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Barça mit Harmonie und Messi zum Triple

Fußball Barça mit Harmonie und Messi zum Triple

Auf dem Weg zum angestrebten Rekord-Triple ging es beim FC Barcelona harmonisch zu. Zusammen mit Familie und Verwandten stiegen Lionel Messi und Co. bei strahlendem Sonnenschein in Berlin aus dem Flieger.

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Lionel Messi ist mit Barcelona in Tegel gelandet.

Quelle: Alexander Hassenstein

Berlin. Die Liebsten der Stars durften sogar die Nacht vor dem großen Champions-League-Finale gegen Juventus Turin im Teamhotel Grand Hyatt verbringen - quasi als Extra-Motivation nach einer Saison der Superlative. Was einzig noch fehlt, ist die Rückkehr auf Europas Fußball-Thron.

"Wir haben die große Chance, wieder die Champions zu werden. Das ist es, wofür alle im Club arbeiten", sagte Superstar Lionel Messi und Ex-Weltmeister Gerard Piqué fügte hinzu: "Wir sind 90 Minuten davon entfernt, die absolute Perfektion für diese Saison zu erzielen." Mit einem Sieg gegen den italienischen Meister könnte Barcelona nach 2009 zum zweiten Mal das Triple gewinnen, was noch keine Mannschaft bislang geschafft hat.

Und die Voraussetzungen scheinen bestens. Alle Stars stehen zur Verfügung, die Mannschaft - allen voran Messi - präsentiert sich seit Wochen in herausragender Verfassung. "Wenn Messi in Form ist, ist das so, als würde Barça mit 15 Spielern spielen", meinte Argentiniens früherer Weltmeister-Trainer César Luis Menotti und sieht den spanischen Double-Gewinner wie viele Experten in der Favoritenrolle.

Auch weil Barcelona diesen magischen Sturm aufbieten kann. Messi, Luis Suárez und Neymar - kurz "MSN" genannt - haben in dieser Saison schier unglaubliche 120 Tore erzielt und damit sogar den Rekord des Real-Madrid-Trios Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und Gonzalo Higuain (118) aus der Saison 2011/12 übertroffen. Nicht zuletzt der FC Bayern hatte die Wucht des "Dreizacks" im Halbfinale schmerzlich erfahren müssen, als alle fünf Tore auf das Konto der Südamerika-Connection gegangen waren.

In den vergangenen 33 Spielen verzeichneten die Katalanen 29 Siege, nur zwei Spiele gingen verloren. Bis zum Finale wurden der englische, der französische und der deutsche Meister ausgeschaltet. Eine Entwicklung, die Anfang des Jahres keiner für möglich gehalten hätte. Nach einer 0:1-Niederlage bei Real Sociedad San Sebastian schien das Aus von Trainer Luis Enrique bereits beschlossene Sache zu sein. Der sture Asturier hatte es gewagt, Messi und Neymar auf die Bank zu setzen. Es soll zum großen Bruch mit dem Argentinier gekommen sein. Was auch immer danach passiert ist, es brachte den Erfolg.

Trotzdem ist die Zukunft von Enrique noch immer unklar. Das werde sich nach dem Finale zeigen, sagt der Coach. Ein Abschied käme für viele Club-Kenner nicht überraschend, auch weil im Sommer noch Präsidentschaftswahlen anstehen. Dabei könnte Enrique das gleiche Kunststück schaffen wie sein früherer Mitspieler Pep Guardiola, im ersten Jahr das Triple zu gewinnen. Und dem Trainer ist zugutezuhalten, dass er das jahrelang auf Ballbesitz getrimmte System umgestaltet hat. Das Barça-Spiel 2015 ist geradliniger geworden, der schnelle Torabschluss steht im Vordergrund.

Vorausgegangen waren auch einige Umbauarbeiten im Team. In der Sturmspitze führt Suárez nach seinem Wechsel für 80 Millionen Euro vom FC Liverpool seine Rolle perfekt aus und hat bislang auch auf jegliche Eskapaden verzichtet. Dazu wurde das Ende der Ära Xavi eingeleitet, was auch dank der starken Auftritte des Ex-Schalkers Ivan Rakitic reibungslos verlief. Xavi ("Es ist mein letztes Spiel für Barça und ich will es gewinnen") wird wohl auch in Berlin auf der Bank sitzen.

Und auch der Abschied des langjährigen Torhüters Victor Valdés wurde durch die Doppellösung Claudio Bravo/Marc-André ter Stegen kompensiert. Vor allem ter Stegen, der nur im Pokal und in der Champions League spielte, konnte sich in den vergangenen Wochen auszeichnen. Beim Heimspiel in Berlin - ter Stegen wird der einzige Deutsche auf dem Feld sein - kann er als drittjüngster Torhüter die Champions League gewinnen. "Es gibt Feldspieler, die nicht so gute Pässe schlagen können wie er", schwärmte Piqué vom 23-Jährigen. "Ich bin sicher, dass er das sehr gut machen wird."

dpa

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