Löw die Bezeichnung Abschied, aber er forciert einen Umbruch bei den Keepern hinter Stammkraft Manuel Neuer. "Die Zukunft gehört den jungen Torhütern", sagte Löw und nannte namentlich die U-21-Schlussmänner Marc-André ter Stegen, Bernd Leno und Timo Horn.

"Roman war für uns die letzten eineinhalb Jahre ein unglaublich wichtiger Spieler", erklärte Löw und verwies auf einen "positiven Einfluss" des 34 Jahre alten Dortmunders bei der erfolgreichen WM in Brasilien gerade auf die jüngeren Kollegen. Perspektiven im Nationalteam aber hat die ehrgeizige junge Torwartgeneration, zu der Löw auch den Frankfurter Kevin Trapp zählt. Für das Spiel gegen Gibraltar steht der 24-Jährige sogar offiziell als dritter Torwart auf dem Spielberichtsbogen. Trapp wird aber nur für den Fall, dass Weidenfeller oder Ron-Robert Zieler bis zum Anpfiff gesundheitlich noch etwas passiert, in Faro dabei sein. Beim Abschlusstraining konnte Löw aber mit allen 19 Spielern die letzte Einheit absolvieren.

Mit zehn Punkten steht Deutschland in der EM-Qualifikationsgruppe D derzeit überraschend nur auf dem dritten Rang hinter Polen (11) und Schottland (10). Gibraltar ist mit null Punkten abgeschlagen Letzter. Doch schon mit einem Sieg gegen den Fußball-Zwerg könnte der Weltmeister wieder auf den erwarteten ersten Platz rücken, falls Polen gegen Georgien (3) nicht gewinnt. Schottland trifft auf Verfolger Irland (8).

"Wir haben uns gegen Gibraltar schon im Hinspiel schwergetan", erinnerte allerdings Routinier Lukas Podolski an das 4:0 im November 2014 in Nürnberg. "Das wird jetzt nicht einfacher. Die werden alles reinwerfen. Für die ist es das Spiel des Lebens - gegen den Weltmeister", sagte der 30-Jährige, der im Sommer auch im Hinblick auf die persönlichen EM-Chancen eine wichtige Entscheidung über einen möglichen Vereinswechsel treffen muss.

"Entscheidend ist letztlich, dass wir uns für das Turnier qualifizieren, alles andere ist zweitrangig", betonte Kapitän Bastian Schweinsteiger. Bei ihm und seinem sportlichen Zwilling Podolski dürfte die Reise an die Algarve einige Erinnerungen wecken. Bei der EM 2004 in Portugal hatten die damaligen Teenager kurz nach ihrem Länderspiel-Debüt zum Aufgebot von Rudi Völler gehört - und das bittere EM-Aus ohne Sieg sowie den Abschied von Völler miterlebt.

Eine Enttäuschung auf ähnlichem Level wollen Schweinsteiger und Co. in der laufenden EM-Ausscheidung natürlich verhindern. "Polen, Schottland und Irland sind keine leicht zu spielenden Mannschaften, das haben wir erfahren. In diesen Spielen müssen wir unser höchstes Niveau abrufen, sonst wird es schwierig", mahnte der Kapitän schon mit Blick auf den Herbst. "Wir werden auch nicht den Fehler machen, Gibraltar zu unterschätzen. Natürlich wissen wir, dass wir besser sind als Gibraltar. Dass wir einen Sieg holen müssen, ist klar."

 

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

 

Gibraltar: Robba (College Europa/23 Jahre/6 Länderspiele) - Joseph Chipolina (Lincoln Red Imps/27/11), Sergeant (Manchester 62 FC/20/7), Ryan Casciaro (Lincoln Red Imps/32/11), Roy Chipolina (Lincoln Red Imps/32/10), Garcia (Lincoln Red Imps/22/6) - Bardon (Lincoln Red Imps/22/4), Priestley (Farsley AFC/24/10), Payas (Manchester 62/30/5), Walker (Lincoln Red Imps/27/10) - Lee Casciaro (Lincoln Red Imps/33/5)

Deutschland: Weidenfeller (Borussia Dortmund/34/4) - Rudy (1899 Hoffenheim/25/8), Boateng (Bayern München/26/51), Mustafi (FC Valencia/23/8), Hector (1. FC Köln/25/4) - Schweinsteiger (Bayern München/30/110), Gündogan (Borussia Dortmund/24/10) - Herrmann (Bor. Mönchengladbach/24/1), Özil (FC Arsenal/26/65), Schürrle (VfL Wolfsburg/24/45) - Götze (Bayern München/23/44)

Schiedsrichter: Pisani (Malta)

dpa

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